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Technische Analyse im Energiehandel Module 1, 2 und 3

15 bis 17. September in Düsseldorf und online

TTF Gas Frontjahr

2026-06-19 9:45 am
Die Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran hat den Gasmarkt zuletzt unter Druck gesetzt. Die für heute geplanten Folgegespräche in der Schweiz wurden jedoch abgesagt, was den Markt am Freitagmorgen etwas stützt. Nun scheint die Straße von Hormus vorerst wieder geöffnet zu sein, doch der Iran verlangt künftig für jede Hormus-Passage einen Antrag. Die Verhandlungsergebnisse bleiben somit abzuwarten, Nahost bleibt ein großes geopolitisches Risiko. Die preisstützenden Themen abseits von Hormus bleiben auch bestehen, insbesondere die schwache Gaseinspeicherung und die Hitzewelle. Preisrücksetzer bieten sich daher weiterhin als Kaufgelegenheit an. Aktuell stabilisiert sich der Jahres-Future wieder auf dem Verlaufstief von 34 Euro/MWh. Darunter bieten die 200-Tage-Linie bei aktuell 32,83 Euro/MWh und das Verlaufstief vom 17.4. bei 32,3 Euro/MWh einen möglichen Auffangbereich. Bei einem dynamischen Abverkauf werden die 30-Euro-Marke und der Support bei 27,90 Euro/MWh interessant.

Strom Frontjahr Base

2026-06-19 9:45 am
Der Strommarkt konnte dem Abwärtsdruck des Gasmarktes zuletzt nur bedingt folgen, denn das Verkaufsinteresse wird begrenzt durch die festeren EUAs, die von der Deal-Euphorie an den Finanzmärkten gestützt werden. Hinzu kommen die drohenden Hitzewellen mit einer möglichen Drosselung französischer Kernkraftwerke. Die Restunsicherheit eines nachhaltigen Abkommens bleibt zudem vorhanden, sodass Preisrücksetzer weiterhin interessant für Absicherungen sind. Mit dem Rückfall unter den Support bei 93,75 Euro/MWh bieten sich bei weiteren Abschlägen die 90-Euro-Marke und das Verlaufstief bei 88,31 Euro/MWh an. Die 200-Tage-Linie bei aktuell 87,19 Euro/MWh stellt die nächste Unterstützungszone dar.

EUA-Dezember-Future

2026-06-19 9:45 am
Die EUAs profitierten zuletzt von der Finanzmarkteuphorie und dem bestätigten EU-UK-Gipfel am 22. Juli zur Verknüpfung der Emissionsmärkte, der die UKAs und damit die EUAs zuletzt beflügelt hat. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass eine Zusammenführung der Märkte mittelfristig bearish für EUAs wäre, da sich die teureren EUAs den günstigeren UKAs annähern sollten. Die 80-Euro-Marke, an der die EUAs derzeit notieren, stellt zudem einen stärkeren Widerstand dar. Der Reformentscheid beim EU-ETS am 15. Juli, und zuvor der Optionsverfall am 24. Juni, bleiben zudem ein Volatilitätstreiber. Bei wieder fallenden Notierungen stellt die 200-Tage-Linie bei aktuell 77,08 Euro/t CO2 eine relevante Orientierungsmarke für Absicherungen. Darunter kommen die 75-Euro-Marke sowie das Verlaufstief bei 72,43 Euro/t CO2 als mögliche Niveaus für Hedging-Aktivitäten infrage. Ein nachhaltiger Anstieg über 80 Euro/t CO2 wäre dagegen ein bullishes Signal.
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