Flashlights Strom, CO2 & Gas

EUA-Positionierung kaum verändert
Die CO2-Zertifikate beendeten den gestrigen Dienstag mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 76,92 Euro/t CO2. Der EUA-Dezember-26-Future handelt am heutigen Mittwoch um 14:55 Uhr 0,9 Prozent fester bei 78,95 Euro/t CO2. Im neuen CoT-Bericht zur Berichtswoche bis zum 22. Mai stieg die Netto-Long-Position der Investmentfonds marginal um 0,4 Mio. EUA auf 39,1 Mio. EUA. Die Long-Positionen erhöhten sich um 0,8 Mio. EUA auf 62,2 Mio. EUA, während die Short-Positionen um 0,4 Mio. EUA auf 23,1 Mio. EUA zulegten.
Langfristiges LNG-Abkommen mit Kanada in Aussicht
Das TTF Gas Frontjahr ging am gestrigen Dienstag mit einem Plus von 2,8 Prozent bei 36,70 Euro/MWh aus dem Handel. Am heutigen Mittwoch um 14:50 Uhr notiert das TTF Gas Cal 27 1,2 Prozent leichter bei 36,25 Euro/MWh. Der kanadische Staat steht Insidern zufolge kurz vor einem langfristigen LNG-Abkommen mit dem deutschen Staatsunternehmen SEFE. Geplant ist laut Handelsblatt die Lieferung von LNG aus dem Projekt Ksi Lisims in British Columbia, das mit einer Kapazität von zwölf Millionen Tonnen pro Jahr zu den größten Exportanlagen Kanadas zählen würde. Das Vorhaben unterstreicht Europas Bemühungen, die Energieversorgung nach dem Wegfall russischer Lieferungen breiter und geopolitisch stabiler aufzustellen.
Hitzewelle in West- und Südwesteuropa
Am gestrigen Dienstag beendete das Strom Frontjahr Base den Handelstag mit einem Minus von 2,2 Prozent bei 92,70 Euro/MWh. Am heutigen Mittwoch um 14:50 Uhr notiert das Strom Cal 27 Base 0,4 Prozent schwächer bei 92,34 Euro/MWh. Die anhaltende Hitzewelle in Europa sorgt in Großbritannien, Frankreich, Spanien und weiteren Ländern für historische Temperaturrekorde. In den Kew Gardens in London wurden am Montag 34,8 Grad Celsius gemessen, womit der bisherige Rekord von 32,8 Grad Celsius aus den Jahren 1922 und 1944 übertroffen wurde. Frankreich meldete für Montag landesweit den heißesten Mai-Tag seit Beginn der Aufzeichnungen. Meteorologen erwarten mehrere weitere Tage mit Temperaturen deutlich über 30 Grad Celsius. Zum Wochenende sollen sich die Temperaturen jedoch wieder in Richtung Normalniveau abkühlen.
Wartungen in Norwegen mehrheitlich abgeschlossen
Das TTF Gas Frontjahr ging am gestrigen Montag mit einem Minus von 4,3 Prozent bei 35,70 Euro/MWh aus dem Handel. Am heutigen Dienstag um 11:05 Uhr notiert das TTF Gas Cal 27 3,8 Prozent fester bei 37,08 Euro/MWh. Die Gasflüsse aus Norwegen stabilisieren sich nach den Großwartungen. Die Exportnominierung für den heutigen Tag liegt bei 288,9 mcm/d nach 285,1 mcm/d am Vortag. Im Wochenvergleich liegt die Nominierung mit 288,9 mcm/d nahezu unverändert bei plus 1,2 Prozent. Ein Großteil der umfangreichen Wartungsarbeiten der vergangenen Wochen ist nun abgeschlossen.
TNAC-Indikator am Freitag erwartet
Die CO2-Zertifikate beendeten den gestrigen Montag mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 76,92 Euro/t CO2. Der EUA-Dezember-26-Future handelt am heutigen Dienstag um 11:05 Uhr 0,1 Prozent fester bei 76,97 Euro/t CO2. Am kommenden Freitag um 18:00 Uhr veröffentlicht die Europäische Kommission die Gesamtzahl der im Umlauf befindlichen Zertifikate (TNAC) im EU-Emissionshandel für das Jahr 2025.
Weiterhin hohe PV-Verfügbarkeit
Am gestrigen Montag beendete das Strom Frontjahr Base den Handelstag mit einem Minus von 2,3 Prozent bei 90,69 Euro/MWh. Am heutigen Dienstag um 11:00 Uhr notiert das Strom Cal 27 Base 1,7 Prozent fester bei 92,20 Euro/MWh. Der Solarertrag bleibt den gesamten Restmonat mit 21 GW Durchschnittsertrag ergiebig. In der ersten Juniwoche sinkt die Einspeisung auf Werte um den langfristigen Mittelwert von rund 16 GW.
Polnischer Senat blockiert Referendum gegen EU-ETS
Die CO2-Zertifikate beendeten den gestrigen Donnerstag mit einem Minus von 1,2 Prozent bei 74,85 Euro/t CO2. Der EUA-Dezember-26-Future handelt am heutigen Freitag um 11:00 Uhr 0,1 Prozent fester bei 75,70 Euro/t CO2. Der polnische Senat hat ein von Präsident Karol Nawrocki vorgeschlagenes Referendum zur EU-Klimapolitik und zum EU-ETS abgelehnt. Die Abstimmung gilt als früher Rückschlag für Nawrockis Versuch, die EU-Dekarbonisierungspolitik politisch anzugreifen, die er für steigende Energiepreise und sinkende Wettbewerbsfähigkeit verantwortlich macht. Das Referendum sollte die Bevölkerung darüber abstimmen lassen, ob EU-Klimamaßnahmen die Lebenshaltungskosten sowie die Kosten für Unternehmen und Landwirtschaft zu stark erhöhen.
Gaseinspeicherung zu langsam
Das TTF Gas Frontjahr ging am gestrigen Donnerstag mit einem Minus von 1,7 Prozent bei 36,70 Euro/MWh aus dem Handel. Am heutigen Freitag um 11:05 Uhr notiert das TTF Gas Cal 27 1,6 Prozent fester bei 37,30 Euro/MWh. Die Einspeicherung verlangsamt sich weiter und bleibt deutlich hinter dem erforderlichen Tempo zurück. Am Mittwoch wurden EU-weit 1.236 GWh/Tag eingespeichert nach 1.806 GWh/Tag am Vortag und etwas weniger als die 1.392 GWh/Tag am Mittwoch der Vorwoche. In Deutschland wurden gar 83 GWh/Tag ausgespeichert nach einer Einspeicherung von 126 GWh/Tag am Vortag.
Windkraft unterdurchschnittlich
Am gestrigen Donnerstag beendete das Strom Frontjahr Base den Handelstag mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 92,45 Euro/MWh. Am heutigen Freitag um 10:55 Uhr notiert das Strom Cal 27 Base 0,2 Prozent schwächer bei 92,25 Euro/MWh. Die Windeinspeisung in Deutschland ist aktuell mit Werten zwischen 4 und 6 GW deutlich unter dem langjährigen Mittelwert von 11 GW. Höhere Einspeisungen werden ab Dienstag mit 12,6 GW und am Mittwoch mit 20,7 GW erwartet. Nach diesem Peak fällt die Windleistung wieder auf Werte um den langfristigen Mittelwert.
Störung an Freeport LNG
Das TTF Gas Frontjahr ging am gestrigen Mittwoch mit einem Minus von 3,1 Prozent bei 37,35 Euro/MWh aus dem Handel. Am heutigen Donnerstag um 11:20 Uhr notiert das TTF Gas Cal 27 0,6 Prozent fester bei 37,56 Euro/MWh. In den USA sind die Gaslieferungen an das Exportterminal Freeport LNG in Texas laut Kpler am 19. Mai deutlich auf nur noch 0,58 Mrd. Kubikfuß/Tag gefallen und lagen damit weit unter der üblichen Auslastung. Bereits seit Anfang April bewegen sich die Feedgas-Mengen unter Normalniveau, nachdem es laut Behördenmeldung Probleme mit dem Kompressorsystem von Train 3 gegeben hatte. Der starke Rückgang deutet auf umfassendere Störungen hin, zusätzliche Wartungsarbeiten werden vermutet.



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