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DailyTrading - Gas
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Technische Analyse im Energiehandel Module 1, 2 und 3

15 bis 17. September in Düsseldorf und online

Doppelboden am kurzen Ende

Stefan Küster
2026-07-03 9:51 am
In Anbetracht der interessanten charttechnischen Ereignisse am kurzen Ende der Gas-Terminkurve, wollen wir uns heute im Rahmen der DailyTrading-Analysen dem TTF Gas August-Future widmen (rollierender Chart). Denn der Gas-Frontmonat hat am Donnerstag 3,5 Prozent zugelegt und handelte am Tagesende bei 44,6 Euro/MWh. Dabei wurde das Zwischenhoch vom 22.06. bei 43,8 Euro/MWh überwunden, womit eine untere Umkehr in Form eines Doppelbodens vorliegt. Weiter steigende Preise könnten aus Sicht der Formationsanalyse in den nächsten Tagen die Folge sein. Das aus der Formationshöhe ableitbare Kursziel liegt bei 48 Euro/MWh. Ein Preisrückgang unter 40 Euro/MWh würde die Bodenbildung indes negieren. Vom kurzen Ende her entsteht folglich „charttechnischer Druck“, welcher auch das TTF Gas Frontjahr stützend dürfte. Mit der Eröffnung am Freitag kommen die Kurse des August-Futures wieder etwas zurück. Dieser handelt gegen 09:30 Uhr 1 Prozent im Minus bei 44,18 Euro/MWh.

Kumulationszone im Visier

Stefan Küster
2026-07-02 9:34 am
Einmal mehr erklärte US-Präsident Trump, dass gute Fortschritte in den Gesprächen zwischen den USA und Iran erzielt würden. Das verwundert, weil die iranische Seite gar bestreitet, dass überhaupt verhandelt wird. Die Lage am Gasmarkt bleibt also höchst unübersichtlich und die Risikofaktoren, wie zu geringe Gaslagerbestände, eine erhöhte asiatische LNG-Nachfrage, geringere LNG-Sendouts in Europa und erneut heiße Temperaturen im Juli, bleiben bestehen. Charttechnisch wirkt die derzeitige Ausgangslage kurzfristig neutral. So befindet sich das TTF Gas Frontjahr in einer engen Trading-Range zwischen 35,47 Euro/MWh auf der Ober- und 33,66 Euro/MWh auf der Unterseite. Die Oberseite wird vom mittleren Bollinger-Band bei 35,42 Euro/MWh zusätzlich abgerundet. Da es sich zudem um eine bestätigte Polaritätswechselzone handelt, stellt dieser Bereich eine starke Kumulationszone dar. Eine Überwindung dieses Levels wäre als charttechnisches Kaufsignal zu werten, woraufhin mit einem Schließen des noch offenen Down-Gaps vom 15.06. mit der oberen Gap-Kante bei 36,83 Euro/MWh gerechnet werden kann. Die Unterkante der Trading-Range bei 33,66 Euro/MWh stellt einen ersten stabilen Support dar. Mit der darunter liegenden 200-Tage-Linie bei rund 33 Euro/MWh und dem Korrekturtief von Mitte April bei 32,3 Euro/MWh handelt es sich folglich um eine äußerst breite und stabile Auffangzone, welche für Trading-Aktivitäten prädestiniert erscheint.

Polaritätswechselzone erneut im Fokus

Stefan Küster
2026-07-01 1:56 pm
Und erneut beweist sich die Charttechnik als unverzichtbares Hilfsmittel für Handels- beziehungsweise Beschaffungsentscheidungen im Gas-Portfolio-Management. Nachdem es am 22.06.2026 zu einem Polaritätswechsel in Form eines „Bearish Belt Hold“ Candlestick-Umkehrmusters kam (siehe vertikale schwarze Pfeile), fiel die Notierung des TTF Gas Frontjahres nahezu exakt bis auf das vorherige Tief vom 18.06. bei 33,66 Euro/MWh zurück. Die Stabilisierung der Kurse auf diesem Support gelang und in den letzten beiden Handelstagen ging es mit den Preisen wieder aufwärts. Am Mittwoch steht die beschriebene Polaritätswechselzone bei 35,47 Euro/MWh erneut zur Disposition. Ein Anstieg darüber dürfte den Gasbullen allerdings nicht leicht fallen, denn verstärkt wird diese Hürde mittlerweile durch das fallende mittlere Bollinger-Band bei 35,54 Euro/MWh. Kommt es in den nächsten Handelstagen wieder zu einem Candlestick-Umkehrsignal, erscheint ein erneuter Rückgang der Preise bis auf die Unterstützung bei 33,66 Euro/MWh wahrscheinlich. Bei diesem Vorhaben kann das mittlere Bollinger-Band (35,54 Euro/MWh) als eine enge Absicherung dienen. Denn ein Tagesschlusskurs oberhalb dieses 20-Tage-SMA würde ein Kaufsignal generieren, woraufhin mit einem Schließen des noch offenen Down-Gaps vom 15.06. mit der oberen Gap-Kante bei 36,83 Euro/MWh gerechnet werden kann.

200-Tage-Linie nicht mehr all zu weit entfernt

Stefan Küster
2026-06-26 9:47 am
Der TTF Gas Cal 27 Future hat im gestrigen Handel das Tief vom 18.06. bei 33,66 Euro/MWh schon fast wieder erreicht. Im Low ging es hinunter bis auf 33,75 Euro/MWh, woraufhin wieder leichter Kaufdruck entstand. Die 200-Tage-Linie ist mit knapp 33 Euro/MWh auch nicht mehr all zu weit entfernt und dürfte bereits jetzt stützend wirken. Abgerundet wird dieser Bereich vom unteren Bollinger Band, welches sich ebenfalls bei 33 Euro/MWh befindet. Die 200-Tage-Linie gilt als eine der meistbeachteten technischen Werkzeuge überhaupt, weil sie von einer Vielzahl institutioneller Marktteilnehmer als Trennlinie zwischen langfristigem Auf- und Abwärtstrend definiert wird. Hedgefonds verstärken diese Wirkung, indem ihre algorithmischen Handelssysteme beim Über- oder Unterschreiten der 200-Tage-Linie automatisch Kauf- bzw. Verkaufssignale generieren und so binnen kurzer Zeit erhebliche Volumina bewegen. Und die Rolle der Hedgefonds im europäischen Gasmarkt hat bekanntermaßen in den letzten Jahren wieder erheblich zugenommen. Da sich unterhalb der 200-Tage-Linie das markante Apriltief bei 32,3 Euro/MWh befindet, stellt der Bereich 33-32,3 Euro/MWh eine starke Auffangzone dar.

"Bearish Belt Hold" hat uns nicht enttäuscht

Stefan Küster
2026-06-25 9:44 am
Im gestrigen Handel am Mittwoch kamen die Preise des TTF Gas Frontjahres mit minus 2 Prozent auf 34,26 Euro/MWh deutlicher zurück. Zur Eröffnung am heutigen Donnerstag handelt der Future weitgehend unverändert im Vergleich zum Vortag bei 34,3 Euro/MWh. Am Montag kam es nach dem Kerzenmuster eines „Bearish Belt Hold“ zu einem Polaritätswechsel an der Marke 35,5 Euro/MWh. Das bearishe Candlestick-Umkehrmuster hat uns bislang also nicht enttäuscht und zu fallenden Preisen geführt. Ein Test des Tiefs von letzter Woche Donnerstag bei 33,66 Euro/MWh erscheint weiterhin möglich. Dabei ist zu beachten, dass die Korrelation zum Ölmarkt zwar nachgelassen hat, die Gashändler bei steigenden Ölpreisen aber dennoch auf den „Buy-Button“ bei Gas klicken könnten. Brent Crude hat das Preisniveau von vor dem Krieg erreicht. Von daher stellt sich im Öl schon die Frage, wie viel Downside-Potential hier noch besteht. Ein Rebound bei den Ölpreisen sollte auch bei den Gaspreisen zu spüren sein. Nun zurück zum Chart: Unterhalb von 33,66 Euro/MWh stellt der Bereich 33-32 Euro/MWh eine relevante Supportzone dar. Hier befinden sich die 200-Tage-Linie (32,9 Euro/MWh) und das Korrekturtief von Mitte April (32,3 Euro/MWh). Verstärktes Kaufinteresse darf in dieser Region erwartet werden.
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