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Preisverfall geht weiter
16.02.2026
20:35
Uhr

Zum Start in die Handelswoche 8 ist der EUA-Dez 26-Future unter die runde und psychologisch relevante 70-Euro-Marke gefallen. Der Kontrakt schloss bei 69,06 Euro/t CO2. In der vergangenen Woche haben insbesondere kritische Aussagen von Bundeskanzler Merz zum Emissionshandel für Verunsicherung gesorgt. Am heutigen Montag kamen zwar keine weiteren gewichtigen Aussagen oder neue Erkenntnisse hinzu. Für gewöhnlich dauert es aber einige Tage, bis alle Marktteilnehmer die Tragweite solcher Aussagen eingeschätzt haben und ihre Strategien anpassen.

Auch an den Gasmärkten sowie beim Strom gab es Preisrückgänge. Die Temperaturprognosen für Europa bleiben grundsätzlich unterdurchschnittlich kühl. Das Angebot aus Norwegen und per Schiff (LNG) bleibt robust. Erdöl und Kohle hingegen legten zu. Impulse aus den USA blieben aufgrund des Börsenfeiertags aus (Washingtons Geburtstag). Auch China wird diese Woche aufgrund der Neujahrsferien (15. – 23.2.) weniger Impulse liefern.

Am Strom Spotmarkt wurde für den 17.2. für Deutschland ein Day Ahead-Base-Preis von 97,58 Euro/MWh ermittelt. In Frankreich wird der Baseload am selben Tag lediglich 45,73 Euro/MWh kosten.

Reform des Emissionshandels im „Superwahljahr“

Die EU-Kommission will zwar erst im dritten Quartal ihre konkreten Reformschritte für den Emissionshandel vorstellen, aber laut Beobachtern ist das EU ETS derzeit dem größten politischen Widerstand seit seiner Gründung vor 20 Jahren ausgesetzt. Wie die EU-Kommission sich letztlich entscheidet, dürfte auch von den anstehenden Wahlen in diesem Jahr abhängen (z.B. Bayern und Badem-Württemberg am 8.3., Hessen am 15.3., Regionalwahlen in Frankreich am 15.3., Rheinland-Pfalz am 22.3. und zahlreiche weitere ab September).

Europa absorbiert LNG-Angebotszuwachs

Energy Aspects erwartet, dass die europäischen LNG-Importe ohne die Türkei im Sommer im Jahresvergleich um elf Millionen Tonnen auf 63 Millionen Tonnen steigen und damit sowohl den Lageraufbau als auch die höhere Gasnachfrage unterstützen. Zudem gehen die Analysten davon aus, dass Europa den Großteil des globalen LNG-Angebotszuwachses von 18 Millionen Tonnen aufnehmen wird, während der verbleibende Teil vor allem nach Asien fließt, angeführt von China und Indien.

Der erwartete Angebotszuwachs ist allerdings noch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. So wurde letzte Woche gemeldet, dass QatarEnergy den Produktionsstart seines North Field East LNG-Projekts vom dritten auf das vierte Quartal 2026 verschieben muss, wobei sich der Beginn sogar bis 2027 verzögern könnte.

Unsere Einschätzung: Ob europäische Käufer tatsächlich im Sommer im größeren Stil LNG kaufen werden, um das Gas unterirdisch einzuspeichern, bleibt abzuwarten. Der wirtschaftliche Anreiz dazu ist derzeit aufgrund des nicht auskömmlichen Winter-Sommer-Spreads fraglich. Zudem ist auch das Angebotswachstum noch von Unsicherheiten behaftet. Der Gasmarkt bleibt 2026 also herausfordernd.

Weitere Nachrichten:

Krise im Außenhandel: Exportwirtschaft fordert neues Handelsbündnis

Eine Umfrage des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen zeigt eine deutliche Verschlechterung der Lage im deutschen Außenhandel: 76 Prozent der befragten Unternehmen berichten von rückläufigen Geschäften, insbesondere wegen zunehmender Handelskonflikte und Zöllen. Besonders die Strafzölle von US-Präsident Donald Trump sowie protektionistische Tendenzen in China belasten Exporte, während Importe aus China deutlich steigen. Der Verband warnt, dass Deutschland auf den Weltmärkten seit Jahren an Wettbewerbsfähigkeit verliert und prognostiziert für 2026 nur ein Exportwachstum von 0,6 Prozent. Angesichts eines weitgehend blockierten regelbasierten Welthandels schlägt der BGA eine „Handels-Nato“ zwischen der Europäischen Union und dem transpazifischen Handelsabkommen CPTPP vor, inklusive eines Beistandsmechanismus gegen WTO-widrige Zölle. Ohne neue Handelsabkommen und eine strategische Neuausrichtung drohen laut Verband langfristige Wohlstandsverluste, da fast jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland vom Export abhängt.

Herausgeber:
EnerChase GmbH & Co. KG, (im Folgenden "enerchase"),
Sitz:
Willich, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Krefeld unter HRB 13893 diese vertreten durch die Geschäftsführer Stefan Küster und Dennis Warschewitz.
Autoren: Dennis Warschewitz, Stefan Küster, Tobias Waniek
Hinweis zur Methodik: Die Markteinschätzung beruht auf fundamentaler und technischer Analyse. Der Zeitrahmen, auf die sich die Tendenzaussagen beziehen, ist jeweils ein Tag. Die Tendenzen werden im täglichen Rhythmus veröffentlicht.
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