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© Chevron
Nur schwache oder sogar zweifelhafte Entlastungsfaktoren
2026-09-07 12:40 pm
Die Lage am Erdgasmarkt hat sich zuletzt weiter zugespitzt, weil sich der Sommer unweigerlich dem Ende zuneigt und das Zeitfenster für die Befüllung der Speicher immer kleiner wird. Auch Bundeskanzler Merz hat die niedrigen Speicherstände inzwischen thematisiert, was wiederum den Druck auf die ohnehin schon kritisch beäugte Wirtschaftsministerin Reiche erhöhte. Dies ist deshalb der Fall, weil in den meisten Analyseszenarien die Europäische Union mit Lagerbeständen in den Winter starten wird, die auf oder nahe dem niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt liegen. Niedrige Bestände erhöhen wiederum die Wahrscheinlichkeit wetterbedingter Preisspitzen, zumal wenn die EU unter Zeitdruck versucht, sich zusätzliches LNG am Spotmarkt zu sichern. Diesem Szenario will sich zwar niemand aussetzen, doch woher sollen die benötigten Mengen an Erdgas zu einem einigermaßen akzeptablen Preis kommen?

enerchase connect 2026 - Vernetzen. Verstehen. Vorausdenken.

01. Oktober 2026 in Wuppertal

Defense Visual Information Distribution Service (Public Domain)
Nahost eskaliert erneut – Speicherlücke und Wartungen stützen Energiemärkte
2026-08-31 12:25 pm
Die jüngste Eskalation im Nahen Osten rückt die Straße von Hormus zum Wochenstart erneut in den Fokus der Energiemärkte. Gleichzeitig sorgen niedrige Gasspeicherstände, die beginnende norwegische Wartungssaison und anhaltende Einschränkungen bei den LNG-Flüssen für zusätzliche Aufmerksamkeit.
U.S. Navy (Public Domain)
Speicherlücke wird zum Politikum – Nahostkonflikt bleibt ungelöst
2026-08-24 12:55 pm
Historisch niedrige Gasspeicherstände rücken zunehmend in den politischen Fokus, während der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter eskaliert. Gleichzeitig sorgen niedrige Rheinpegel, Einschränkungen der französischen Kernkraftflotte und Probleme bei Raffinerieprodukten für zusätzlichen Druck auf die Energiemärkte. Trotz einzelner Entlastungssignale bleibt das Gesamtbild für Gas, Strom, Öl und Kohle bullish.
Quelle: Wikimedia / JKremona©
Gesamtlage bleibt angespannt – Kein Ausweg am Golf, eher eine neue Normalität
2026-08-17 4:40 pm
Dass die fundamentalen Herausforderungen nicht zu leugnen seien, hat sich in der KW 33 bestätigt. Die physische Angebotskrise in Europa verschärfte sich über die Woche deutlich, von Frankreichs Kernkraft über die Wasserkraft in halb Europa bis zum Rhein, und gipfelte in Rumäniens komplettem Reaktorstillstand. Geopolitisch zeichnet sich statt einer Lösung eine Art Verstetigung des Status quo ab. Irans Außenminister Araqchi erklärte am Samstag, eine Entscheidung über die Wiederaufnahme direkter Verhandlungen mit den USA sei noch nicht gefallen, während US-Präsident Trump mit einer möglicherweise dauerhaften Seeblockade gegen den Iran droht und seine Wähler bereits auf anhaltend hohe Kraftstoffpreise vorbereitet, im Laufe der Woche sollen zudem weitere Sanktionen gegen Teheran in Kraft treten. Das liest sich weniger nach einer kurzfristigen Öffnung der Meerenge als nach der Bereitschaft, sich mit einer teureren, aber kontrollierten Durchfahrt dauerhaft zu arrangieren.
KI-generiert
Fundamentales Umfeld spricht weiterhin für steigende Notierungen
2026-08-10 12:30 pm
Die KW 32 blieb geopolitisch angespannt: Nach der abgesagten US-Militäraktion gegen den Iran gab Brent Crude bis Montagabend rund 8,2 Prozent nach, eine in Aussicht gestellte Hormus-Einigung drückte die Notierungen am Dienstag weiter. Die am Mittwoch gemeldete Iran-Oman-Einigung über eine Hormus-Schifffahrtsroute erwies sich rasch als brüchig: Der Schiffsverkehr brach laut Kpler ein statt sich zu normalisieren, was am Donnerstag eine kräftige Gegenbewegung auslöste. Zum Wochenausklang verschärfte sich die Lage weiter: Huthi-Angriffe auf einen saudischen Tanker und eine Eskalation im Südlibanon ließen Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan einen Verteidigungspakt ankündigen. Trump bezeichnete Hormus zwar als „sozusagen offen", nannte aber keinen Zeitpunkt mehr, während Iran laut Reuters ein Gesetz zur Sperrung „feindlicher" Schiffe mit Strafzahlungen von bis zu 20 Prozent des Frachtwerts prüft. Strukturell dominieren weiterhin die Aufwärtsrisiken: leere Gasspeicher, hoher Wettbewerb um LNG-Mengen aus Asien, die angespannte Wassersituation in Europa (rekordtiefe Pegelstände am Rhein) und übergeordnet die ungelöste Nahostfrage. Goldman Sachs warnt in diesem Zusammenhang vor einem „Twin-Deficit" aus Diesel und Erdgas und hält unter anderem an ihrer TTF-Gaspreisprognose von 60 Euro/MWh für das dritte Quartal fest. Gestützt wird dieses Bild zusätzlich von einer robusteren Weltwirtschaft mit Rekordständen an den Aktienmärkten und einer auf 60 Prozent gestiegenen Wahrscheinlichkeit einer unveränderten Fed-Leitzinsentscheidung.
U.S. Navy (Public Domain)
Nahost-Risiken, Hitzewellen und knapper Gasmarkt treiben die Volatilität
2026-08-03 1:00 pm
Die Energiemärkte blieben in KW 31 von einem schnellen Wechsel zwischen diplomatischen Entspannungssignalen und erneuter militärischer Eskalation geprägt. Während Meldungen zu Waffenruhe und Verhandlungen deutliche Preisrückgänge auslösten, führten Raketen- und Drohnenangriffe umgehend zu kräftigen Gegenbewegungen. Gleichzeitig verschärften niedrige LNG-Importe, schwache Speicherstände, hitzebedingte Einschränkungen der französischen Kernkraft und niedrige Rheinpegel die physische Marktlage.
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