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DailyTrading - Gas
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Urlaubsbedingt entfallen die DailyTrading-Analysen in den Kalenderwochen 33, 34 und 35.

Technische Analyse im Energiehandel Module 1, 2 und 3

15 bis 17. September in Düsseldorf und online

Morningstar als kurzfristiges Umkehrmuster

Stefan Küster
2026-08-07 10:04 am
Im späten Handel am Donnerstag kam es aufgrund bullisher Ölmärkte und einer kurzfristigen Bodenbildung bei Brent Crude im Stundenchart zu einem Rebound (siehe TradingUpdate) und aufgrund der hohen Korrelation zwischen Gas und Öl auch zu einer entsprechenden starken Kursreaktion beim TTF Gas Frontjahr. Unsere Erwartung an eine preisliche Stabilisierung auf der Supportzone bei 38,55-39 Euro/MWh hat sich erfüllt. Zur Erinnerung: Dieser Bereich fungierte in den Monaten April, Mai, Juni als starker Widerstand und wurde Anfang Juli oberseitig durchbrochen. Im Zuge dieses Breakouts stieg der Gas-Future in der Spitze bis auf 46,10 Euro/MWh, woraufhin Gewinnmitnahmen einsetzten, die den Kontrakt wieder bis an die Ausbruchsmarke zurückführten. In der Charttechnik spricht man von einem Pullback, der häufig dazu genutzt wird, erneut Long-Positionen aufzubauen. Am Mittwoch wurde der alte charttechnische Deckel von oben getestet, welcher zusammen mit der 50-Tage-Linie (39,18 Euro/MWh) und dem grünen Aufwärtstrend seit Juni (38,69 Euro/MWh) einen stabilen Kumulationssupport bildete. Zusammen mit den sich wieder stabilisierenden Ölpreisen brauchte es nicht viel, um die Gashändler zum Kaufen zu bewegen. In der Folge stieg TTF Gas Cal 27 im späten Handel am Donnerstag dynamisch an und beendete den kurzfristigen rot gestrichelten Abwärtstrend. Am Ende war ein Kursplus von 6,5 Prozent mit einem Schlusskurs bei 41,77 Euro/MWh die Folge. Zum Start in den Handel am Freitag kommt es zu einer Beruhigung und die Preise fallen zum Zeitpunkt der Stellung der Analyse um 1,3 Prozent und handeln um 9:30 Uhr bei 41,2 Euro/MWh. Die Kursbewegung der letzten drei Handelstage zeigt eine „Morningstar“-Formation aus der Candlestick-Analyse. Der Morningstar ist ein bullishes Kerzenmuster, das aus drei aufeinanderfolgenden Candlesticks besteht und ein mögliches Ende eines Abwärtstrends sowie den Beginn eines neuen kurzfristigen Aufwärtstrends signalisiert. Mit einem Tagesschlusskurs oberhalb des mittleren Bollinger Bandes (41,87 Euro/MWh) hätten die Kurse gute Chancen, auch noch weiter zu steigen, um das Verlaufshoch bei 43,41 Euro/MWh anzusteuern. Ein Anstieg darüber würde sogar den Weg Richtung oberes Bollinger Band bzw. Trendhoch bei 46,1 Euro/MWh ebnen. Auf der Unterseite gilt nun der Bereich 38,55 – 39 Euro/MWh als bestätigter, massiver Support.

Eine Armada von charttechnischen Instrumenten

Stefan Küster
2026-08-06 9:20 am
Nachdem die Notierung des TTF Gas Cal 27 Futures am Dienstag bereits unter die erste relevante Unterstützung, bestehend aus der psychologischen 40-Euro-Marke, dem markanten „Marubozu-Tief“ bei 40,30 Euro/MWh und dem mittleren Bollinger Band, gefallen war, wurde erwartungsgemäß die nächste wichtige Supportzone in Form des alten charttechnischen Deckels aus April/Mai/Juni zwischen 38,55 – 39 Euro/MWh angesteuert. Die 50-Tage-Linie bei 38,98 Euro/MWh zusammen mit der grün gestrichelten Aufwärtstrendgeraden, die ihren Ursprung aus Juni hat, bieten in dieser Region ebenfalls einen soliden Halt. Wir haben es also mit einer ganzen Armada von charttechnischen Instrumenten zu tun, die alle in diesem Bereich zusammenfallen. Da die Verkaufssignale der Indikatoren MACD und RSI mittlerweile einige Tage zurückliegen und ihren Zweck voll erfüllt haben, sollte eine preisliche Stabilisierung auf diesem Niveau nicht verwundern. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Analyse eröffnet das TTF Gas Frontjahr mit einer Aufwärtskurslücke von 0,65 Euro/MWh bei 39,85 Euro/MWh. Die Gashändler zollen dem Kumulationssupport also ihren Respekt. Um der bevorstehenden Anstiegsbewegung weiteren Nachdruck zu verleihen, wäre ein Bruch des steilen Abwärtstrends sowie eine Rückeroberung der 40-Euro-Marke erforderlich. Eine wichtige Orientierungshilfe ist in solchen Fällen stets das mittlere Bollinger Band (41,59 Euro/MWh). Ein Tagesschlusskurs darüber aktiviert das obere Bollinger Band (45,5 Euro/MWh). Auf der Unterseite wäre ein Rutsch unter 38,55 Euro/MWh und im Nachgang unter 37,96 Euro/MWh, dem 61,8%-Fibonacci-Retracement, bearish zu werten. In diesem Szenario haben wir es sogar mit einer ausgeprägten Fallhöhe zu tun. Die Polaritätswechselzone aus Mai/Juni bei 35,5 Euro/MWh könnte als nächstes Kursziel fungieren.

Sehr hohe Korrelation zwischen Gas- und Ölmarkt

Stefan Küster
2026-08-04 2:56 pm
Die Entwicklungen beim Krieg im Nahen Osten haben die Gasmärkte weiterhin fest im Griff. Bemerkenswert ist die wieder sehr hohe Korrelation zwischen Gas- und Ölmarkt. Die Intraday-Korrelation im 5-Minutenchart steht bei über 0,9, womit deutlich wird, dass nahezu jede Marktbewegung beim Brent Crude vom TTF Gas Frontmonat nachvollzogen wird (siehe TradingUpdate). So konnte sich der Preis für Brent-Rohöl am Dienstag zunächst erholen und machte damit einen Teil des ca. 7-prozentigen Rückgangs vom Montag wett, der die Notierungen zuvor auf ein Drei-Wochen-Tief knapp oberhalb von 80 USD/bbl gedrückt hatte. Entspannung erhielt der Markt durch diplomatische Signale aus Katar. Das Emirat erklärte, die Bemühungen um eine politische Lösung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran gemeinsam mit allen beteiligten Parteien fortzusetzen. Allerdings blieb der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus unverändert, sodass Brent Crude am Dienstag teilweise bis auf über 86 USD/bbl anstieg. Die amerikanische Bank Goldman Sachs geht in ihrer Prognose davon aus, dass sich der Brent-Preis zunächst in einer Spanne zwischen 80 und 90 USD/bbl bewegen dürfte. Ein nachhaltiger Ausbruch aus dieser Range sei erst zu erwarten, wenn größere Klarheit über ein mögliches Iran-Abkommen besteht oder es zu einer deutlichen Eskalation des Konflikts kommt. Der Gasmarkt wird diese Bewegung aufgrund der eingangs erwähnten hohen Korrelation nachvollziehen. Eine Positionsnahme im TTF-Gasmarkt bleibt damit ein geopolitischer Trade und die Märkte können sich je nach Entwicklung abrupt in die eine oder andere Richtung bewegen. Aus charttechnischer Sicht bleibt die Unterstützungszone zwischen 40 und 40,30 Euro/MWh ein erster Auffangbereich. Insbesondere im Bereich 38,55–39 Euro/MWh, der im Mai und Juni einen starken Widerstand darstellte, sollte stärkeres Kaufinteresse spürbar werden. Ein Test dieser potenziellen Polaritätswechselzone scheint denkbar, da die zuvor überhitzten Indikatoren RSI und MACD weiterhin Schwäche zeigen und Verkaufssignale generiert haben. Die Korrektur könnte sich daher fortsetzen. Interessant sind zudem die längeren oberen Schatten, also Dochte an den Tageskerzen, die am Montag und auch um 14:30 Uhr am Dienstag beim TTF Gas Cal 27 Future ausgeprägt wurden. Diese deuten darauf hin, dass der bullische Druck über den Tag nicht aufrechterhalten werden kann und die Angebotsseite am Ende dominiert.

Geopolitisches Trading

Stefan Küster
2026-08-03 12:55 pm
Weiterhin reagieren die Gasmärkte sehr erratisch auf die Entwicklungen im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump hat den nach eigenen Angaben größten Militärschlag seit dem Zweiten Weltkrieg gegen den Iran am Wochenende überraschend abgesagt, um Verhandlungen eine Chance zu geben, die er für Montagnachmittag ankündigte. Die Ölpreise reagierten daraufhin mit deutlichen Abschlägen. Der Brent Crude Frontmonat notiert am Montag um 12 Uhr 6,8 Prozent im Minus bei 84 USD/bbl und erholt sich nach einem Tief bei 81,55 USD/bbl bereits wieder etwas. Auch der Gasmarkt stabilisiert sich nach anfänglichen Preisrückgängen. Das TTF Gas Frontjahr handelte im Tagestief bei 40,92 Euro/MWh und steht um 12 Uhr bei 41,5 Euro/MWh. Die Märkte scheinen gelernt zu haben, dass es für eine dauerhafte Euphorie verfrüht sein könnte und jederzeit wieder bullishe Meldungen den Markt belasten können. Die Volatilität bleibt hoch und die Geopolitik hat die Märkte fest im Griff. Eine Positionierung in diesem Umfeld birgt hohe Risiken. Es handelt sich schlichtweg um einen geopolitischen Trade und die Märkte können sich jederzeit dynamisch in die eine oder andere Richtung bewegen. Aus charttechnischer Sicht bleibt die Unterstützungszone zwischen 40 und 40,30 Euro/MWh ein erster Auffangbereich. Insbesondere im Bereich 38,55–39 Euro/MWh, der im Mai und Juni einen starken Widerstand darstellte, sollte stärkeres Kaufinteresse spürbar werden. Ein Test dieser potenziellen Polaritätswechselzone scheint denkbar, da die zuvor überhitzten Indikatoren RSI und MACD Schwäche zeigen und jüngst Verkaufssignale generiert haben. Von daher könnte sich die preisliche Korrektur noch weiter fortsetzen, zumal fundamental zunächst Entspannung in die Märkte zu kommen scheint. Auf der Oberseite stellt das jüngste Verlaufshoch bei 43,41 Euro/MWh einen ersten Widerstand dar. Ein Anstieg darüber würde zu einem Schließen des notierungsfreien Raumes mit der oberen Gap-Kante bei 43,99 Euro/MWh führen, woraufhin im Anschluss das Trendhoch bei 46,10 Euro/MWh angelaufen werden könnte.

Normale, gesunde Korrektur durchlaufen

Stefan Küster
2026-07-31 10:09 am
Das TTF Gas Frontjahr hat im Handel am Donnerstag die Gewinne vom Vortag wieder abgegeben und unter der Eröffnung geschlossen. Nach dem Bruch des grün gestrichelten Aufwärtstrends und der Korrektur am Dienstag bis auf das mittlere Bollinger Band und bis in die Nähe der 40-Euro-Marke sind die Marktteilnehmer derzeit auf Richtungssuche. Die Volatilität war zuletzt auch ausgesprochen hoch und die Geopolitik hat die Märkte durcheinandergewirbelt. Eine Positionsnahme in diesem Umfeld birgt hohe Risiken. Es handelt sich schlichtweg um einen geopolitischen Trade und die Märkte können sich jederzeit dynamisch in die eine oder andere Richtung bewegen. Nach der starken Juni/Juli-Rally haben die Märkte in dieser Woche eine Korrektur bis zum 38,2%-Fibonacci-Retracement durchlaufen. Es handelt sich dabei um eine normale bzw. gesunde Korrektur innerhalb eines starken Trends und gilt in der Technischen Trendanalyse insofern als „konstruktiv“, da davon auszugehen ist, dass sich der Trend im Anschluss fortsetzt. Das mittlere Bollinger Band befindet sich knapp unterhalb dieses Retracements bei 40,64 Euro/MWh. Von daher ist hier ein erster Kumulationssupport zu finden. Aufgrund der stark überhitzten Indikatoren und der noch recht frischen Verkaufssignale beim RSI und MACD könnte ein erneuter Test dieser Unterstützungszone bevorstehen. Insbesondere im Bereich 38,55–39 Euro/MWh sollte stärkeres Kaufinteresse spürbar werden. Oberseitig bildet der notierungsfreie Raum zwischen 43,41 und 43,99 Euro/MWh einen ersten Widerstand. Ein erneutes Eindringen in diesen Bereich wäre kurzfristig bullish zu werten. Ein Preisanstieg über 44 Euro/MWh würde Luft in Richtung Trendhoch bei 46,10 Euro/MWh lassen.
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