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01. Oktober 2026 in Wuppertal

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CoT TTF: Investmentfonds drehen vorsichtig auf bearish

2026-04-15 1:45 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Das TTF Gas Frontjahr verlor in der Berichtswoche zum 10. April 2026 rund 11,2 Prozent. Der TTF Gas Mai-26-Kontrakt gab sogar um 12,4 Prozent nach. Dies ging auch mit der entsprechenden Positionsanpassung der Investmentfonds einer, die Longs abbauten und Shorts gleichzeitig aufbauten. Die Netto-Long-Position der Investmentfonds fiel um 37,4 TWh auf 271,8 TWh. Das entspricht einem Rückgang von 12,1 Prozent gegenüber der Vorwoche und ist damit die deutlichste wöchentliche Verschiebung seit dem massiven Positionsumbau im Februar.

Auf der Long-Seite reduzierten die Fonds ihre Positionen um 23,0 TWh auf 407,5 TWh, ein Minus von 5,3 Prozent. Nachdem die Longs in der Vorwoche noch praktisch unverändert geblieben waren, ist das ein klarer Stimmungswandel. Offenbar hat der anhaltende Preisverfall einige Fonds dazu bewogen, Gewinne mitzunehmen oder Risiko herauszunehmen. Im historischen Vergleich bleibt die Long-Position allerdings auf hohem Niveau. Anfang März lag sie noch bei 343 TWh, bevor die Fonds im Zuge des Iran-Konflikts massiv aufstockten. Gleichzeitig stockten die Fonds ihre Short-Positionen erneut kräftig auf. Die Shorts stiegen um 14,3 TWh auf 135,7 TWh, ein Zuwachs von 11,8 Prozent. Damit setzen die Fonds den Aufbau der Vorwoche in nahezu identischem Tempo fort. Seit dem Tief Ende März bei 108 TWh haben sich die Shorts um gut ein Viertel erhöht. Im längerfristigen Vergleich bleibt das Niveau aber moderat. Noch im Januar lagen die Short-Positionen bei über 500 TWh.

Die Kombination aus Long-Abbau und Short-Aufbau signalisiert eine deutlich bearishere Haltung der Investmentfonds als noch vor zwei Wochen. Die Fonds scheinen darauf zu setzen, dass die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten eher in Verhandlungserfolge als in eine weitere Eskalation münden. Allerdings birgt die Positionierung erhebliches Rückkopplungspotenzial in beide Richtungen. Die Short-Position ist in zwei Wochen um 25 Prozent gestiegen. Sollte es doch zu einer militärischen Eskalation kommen, könnten erzwungene Short-Eindeckungen den Preis schnell nach oben treiben. Umgekehrt steht die Long-Position mit über 400 TWh weiterhin nahe dem Jahreshoch. Weitere Verhandlungsfortschritte oder ein nachhaltiger Waffenstillstand würden diese Position unter Druck setzen und könnten dynamische Verkäufe auslösen. Der Markt ist damit von beiden Seiten anfällig für schnelle, sich selbst verstärkende Bewegungen.

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Strom-Spotauktion: Donnerstag, 16.04.2026

2026-04-15 1:30 pm
Analyst:
Marko Cveljo

In der Day-Ahead-Auktion lag der Baseloadpreis für Donnerstag, den 16. April, bei 110,68 Euro/MWh und damit 5,8 Prozent unter dem Vortagesniveau von 117,53 Euro/MWh. Die PV-Einspeisung erreicht morgen im Tagesmittel 10,8 GW und ist damit unter dem langjährigen Mittelwert von 12,6 GW. Die Tagesspitze liegt bei 32,9 GW. Das morgige Tagesprofil ähnelt den vorangegangenen Tagen, die Abendstunden bleiben teurer als der Morgen, die Mittagsdelle bleibt bei einem Niveau von rund 50 Euro/MWh. Am morgigen Donnerstag wird eine Windeinspeisung von 5,8 GW erwartet. Die Prognose liegt damit über den für heute vorhergesagten 3,6 GW allerdings unter dem langjährigen Mittelwert von 13 GW. Die Preise bewegen sich in einer Spanne von 33,91 bis 205,93 Euro/MWh bei einem Gesamtvolumen von etwa 886 GWh.

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EUA-Dez-Future versucht den Ausbruch über 75 Euro/t CO2

2026-04-14 6:23 pm
Analyst:
Stefan Küster
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JKM-TTF-Spread bleibt positiv, aber Umleitungen nehmen ab

2026-04-14 2:15 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Der JKM-TTF-Spread bleibt deutlich positiv und signalisiert weiterhin höhere Preise in Asien. Der Spread für den Mai-Future liegt zum Settlementpreis am 13.4. bei rund 10 Euro/MWh, während der Juni-Future noch rund 4,3 Euro/MWh aufweist. Damit bleibt Asien derzeit Premiummarkt für LNG-Lieferungen. Allerdings hat die Anzahl der Tankerumleitungen zuletzt deutlich nachgelassen: Laut Kpler-Daten wurden seit Kriegsbeginn insgesamt 15 LNG-Tanker von Europa nach Asien oder Afrika umgeleitet, davon 12 bis zum 19.3. Die letzten Umleitungen erfolgten am 12.4., 3.4. und 26.3. Angesichts des hohen Preisniveaus nimmt die asiatische Nachfrage offenbar ab und die preissensiblen Käufer suchen nach alternativen Energiequellen wie Kohle.

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Chinas LNG-Importe schwach

2026-04-14 2:15 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Die aktuell schwache asiatische LNG-Nachfrage wird durch Chinas offizielle Importdaten für März unterstrichen. Demnach fielen die Erdgasimporte (einschließlich Pipelinegas und LNG) gegenüber dem Vorjahr um 10,7 Prozent auf 8,18 Mio. Tonnen zurück und erreichten den niedrigsten Stand seit Oktober 2022. Die LNG-Importe waren nach dem schwachen Februar (3,73 Mio. Tonnen) laut Kpler mit 3,81 Mio. Tonnen im März weiterhin niedrig und auf dem tiefsten Stand seit April 2018. Mit 8 bis 10 Umladungen hat China zudem rekordhohe Schiffe weitergeleitet und agiert damit aufgrund der hohen Spotpreise als LNG-Drehkreuz.

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Strom-Spotauktion: Mittwoch, 15.04.2026

2026-04-14 1:25 pm
Analyst:
Marko Cveljo

In der Day-Ahead-Auktion lag der Baseloadpreis für Mittwoch, den 15. April, bei 117,53 Euro/MWh und damit 14,9 Prozent über dem Vortagesniveau von 138,09 Euro/MWh. Die PV-Einspeisung erreicht morgen im Tagesmittel 13,4 GW und ist damit über dem langjährigen Mittelwert von 12,5 GW. Die Tagesspitze liegt bei 42,6 GW. Trotz der nicht besonders überdurchschnittlichen PV-Einspeisung bewegen wir uns in den Mittagsstunden auf einem deutlich niedrigeren Niveau als am heutigen Dienstag. Auch die Abendspitze ist zwar immer noch teurer als die Morgenstunden jedoch im Verhältnis nicht mehr so extrem wie in den Vortagen. Am morgigen Mittwoch wird eine Windeinspeisung von 3,3 GW erwartet. Die Prognose liegt damit unter den für heute vorhergesagten 7,3 GW und unter dem langjährigen Mittelwert von 13 GW. Die Preise bewegen sich in einer Spanne von 48,10 bis 209,65 Euro/MWh bei einem Gesamtvolumen von etwa 893 GWh.

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21 Stunden Handel im europäischen Gasmarkt

2026-04-13 6:47 pm
Analyst:
Stefan Küster

Die europäischen Gasmärkte haben ab dieser Woche ihre Handelszeiten von bislang 10 auf 21 Stunden ausgeweitet. Die Änderung gilt als nächster Schritt für die ICE Endex in einem Markt, der sich mittlerweile grundlegend gewandelt hat. Dadurch gewinnen die europäischen Gasmärkte zunehmend an Attraktivität für globale Händler. Der neue 21-stündige Handelstag dürfte die Arbeitsweise von Händlern verändern (siehe Chart). Während einige eine Verschlechterung der Work-Life-Balance befürchten, sehen andere darin klare Vorteile für international agierende Marktteilnehmer.

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Brent Crude mit "Island Reversal" innerhalb der Trading Range

2026-04-13 2:53 pm
Analyst:
Stefan Küster

Der Brent‑Crude‑Juni‑Future befand sich von März bis Anfang April in einem klar strukturierten und dynamischen Aufwärtstrend oberhalb der grün gestrichelten Aufwärtstrendlinie. Das Trendhoch wurde bei 112,12 USD/bbl markiert, wo sich gleichzeitig das obere Bollinger‑Band befindet. Dies stellt ein starkes Widerstandscluster dar, welches sich in den vergangenen Wochen als außerordentlich hartnäckig erwiesen hat und mehrfach erfolgreich verteidigt wurde.

Anfang April notierte der Kontrakt noch im Bereich von 110 USD/bbl, bevor aufkommende Friedenshoffnungen zwischen USA und Iran starken Verkaufsdruck auslösten. Der Future brach abrupt ein und testete die zentrale Unterstützungszone um 90 USD/bbl. Nachdem die Friedensverhandlungen scheiterten, eröffnet der Markt am heutigen Montag mit einer deutlichen Aufwärtskurslücke. Dadurch hat sich innerhalb der bestehenden Trading‑Range zwischen 90 und 112 USD/bbl ein klassisches Island‑Reversal‑Muster ausgebildet, eine durch zwei Gaps isolierte Kerzenkonstellation, die charttechnisch als kurzfristiges Umkehrsignal gilt und zunächst einen Anstieg zurück in Richtung 110 USD/bbl begünstigen dürfte.

Übergeordnet ist die Lage zwischen den Grenzen von 90 und 112 USD/bbl als neutral zu werten. Erst ein nachhaltiger Tagesschlusskurs oberhalb von 112 USD/bbl würde ein prozyklisches Kaufsignal mit Fibonacci‑Extension‑Zielen bei 121,07 USD/bbl (138,2%), 126,95 USD/bbl (161,8%) sowie 137,09 USD/bbl (200%) aktivieren. Auf der Unterseite wäre hingegen ein Bruch unter 90 USD/bbl als Vervollständigung einer oberen Topformation zu werten, mit signifikantem Abwärtspotenzial in Richtung 78,97 USD/bbl und der steigenden 200‑Tage‑Linie bei derzeit 73,5 USD/bbl. Die Schlüsselmarken 90 und 112 USD/bbl bleiben damit die entscheidenden charttechnischen Wegweiser für die weitere Richtungsentscheidung im Öl und aufgrund der hohen Korrelation auch im TTF Gas- und europäischen Strommarkt.

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Brent Crude weiterhin als Taktgeber für den TTF Gas Frontmonat

2026-04-13 2:34 pm
Analyst:
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DailyTrading-Analysen für den 13.04. veröffentlicht.

2026-04-13 2:26 pm
Analyst:

Die DailyTrading-Analysen für den 13.04. für Strom, Gas und CO2 wurden unter der Rubrik "Technische Analyse" veröffentlicht.

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Strom-Spotauktion: Dienstag, 14.04.2026

2026-04-13 1:25 pm
Analyst:
Marko Cveljo

In der Day-Ahead-Auktion lag der Baseloadpreis für Dienstag, den 14. April, bei 138,09 Euro/MWh und damit 8,5 Prozent über dem Vortagesniveau von 127,30 Euro/MWh. Aufgrund der schwachen Wind- und PV-Einspeisung bewegt sich die Mittagsdelle im Tagesprofil auf einem hohen Niveau bei rund 100 Euro/MWh. Besonders auffällig ist weidereinmal die starke Abendspitze die deutlich teurer ausfällt als die Morgenstunden. Am morgigen Dienstag wird eine Windeinspeisung von 7,3 GW erwartet. Die Prognose liegt damit unter den für heute vorhergesagten 10,4 GW und unter dem langjährigen Mittelwert von 13,1 GW. Die PV-Einspeisung erreicht morgen im Tagesmittel 7,3 GW und ist damit unter dem langjährigen Mittelwert von 12,4 GW. Die Tagesspitze liegt bei eher schwachen 23,3 GW. Die Preise bewegen sich in einer Spanne von 100,87 bis 293,23 Euro/MWh bei einem Gesamtvolumen von etwa 877 GWh.

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Wocheneröffnung KW 16: Islamabad-Verhandlungen enden ohne Erfolg, USA blockieren Straße von Hormus

2026-04-13 9:15 am
Analyst:
Tobias Waniek

Die mit Hochspannung erwarteten Gespräche in Islamabad zwischen der US-Delegation unter Vizepräsident JD Vance und dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf endeten ohne Ergebnis. Während Teheran betonte, man sei „nur Zentimeter“ von einer Einigung entfernt gewesen, machten die USA das iranische Atomprogramm als unüberwindbares Hindernis aus. Irans Außenminister Abbas Araghchi warf Washington vor, die Verhandlungen durch „sich ständig ändernde Spielregeln“ (shifting goalposts) sabotiert zu haben. Die Reaktion von US-Präsident Trump auf diesen diplomatischen Stillstand fiel gewohnt kompromisslos aus: Mit der Aussage „I don’t care“ signalisierte er Desinteresse an einer Fortsetzung der Gespräche. Mit der rhetorischen Zuspitzung, die USA seien „LOCKED AND LOADED“, bereitete Trump den Markt auf eine unmittelbare Verschärfung der Gangart vor. Die unmittelbare Konsequenz aus dem Verhandlungsabbruch ist die Ankündigung einer umfassenden Seeblockade iranischer Häfen. Ab Montag, 10:00 Uhr Washingtoner Zeit (ET), wird das US-Militär sämtlichen Schiffsverkehr kontrollieren, der iranische Häfen ansteuert oder verlässt. Der Markt eröffnet entsprechend mit kräftigen Kursanstiegen am Montag.

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Strom-Spotauktion: Samstag, 11.04.2026

2026-04-10 1:20 pm
Analyst:
Marko Cveljo

In der Day-Ahead-Auktion lag der Baseloadpreis für Samstag, den 11. April, bei 46,57 Euro/MWh und damit 61,05 Prozent über dem Vortagesniveau von 119,57 Euro/MWh. Aufgrund der starken PV-Einspeisung fällt die Mittagsdelle im Tagesprofil stark und lang aus. Zwischen 10:00 Uhr und 17:45 Uhr bewegen sich die Viertelstundenpreise im negativen Bereich. Am morgigen Samstag wird eine Windeinspeisung von 18 GW erwartet. Die Prognose liegt damit über den für heute vorhergesagten 15,5 GW und über dem langjährigen Mittelwert von 13,4 GW. Die PV-Einspeisung erreicht morgen im Tagesmittel 16,4 GW und ist damit über dem langjährigen Mittelwert von 12,1 GW. Die Tagesspitze liegt bei 52,9 GW. Die Preise bewegen sich in einer Spanne von -90,31 bis 147,15 Euro/MWh bei einem Gesamtvolumen von etwa 924 GWh.

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Strategische Gasreserve in Deutschland geplant

2026-04-10 10:55 am
Analyst:
Tobias Waniek

Die Bundesregierung plant laut einem Bloomberg-Bericht den Aufbau einer strategischen Gasreserve von rund 24 TWh, um im Krisenfall die Versorgung für ein bis zwei Wochen sicherzustellen. Die einmaligen Kosten werden auf 500 Millionen bis 1,5 Milliarden Euro geschätzt, bei jährlichen Betriebskosten von bis zu 165 Millionen Euro, finanziert aus dem Bundeshaushalt. Hintergrund sind steigende geopolitische Risiken, insbesondere im Nahen Osten, sowie die Abhängigkeit von Importen seit dem Ausstieg aus russischem Gas im Jahr 2022. Die Reserve soll strikt als Notfallinstrument dienen und nicht in den Markt eingreifen oder Preise dämpfen. Die Entscheidung über Nutzung im Krisenfall liegt bei staatlichen Stellen, während Marktakteure lediglich die technische Umsetzung übernehmen könnten. Parallel laufen EU-Regelungen zu Speicherzielen aus, ohne dass eine Verlängerung absehbar ist.

Aktuell niedrige Speicherstände und die Marktsituation erschweren die Befüllung, weshalb der Aufbau erst ab 2027 geplant ist. In Deutschland wurden am Mittwoch 424 GWh/Tag eingespeichert, die Füllstände stiegen um 0,16 Prozentpunkte auf 23,04 Prozent (DE), bleiben damit aber rund 6,3 Prozentpunkte unter Vorjahr. Die europäischen Gasspeicher setzen die Einspeicherung ebenfalls fort. Am Mittwoch wurden EU-weit 1.724 GWh/Tag eingespeichert, nach 1.785 GWh/Tag am Vortag und 1.630 GWh/Tag Ausspeicherung am Mittwoch der Vorwoche. Die Speicherstände stiegen um 0,15 Prozentpunkte auf 28,92 Prozent (EU), rund 6,1 Prozentpunkte unter Vorjahr.

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Rückgang der ETS-Emissionen 2025

2026-04-09 4:30 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Die heute veröffentlichten vorläufigen Emissionsdaten der EU-Kommission (Verified Emission) zeigen auf den ersten Blick einen deutlichen Emissionsrückgang im EU-ETS. Die Emissionen im europäischen Emissionshandelssystem sind 2025 demnach für rund 9.800 Anlagen um 9 Prozent auf rund 1.077 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent gesunken. Allerdings haben noch nicht alle Anlagen gemeldet. Bereinigt um fehlende Meldungen wird der tatsächliche Rückgang auf 1,3 bis 1,5 Prozent geschätzt. Zwischen den Sektoren zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Die Stromerzeugung blieb nahezu stabil: Gaskraftwerke behaupteten ihre Position trotz eines erneuten Rekordjahres der Erneuerbaren. Die Industrie hingegen verzeichnete ein Minus von 2,4 bis knapp 3 Prozent, was die anhaltende konjunkturelle Schwäche energieintensiver Branchen widerspiegelt.

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Straße von Hormus weiter ohne Durchfahrt

2026-04-09 4:00 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Trotz Waffenruhe zwischen den USA und Iran warten weiterhin 14 beladene LNG-Tanker im Persischen Golf auf die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz, was den Export verzögert. Einzig ein Schiff, die Gaslog Skagen, transportiert weiterhin LNG von Katar nach Kuwait. Die Lieferung nach Al Zour wäre laut Kpler die vierte des LNG-Tankers seit Beginn des Konflikts, nach Lieferungen am 23. März, 29. März und 4. April. Insgesamt sind rund 1 Millionen Tonnen LNG durch die festsitzenden Tanker betroffen. Die Vereinigten Arabischen Emirate kritisieren in dem Zusammenhang, dass der Iran trotz der Waffenruhe mit den USA weiterhin den Zugang zur Straße von Hormus kontrolliert und damit den LNG-Handel beeinträchtigt. Diskutiert wird die Einführung eines möglichen Gebührenmodells von rund 1-2 Millionen US-Dollar pro Ladung sowie eine selektive Durchfahrt je nach politischer Zugehörigkeit.

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Strom-Spotauktion: Freitag, 10.04.2026

2026-04-09 1:20 pm
Analyst:
Marko Cveljo

In der Day-Ahead-Auktion lag der Baseloadpreis für Freitag, den 10. April, bei 119,57 Euro/MWh und damit 46,5 Prozent über dem Vortagesniveau von 81,63 Euro/MWh. Aufgrund der schwachen PV-Einspeisung fällt die Mittagsdelle im Tagesprofil deutlich geringer aus. Besonders auffällig ist darüber hinaus die Abendspitze, die merklich teurer ist als in den vergangenen Tagen, in denen die höchsten Preise am Morgen und Abend noch in etwa gleichauf lagen. Am morgigen Freitag wird eine Windeinspeisung von 16,4 GW erwartet. Die Prognose liegt damit unter den für heute vorhergesagten 18,3 GW allerdings über dem langjährigen Mittelwert von 13,5 GW. Die PV-Einspeisung erreicht morgen im Tagesmittel 7,2 GW und ist damit unter dem langjährigen Mittelwert von 12 GW. Die Tagesspitze liegt bei eher schwachen 22,6 GW. Die Preise bewegen sich in einer Spanne von -77,18 bis 314,60 Euro/MWh bei einem Gesamtvolumen von etwa 818 GWh.

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Brüchige Waffenruhe am ersten Tag

2026-04-08 4:15 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Wie heute Vormittag bereits dargestellt, bleibt die Lage trotz der vereinbarten Waffenruhe fragil. Das zeigt sich bereits in den ersten Stunden nach dem Waffenstillstand. Entsprechend haben sich die Kursabschläge nach der schwachen Eröffnung nicht ausgeweitet, stattdessen bleibt der Markt nervös auf dem nun gesunkenen Preisniveau.

Die Financial Times berichtet von einem Angriff auf die strategisch wichtige Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens, über die Aramco seine Exporte am Persischen Golf vorbei zum Roten Meer umleitet. Kuwait meldet den Abschuss von 28 iranischen Drohnen, die auf Ölanlagen und Entsalzungsanlagen zielten. Der Ton aus Teheran bleibt aggressiv: „Der Finger ist am Abzug", erklären die Revolutionsgarden. Parallel dazu eskaliert Israel im Libanon mit dem größten Angriff auf Hisbollah-Ziele seit Kriegsbeginn. Der Iran erwägt laut der Nachrichtenagentur Fars bereits Vergeltungsschläge gegen Israel.

Auch hinsichtlich der Straße von Hormus zeichnet sich ein kompliziertes Bild ab. Ein iranischer Insider signalisiert eine mögliche Öffnung am Donnerstag oder Freitag, allerdings unter iranischer Kontrolle und mit zwingender Abstimmung mit dem iranischen Militär. Trump bringt eine gemeinsame Absicherung mit dem Iran ins Spiel. Die NATO berät über eine eigene Marinemission, während Italien ohne UN-Mandat keine Schiffe stellen will und die EU sich bedeckt hält.

IEA-Chef Fatih Birol bringt die Lage auf den Punkt: Die Folgen werden noch Monate, wenn nicht Jahre zu spüren sein. Viele Energieinfrastrukturen sind beschädigt, eine Rückkehr zum Vorkriegszustand wird dauern. Irans UN-Botschafter betont, alle bestehenden Vereinbarungen seien nur vorläufig. Die Verhandlungen am 10. April in Islamabad bleiben entsprechend das nächste Richtungssignal. Bis dahin gilt: Die Waffenruhe existiert erstmal nur auf dem Papier.

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Qatar will Produktion in Ras Laffan wieder hochfahren

2026-04-08 3:10 pm
Analyst:
Marko Cveljo

Die seit Anfang März stillstehende LNG-Produktion in Ras Laffan könnte in den kommenden Tagen schrittweise wieder anlaufen. Die Ankündigung einer Waffenruhe erlaubt es dem Betreiber QatarEnergy, trotz weiterhin anhaltender Angriffe erste Vorbereitungen für eine Wiederaufnahme der Produktion zu treffen. Im besten Fall könnten jedoch nur 77 % der Vorkriegskapazität erreicht werden, da die schweren Schäden infolge des Raketenangriffs vom 18.03. wohl erst in den kommenden Jahren behoben werden können. Zudem bleibt unklar, wie schnell die produzierten Mengen die Straße von Hormus wieder passieren könnten. Die konkrete Ausgestaltung der angekündigten Öffnung ist weiterhin vage.

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Strom-Spotauktion: Donnerstag, 09.04.2026

2026-04-08 1:20 pm
Analyst:
Marko Cveljo

In der Day-Ahead-Auktion lag der Baseloadpreis für Donnerstag, den 09. April, bei 81,63 Euro/MWh und damit 6,1 Prozent unter dem Vortagesniveau von 86,97 Euro/MWh. Die Negativstunden zur Mittagszeit fallen am morgigen Donnerstag aufgrund der gesunkenen PV-Einspeisung weniger ausgeprägt aus als am heutigen Liefertag. Das Tagesprofil bleibt jedoch weiterhin von den Spitzen am Morgen und Abend geprägt. Am morgigen Donnerstag wird eine Windeinspeisung von 17,2 GW erwartet. Die Prognose liegt damit über den für heute vorhergesagten 8,8 GW sowie über dem langjährigen Mittelwert von 13,6 GW. Die PV-Einspeisung erreicht morgen im Tagesmittel 13,4 GW und ist damit über dem langjährigen Mittelwert von 11,8 GW. Die Tagesspitze liegt bei 43,3 GW. Die Preise bewegen sich in einer Spanne von -13,34 bis 158,75 Euro/MWh bei einem Gesamtvolumen von etwa 846 GWh.

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CoT TTF Gas: Investmentfonds bauen Short-Positionen auf

2026-04-08 12:00 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Das TTF Gas Frontjahr verlor in der Berichtswoche zum 2. April 2026 rund 9,7 Prozent. Auch der Mai 26-Kontrakt gab deutlich nach und fiel um 8,1 Prozent. Die Investmentfonds bauten parallel ihre Short-Positionen spürbar aus.

Die Netto-Long-Position der Investmentfonds sank um 14,0 TWh auf 309,2 TWh, ein Rückgang von 4,3 Prozent gegenüber der Vorwoche. Auf der Long-Seite blieben die Positionen praktisch unverändert. Auf der Short-Seite hingegen stockten die Fonds deutlich auf. Die Short-Positionen stiegen um 13,0 TWh auf 121,4 TWh, ein Zuwachs von 12 Prozent. Nach Wochen auf historisch niedrigem Niveau ist das ein vorsichtiger Richtungswechsel. Offenbar sehen einige Fonds angesichts des Preisverfalls nun auch Potenzial für weitere Rückgänge.

Der Rückgang der Netto-Long-Position wird ausschließlich von der Short-Seite getrieben. Die Long-Positionen blieben stabil, was darauf hindeutet, dass die Fonds gespalten sind. Ein Teil hält an der bullischen These fest, während ein anderer Teil begonnen hat, sich gegen weitere Kursverluste abzusichern. Spannend wird sein, wie sich die Investmentfonds nach dem Waffenstillstand in Nahost und dem damit einhergehenden Preisverfall positionieren. Offen ist, ob die Fonds nun verstärkt auf fallende Preise setzen oder eher ihre Long-Positionen abbauen.

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CoT EUA: Investmentfonds kürzen Long- und Short-Positionen erneut

2026-04-08 11:45 am
Analyst:
Tobias Waniek

Der EUA-Dez-26-Future hat sich in der Berichtswoche zum 2. April 2026 per saldo kaum verändert. Ein starker Abverkauf am Freitag egalisierte die zwischenzeitlichen Kursanstiege wieder. Die Investmentfonds setzten derweil den Trend der Vorwoche fort und reduzierten sowohl ihre Long- als auch ihre Short-Positionen.

Die Netto-Long-Position der Investmentfonds stieg leicht um 0,5 Mio. EUA auf 32,8 Mio. EUA. Das entspricht einem Zuwachs von 1,5 Prozent gegenüber der Vorwoche. Damit verharrt die Netto-Position auf dem Niveau der letzten Wochen.

Auf der Long-Seite bauten die Fonds ihre Positionen um 3,7 Mio. EUA auf 70,5 Mio. EUA ab. Der Rückgang von 5,0 Prozent setzt die Entwicklung der Vorwoche fort, in der die Fonds bereits ihre Long-Engagements verringert hatten. Auf der Short-Seite fiel der Abbau noch deutlicher aus. Die Fonds reduzierten ihre Short-Positionen um 4,2 Mio. EUA auf 37,7 Mio. EUA, ein Rückgang von 10,1 Prozent.

Das Bild der Vorwoche bestätigt sich: Die Spekulanten ziehen sich auf beiden Seiten zurück. Weder die Long- noch die Short-Seite wird aktiv aufgebaut. In einem Marktumfeld, das von politischer Unsicherheit und fehlenden klaren Impulsen geprägt ist, scheinen die Fonds abzuwarten. Solange dieser Positionsabbau symmetrisch verläuft, bleibt die Netto-Position stabil, ohne jedoch ein richtungsweisendes Signal zu liefern.

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Waffenruhe im Iran-Konflikt: Entspannung ja, Entwarnung nein

2026-04-08 11:30 am
Analyst:
Tobias Waniek

Die Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sorgt am Mittwoch für ein kräftiges Entspannungssignal an den Energiemärkten. Die Energiepreise geben zur Eröffnung deutlich nach. Die Risikoprämie schmilzt. Doch ein Ende der Krise ist damit noch nicht in Sicht.

Schon wenige Stunden nach Inkrafttreten der Waffenruhe meldet der Iran Explosionen an einer Raffinerie auf der Insel Lawan im Persischen Golf (Ursache unbekannt). Gleichzeitig macht die Reederei Maersk klar, dass sie den Normalbetrieb in der Straße von Hormus vorerst nicht wieder aufnimmt. Auch Hapag-Lloyd berichtet von sechs Schiffen, die weiterhin im Golf festsitzen. Konzernchef Habben Jansen hofft auf eine Rückkehr zur Normalität „in Monaten, nicht Tagen".

Der iranische Zehn-Punkte-Plan offenbart, worum es Teheran eigentlich geht: mehr Einfluss und mehr Einnahmen als vor dem Krieg. Die Kontrolle über die Straße von Hormus bleibt Irans stärkstes Druckmittel. Eine Lebensversicherung, die das Regime kaum ohne weiteres aufgeben wird. Dazu kommen die Forderungen nach Sanktionslockerungen und Anreicherungsrechten, also genau die Punkte, die Washington zum Angriff bewogen haben. Die Verhandlungen am 10. April in Islamabad werden zeigen, ob Trump bereit ist, dem Iran substanzielle Zugeständnisse zu machen, oder ob die Waffenruhe nur eine Atempause war.

Für den LNG-Markt, und damit für die europäischen Gaspreise, bedeutet das: Selbst wenn Tanker bald wieder durch die Meerenge fahren können, brauchen die Betreiber der Gasverflüssigungsanlagen in Katar und den Emiraten belastbare Sicherheit, bevor sie die Produktion hochfahren. Diese Sicherheit gibt es noch nicht. Die Infrastrukturschäden sind unklar, die logistischen Hürden enorm.

Fazit: Die Preise fallen vorerst, aber die Lage bleibt fragil. Wer auf eine rasche Normalisierung setzt, unterschätzt die Verhandlungsmacht Teherans und die Unberechenbarkeit aller Beteiligten.

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Strom-Spotauktion: Mittwoch, 08.04.2026

2026-04-07 1:30 pm
Analyst:
Marko Cveljo

In der Day-Ahead-Auktion lag der Baseloadpreis für Mittwoch, den 08. April, bei 86,97 Euro/MWh und damit 3,2 Prozent unter dem Vortagesniveau von 89,89 Euro/MWh. Trotz Abregelung werden durch die hohe PV-Einspeisung und die geringe Nachfrage zwischen 11:15 Uhr und 16:15 Uhr deutlich negative Stundenpreise erzielt. Am morgigen Mittwoch wird eine Windeinspeisung von 9,2 GW erwartet. Die Prognose liegt damit unter den für heute vorhergesagten 9,8 GW sowie unter dem langjährigen Mittelwert von 13,7 GW. Die PV-Einspeisung erreicht morgen im Tagesmittel 17,6 GW und ist damit deutlich über dem langjährigen Mittelwert von 11,8 GW. Die Tagesspitze liegt bei 56,8 GW. Die Preise bewegen sich in einer Spanne von -39,93 bis 201,01 Euro/MWh bei einem Gesamtvolumen von etwa 878 GWh.

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Katarische LNG-Tanker brechen Durchfahrt ab

2026-04-07 11:30 am
Analyst:
Tobias Waniek

Die von QatarEnergy betriebenen LNG-Tanker Rasheeda (266.000 Kubikmeter) und Al Daayen (151.700 Kubikmeter) waren laut Kpler-Daten zuletzt in Richtung der Straße von Hormus unterwegs, haben ihre Fahrt durch die Meerenge nun aber offenbar abgebrochen, was die ersten geplanten LNG-Exporte außerhalb der Region seit Beginn der militärischen Eskalation verzögert. Zuvor hatte der LNG-Tanker Sohar LNG die Straße von Hormus passiert, allerdings ohne Beladung. Seit Anfang April liegt es vor Maskat ohne neues Ziel. Kpler-Daten zeigen allerdings für andere Rohstoffe, dass es bereits Durchfahrten gegeben hat. So haben am 5. April 10 Tanker die Meerenge passiert, davon sechs von West nach Ost und vier von Ost nach West.

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