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TTF Gas Frontjahr

2026-09-07 10:45 pm
Am vergangenen Wochenende eskalierte der Konflikt zwischen den USA und dem Iran mit den bislang größten wechselseitigen Tankerangriffen. Das US-Militär griff drei iranische Rohöltanker an, nachdem die Revolutionsgarden zuvor zwei US-Kriegsschiffe mit ballistischen Raketen attackiert hatten. Im Gegenzug griff der Iran drei Tanker an, die die Straße von Hormus auf einer nicht autorisierten Route passierten. Beide Seiten signalisieren, sich auf einen langen Konflikt einzustellen. Hinzu kommt weiterhin die angespannte Lage der europäischen Gasversorgung mit leeren Gasspeichern und norwegischen Wartungen, was die Anfälligkeit für exogene Schocks im Winter, wie eine Kältewelle oder Windflaute, erhöht. Mögliche stärkere Preisrücksetzer bleiben daher eine sinnvolle Gelegenheit für Absicherungen. Eine enge Grenze beschreibt das März-Hoch bei 50,60 Euro/MWh, darunter bieten das Vorwochentief bei 45,38 Euro/MWh und das Verlaufstief bei 42,28 Euro/MWh mögliche Preisniveaus für Absicherungen. Sollte es nach der derzeitigen militärischen Eskalation doch wieder diplomatische Erfolgsmeldungen geben, könnte auch der Verkaufsdruck wieder ansteigen. Dann rücken perspektivisch die 40-Euro-Marke und das Verlaufstief bei 38,58 Euro/MWh als weitere Absicherungsniveaus in den Blick.

Strom Frontjahr Base

2026-09-07 10:45 pm
Der Gasmarkt bleibt weiterhin der wesentliche Preistreiber für die Strompreise. Mit weiteren Eskalationen am Wochenende in Nahost eröffnen die Gasmärkte mit Kaufdruck, was sich unmittelbar auch auf die Strom-Futures auswirkt. Auch abseits davon bleibt die Gesamtlage angespannt. In Frankreich kommt es weiterhin zu hitzebedingten KKW-Einschränkungen, regional werden laut Météo France bis zu 36 Grad Celsius erwartet, eine Abkühlung zeichnet sich allerdings ab Mittwoch ab. Auch in der Schweiz und in Norwegen macht sich anhaltende Trockenheit bemerkbar mit Wasserspeichern unterhalb der Normalwerte. In Norwegen fielen die Wasserspeicher der südnorwegischen Preiszone NO2 gar auf den niedrigsten Stand für diese Jahreszeit seit Beginn der NVE-Aufzeichnungen 1996. Die EUAs konnten zuletzt zwar nicht mehr merklich zulegen, verbleiben aber oberhalb der Unterkante des intakten Aufwärtstrendkanals, obwohl sich rückläufige Netto-Long-Positionen der Investmentfonds zeigt. Insofern besteht in Summe weiterhin ein hohes Aufwärtsrisiko. Preisrücksetzer bieten sich daher für Hedging-Aktivitäten an. Eine enge Grenze beschreibt das Freitagstief bei 119,42 Euro/MWh. Darunter befindet sich bei den ehemaligen Verlaufshochs bei 114,70–113,17 Euro/MWh ein Preisniveau für Absicherungen. Weitere Supports liegen bei 110,40 Euro/MWh sowie bei 106,97 Euro/MWh.

EUA-Dezember-Future

2026-09-07 10:45 pm
Der EUA-Dez-26-Future verbleibt weiterhin in dem seit April intakten mittelfristigen Aufwärtstrendkanal. Am Freitag stieg der Kontrakt intraday über das Verlaufshoch bei 84,72 Euro/t CO2 bis auf 84,97 Euro/t CO2, schloss den Handelstag und damit die Handelswoche aber wieder darunter. Ein nachhaltiger Anstieg über 84,72 Euro/t CO2 würde das Juli-Hoch bei 86,91 Euro/t CO2 als nächstes Kursziel in den Blick rücken. Preisrücksetzer bleiben entsprechend eine geeignete Absicherungsgelegenheit. Dafür bietet sich zunächst die Unterkante des Aufwärtstrendkanals bei aktuell 82,59 Euro/t CO2 in Verbindung mit dem Verlaufstief bei 81,86 Euro/t CO2 an. Darunter bieten das Verlaufstief bei 80,98 Euro/t CO2 und der 200-Tage-EMA bei aktuell 79,19 Euro/t CO2 weitere mögliche Auffangbereiche. Aus fundamentaler Sicht rücken die Ende September fällige Compliance-Frist sowie die nun entscheidende politische Phase für die ETS-Reform näher. Allerdings steigt ab September das Auktionsvolumen am EUA-Markt und die Investmentfonds bauen weiter Netto-Long-Positionen ab.