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EMD vom 17.03.2026
17.03.2026
9:17
Uhr
In der vergangenen Nacht gab es erneut iranische Angriffe auf Energieanlagen im Persischen Golf. Ein Gasfeld der VAE wurde offenbar beschädigt. Beim Ringen um Nato-Unterstützung für die Sicherung der Straße von Hormus gab es für US-Präsident Trump bislang keine Hilfszusagen. Nach dem gestrigen Preisverfall bei Brent Crude stieg der Frontmonat im bisherigen Handel über die 105 US-Dollar/bbl-Marke und steht um 8:45 Uhr bei 103,4 US-Dollar/bbl. Der Gasmarkt legt heute bislang ebenfalls leicht zu. Die EUAs zeigen sich vor dem EU-Gipfel Ende der Woche hingegen weiterhin schwach. Morgen steht zudem der EUA-Optionsverfall an.
Bullishe Faktoren

Das Shah-Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat die Förderung nach dem gestrigen Drohnenangriff vorerst eingestellt. Behörden begutachten aktuell die Schäden.

Die Windeinspeisung bleibt abgesehen vom morgigen Mittwoch (15,4 GW) schwach und liegt mit Werten zwischen 4,1 und 9,8 GW deutlich unter dem langjährigen Mittelwert von 15 GW. Werte um oder über dem Klimamittel werden erst ab dem 25.3. erwartet. Für morgen wird aufgrund der hohen Windverfügbarkeit ein Day Ahead Base-Preis von rund 97 Euro/MWh erwartet.

Die norwegischen Gasexportnominierungen liegen am Dienstag bei 332,4 mcm/d nach 341,1 mcm/d am Montag. Mit der heute beginnenden Wartung an der Gasanlage Kårstø (Entfall von 6,6 mcm/d) summieren sich die derzeitigen Wartungsausfälle auf 31,1 mcm/d. Es liegen keine ungeplanten Ausfälle vor.

Die Sendouts der europäischen LNG-Terminals werden für heute mit rund 2600 GWh/d erwartet und damit auf dem Niveau der letzten Tage. Auch wenn zahlreiche LNG-Tanker zuletzt von Europa in Richtung Asien umgeleitet wurden, bleiben die Sendouts bis Monatsende voraussichtlich stabil im Bereich von 2500 GWh/d. Die europäischen LNG-Importe (NWE) werden in der KW 12 laut Kpler um 11,3 Prozent ansteigen und liegen über dem Niveau der beiden Vorjahre. In der KW 11 gab es allerdings einen starken Rückgang um 22,6 Prozent, so dass der Vergleichswert verzerrt ist. Ab der kommenden Woche rechnet Kpler mit sinkenden Importen. Die Blockade der Straße von Hormus und die Umleitungen machen sich erst mit zeitlicher Verzögerung bemerkbar.

Die Befüllung der deutschen Gasspeicher für den kommenden Winter wird laut dem Verband der deutschen Speicherbetreiber (Ines) durch fehlende wirtschaftliche Anreize erheblich erschwert. Ursache ist ein negativer Winter-Sommer-Preisspread, bei dem Gas für den Winter aktuell günstiger ist als für den Sommer, verstärkt durch steigende Preise infolge der geopolitischen Risiken in Nahost. Laut Ines-Berechnungen ist ein Speicherfüllstand von bis zu 81 Prozent bis zum Winter technisch möglich. Angesichts aktuell niedriger Füllstände von rund 22 Prozent besteht aber Risiko für die Versorgungssicherheit im kommenden Winter. Der Verband fordert daher regulatorische Anpassungen und bringt erneut eine strategische Gasreserve ins Spiel.

Bearishe Faktoren

Die Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) verfügen IEA-Chef Fatih Birol zufolge noch über 1,4 Milliarden Barrel Öl-Notreserven und könnten bei Bedarf weitere Ölvorräte freigeben. „Trotz dieser enormen Freigabe haben wir immer noch große Vorräte. Die derzeitige Freigabe wird, sobald sie abgeschlossen ist, die Notvorräte in den IEA-Ländern nur um etwa 20 Prozent reduzieren“, sagt Birol laut n-tv.

Die EUA-Notierungen gaben am gestrigen Montagnachmittag deutlich nach und machten frühere Zugewinne zunichte, nachdem ein Schreiben der Europäischen Kommission bekannt wurde (siehe Rückblick). Darin wird bestätigt, dass der Marktmechanismus überprüft werden soll, um kurzfristig die Preisvolatilität zu begrenzen. Die Marktteilnehmer reagierten sensibel auf diese Signale, obwohl es keine wirklichen Neuigkeiten waren und die politische Debatte bereits seit Wochen läuft. Zusätzlich bleibt ein Vorschlag Italiens im Fokus, die Kosten des Emissionshandels für gasbasierte Stromerzeugung vorübergehend auszusetzen, auch wenn kurzfristig keine Entscheidung erwartet wird. Frankreich setzt sich dafür ein, den EU-Emissionshandel über das bisher erwartete Ende hinaus bis 2050 zu verlängern und die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten für bestimmte Industrien über 2034 hinaus fortzuführen. Der EU-Gipfel am 19. und 20. könnte weitere Impulse für den Markt aussenden.

Die Temperaturen in Deutschland bleiben weiterhin über dem langjährigen Mittelwert von 6,2 Grad Celsius bei Werten zwischen 6,4 und 7,3 Grad Celsius. Die neuesten Prognosen zeigen im Gegensatz zu den gestrigen Vorhersagen auch am kommenden Wochenende durchschnittliche Temperaturen. Die größten Abweichungen ergeben sich zum Monatsende: Statt der gestern erwarteten 4 bis 5 Grad Celsius bleiben die Temperaturen laut neustem Modelllauf nur leicht unterdurchschnittlich.

Neutrale Faktoren

Die um 10:00 Uhr anstehenden ZEW-Daten sind die ersten wichtigen Konjunkturindikatoren aus Deutschland seit Ausbruch des Iran-krieges und dürften daher besonders genau beobachtet werden. Von Reuters befragte Experten rechnen damit, dass der Ölpreisschock die Erwartungen der Experten deutlich dämpfen wird.

Vorläufige Einschätzung

Wir bleiben aufgrund der weiterhin hohen Unsicherheit im Nahen Osten weiterhin bullish für die fossilen Energieträger Öl, Gas und Kohle. Die Straße von Hormus bleibt weiterhin blockiert und es gibt zunehmend Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Ob es zudem noch zu einem Einsatz von US-Bodentruppen auf der iranischen „Ölexportinsel“ Kharg kommt, ist weiterhin fraglich. Dies würde abermals eine neue Eskalationsstufe bedeuten. Die EUAs geraten vor dem EU-Gipfel am 19. und 20.3. zunehmend unter Druck. Neben Italien und Deutschland will auch Frankreich den Klimaschutz lockern, womit die Richtung eigentlich klar ist. Es geht nur noch um das genaue Wann und Wie. Wir bleiben daher bearish für die EUAs. Den Strommarkt sehen wir in diesem Spannungsfeld neutral.

Portfolio- und Risikomanagement im Energiehandel

20. und 21.04.2026

Herausgeber:
EnerChase GmbH & Co. KG, (im Folgenden "enerchase"),
Sitz:
Willich, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Krefeld unter HRB 13893 diese vertreten durch die Geschäftsführer Stefan Küster und Dennis Warschewitz.
Autoren: Dennis Warschewitz, Stefan Küster, Tobias Waniek
Hinweis zur Methodik: Die Markteinschätzung beruht auf fundamentaler und technischer Analyse. Der Zeitrahmen, auf die sich die Tendenzaussagen beziehen, ist jeweils ein Tag. Die Tendenzen werden im täglichen Rhythmus veröffentlicht.
Mögliche Interessenkonflikte:
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