DailyTrading - Gas
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"Bearish Engulfing" negiert
Stefan Küster
2026-07-22 2:50 pm
Die Korrelation der Öl- und Gaspreise bleibt mit einem 30-Tage-Korrelationskoeffizienten von 0,8 hoch. Der Ölpreis Brent Crude hat im Handel am Mittwoch mit plus 3 Prozent wieder ordentlich zulegen können und in der Spitze bei 95,46 USD/bbl gehandelt. US Außenminister Marco Rubio erklärte, die USA seien weiterhin bereit, über die Iran-Krise zu verhandeln, was die Märkte nicht besonders beruhigt hat. Die verbale Intervention der Märkte, welche Trump zuletzt erfolgreich betrieben hatte, nutzt sich offenbar ab. Dennoch würden Signale der Annäherung der Kriegsparteien die Märkte wohl auch wieder unter Druck setzen können. In unserer letzten Analyse zum TTF Gas Cal 27 Future machten wir auf das „Bearish Engulfing“ Candlestick-Umkehrmuster aufmerksam, welches durchaus das Potenzial gehabt hätte, die Märkte zu einer Korrektur zu zwingen. Die Bestätigung mit einem preislichen Rückfall unter 41,5 Euro/t CO2 blieb allerdings aus und so kommt es heute nach einer Aufwärtskurslücke von 0,63 Euro/MWh zu einer Überwindung des bisherigen Trendhochs bei 43,40 Euro/MWh. Der Aufwärtstrend wird somit ohne jedwede Konsolidierungsphase weiter fortgesetzt. Als nächster Widerstand kann das Verlaufshoch von Ende März bei 45,36 Euro/MWh herausgearbeitet werden, bis es im Anschluss sogar zu einem erneut Test der psychologischen 50-Euro-Marke kommen könnte. Nach der Überwindung des 61,8%-Fibonacci-Retracements bei 42,28 Euro/MWh ist dies sogar ein wahrscheinliches Szenario. Mögliche Kursrücksetzer finden ab sofort bei 41,50 Euro/MWh einen ersten Support. Darunter wartet die psychologische 40-Euro-Marke sowie der ehemalige charttechnische Deckel bei 39 Euro/MWh, welcher für Handelsaktivitäten genutzt werden könnte.
"Bearish Engulfing" als Candlestick-Umkehrsignal
Stefan Küster
2026-07-21 11:56 am
Die Korrelation der Öl- und Gaspreise bleibt hoch, womit der Blick auf den Ölpreis unerlässlich bleibt. Und Öl treibt die Märkte an, während die Energiehändler mit widersprüchlichen Signalen zu kämpfen haben. Gestrige kurzzeitige Hoffnungen auf eine Vermittlung in dem sich rasch ausbreitenden Krieg im Nahen Osten stehen vor dem Hintergrund eskalierender Angriffe zwischen den USA und dem Iran. Der Brent Crude September-Future hat sich nach einem gestrigen volatilen Handelstag im Schlusskurs kaum von der Stelle bewegt und eine High-Wave-Kerze ausgeprägt (siehe Analyse TradingUpdate). Beim TTF Gas Frontjahr kam es gestern zu einer Candlestick-Umkehrformation in Form eines „Bearish Engulfing“. Zunächst eröffnete der Markt sogar mit einer Aufwärtskurslücke und schloss dann aber unter dem Eröffnungskurs vom Freitag. Ein „Bearish Engulfing“ gilt als starkes Umkehrsignal, benötigt jedoch die Bestätigung zu einen „Three Outside Down“. Diese Bestätigung liegt vor, wenn die Kurse unterhalb des Tiefs der Engulfing-Kerze bei 41,58 Euro/MWh schließen. In diesem Fall ist von einer kurzfristigen Korrektur auszugehen, die im Rahmen einer „Buy The Dip“-Strategie im Aufwärtstrend für den Aufbau von Long-Positionen genutzt werden könnte. Beim TTF Gas Frontjahr stellt die 40-Euro-Marke einen psychologischen Support dar. Darunter könnte der ehemalige charttechnische Deckel bei 39 Euro/MWh für Handelsaktivitäten genutzt werden. Da es sich um eine potenzielle Polaritätswechselzone handelt, ist in diesem Bereich stärkerer Kaufdruck zu erwarten. Das „Bearish Engulfing“ wäre indes negiert, wenn die Kurse über das aktuelle Trendhoch bei 43,4 Euro/MWh ansteigen. Auf der preislichen Oberseite hat der Gasfuture am vergangenen Freitag das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 42,28 Euro/MWh auf Tagesbasis überwunden. Dies gilt in der Technischen Analyse als ein Zeichen von Stärke, woraufhin künftig auch das Märzhoch bei 50 Euro/MWh angelaufen werden könnte.
Teheran gesprächsbereit? Gaspreis kommt etwas zurück...
Stefan Küster
2026-07-20 12:59 pm
Die Rally beim Ölpreis setzte sich am Freitag nach einer dreitägigen Konsolidierungsphase weiter fort. Der Brent Crude September Future übersprang die Marke von 88 USD/bbl und handelte am Montag der KW 30 in der Eröffnung bereits deutlich über 90 USD/bbl (bisheriges Tageshoch bei 91,42 USD/bbl). Davon lässt sich auch der Gasmarkt mit dem TTF Gas Cal 27 Future anstecken und reagiert aufgrund der hohen Korrelation am Montag in der Eröffnung mit 43,4 Euro/MWh ebenfalls bullish. Der Aufwärtstrend wird folglich weiter fortgesetzt, was stets bedeutet, dass auch Absicherungen auf der preislichen Oberseite vorgenommen werden sollten. Die von uns kommunizierten Support-Levels sind charttechnische Stabilisierungsmarken, die sich dafür eignen, im Rahmen einer „Buy The Dip“-Strategie im Aufwärtstrend Long-Positionen bei Kursrücksetzern vorzunehmen. Beim TTF Gas Frontjahr stellt die 40-Euro-Marke einen psychologischen Support dar. Darunter könnte der ehemalige charttechnische Deckel bei 39 Euro/MWh für Handelsaktivitäten genutzt werden. Da es sich um eine potenzielle Polaritätswechselzone handelt, ist in diesem Bereich stärkerer Kaufdruck zu erwarten. Oberseitig hat der Gasfuture am Freitag das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 42,28 Euro/MWh auf Tagesbasis überwunden. Dies gilt in der Technischen Analyse als ein Zeichen von Stärke, woraufhin künftig auch das Trendhoch bei 50 Euro/MWh angelaufen werden könnte.
Ölpreis im Fokus
Stefan Küster
2026-07-17 10:24 am
Unsere Erwartung an ein kurzfristig nachlassendes Aufwärtsmomentum an der relevanten Hürde in Form des 61,8%-Fibonacci-Retracements bei 42,28 Euro/MWh war korrekt. Am Donnerstag kam es erstmals nach einer langen Serie grüner Tageskerzen zu einer roten Candle. Der Ölpreis steht dabei besonders im Fokus (siehe TradingUpdate). Denn dieser ist seit drei Tagen nicht weiter gestiegen. Auch am heutigen Freitag zeigt sich bei Brent Crude eine etwas schwächere Eröffnung. Dies kann sich zwar jederzeit ändern und sollte genau beobachtet werden. Seitwärts laufende Ölpreise nehmen aber auch den Druck vom Gasmarkt. Risiken bestehen aber weiterhin, nachdem die USA und der Iran ihre Angriffe im gesamten Golfgebiet verstärkt haben und Teheran die Houthi-Rebellen aufforderte, sich bereit zu halten, um die Exportroute über das Rote Meer zu sperren. Von daher halten wir an unserer Meinung fest, dass etwaige Kursrücksetzer für den Aufbau von Long-Positionen im Gasportfolio genutzt werden könnten. Beim TTF Gas Frontjahr stellt die 40-Euro-Marke einen ersten Support dar. Darunter könnte der ehemalige charttechnische Deckel bei 39 Euro/MWh für Gaskäufe genutzt werden. Stärkerer Kaufdruck ist hier zu erwarten. Wird das eingangs erwähnte 61,8%-Fibo-Retracement bei 42,28 Euro/MWh allerdings nachhaltig überwunden, gilt dies in der Technischen Analyse häufig als ein Zeichen von Stärke, woraufhin das Trendhoch bei 50 Euro/MWh angelaufen werden könnte.
Nachlassendes Aufwärtsmomentum
Stefan Küster
2026-07-16 9:57 am
In unseren letzten Analysen machten wir auf die "Three Gaps Rule" von Steve Nison aufmerksam, die besagt, dass wenn innerhalb kurzer Zeit drei Gaps hinterneinander in Trendrichtung auftreten, sich der Markt häufig in einer fortgeschrittenen Übertreibungs- bzw. Reifephase befindet. Es steigt damit statistisch die Wahrscheinlichkeit für eine größere Konsolidierung, einen beginnenden Seitwärtsmarkt oder sogar eine kurzfristige Korrektur. Doch die Gaps alleine reichen nicht aus, um wieder bearish zu werden, es sind weitere Signale erforderlich. Denn grundsätzlich sind Aufwärts-Gaps ein Zeichen von Stärke und werden prozyklisch, also in Richtung des Gaps, interpretiert. Der am Dienstag ausgeprägte „Shooting Star“ wurde am gestrigen Mittwoch zwar negiert, deutet jedoch auf eine gewisse Gewinnmitnahmebereitschaft der Gas-Trader hin. Auffällig ist zudem, dass die Ölpreise mit Brent Crude die Rally zuletzt nicht weiter fortsetzten und hier ebenfalls ein „Shooting Star“ ausgepägt wurde (siehe TradingUpdate). Das TTF Gas Frontjahr hat gestern das 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 42,28 Euro/MWh der März-April-Korrektur angesteuert und scheint hier zunächst innehalten zu wollen. Wird dieses Retracement allerdings nachhaltig überwunden, gilt dies in der Technischen Analyse häufig als ein Zeichen von Stärke, woraufhin das Trendhoch bei 50 Euro/MWh angelaufen werden könnte. Doch das nachlassende Aufwärtsmomentum am 61,8%-Fibo-Level bietet die Chance von Kursrücksetzern. Im Falle einer Korrektur liefert die 40-Euro-Marke einen ersten Support. Darunter wartet der ehemalige charttechnische Deckel bei 39 Euro/MWh, welcher im Falle eines Retests von oben zur Polaritätswechselzone werden könnte.






