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© Deutsche Börse AG
Rally pausiert – geopolitische Risiken und Speicherfrage bleiben ungelöst
2026-09-21 1:10 pm
Die Rally an den Energiemärkten hat zuletzt deutlich an Dynamik verloren, obwohl die geopolitischen Risiken und die angespannte Versorgungslage fortbestehen. Gleichzeitig sorgen schwache Gasspeicherstände, der bevorstehende Höhepunkt der norwegischen Wartungssaison und die unsichere Lage im Nahen Osten weiter für Nervosität. Gegenwind kommt zunehmend von der Konjunktur, steigenden Zinsen und einer nachlassenden spekulativen Unterstützung der Aufwärtsbewegung.

enerchase connect 2026 - Vernetzen. Verstehen. Vorausdenken.

01. Oktober 2026 in Wuppertal

© Pixabay
„If you panic, panic first“ – Nahost-Eskalation trifft auf Nervosität vor dem Winter
2026-09-14 12:55 pm
Die Energiemärkte bleiben nach der jüngsten Rally von hoher Nervosität geprägt. Während eine Korrektur zunehmend plausibel erscheint, sorgen die erneute Eskalation im Nahen Osten, knappe physische Energieströme und die Sorge vor dem Winter für anhaltenden Preisdruck.
© Chevron
Nur schwache oder sogar zweifelhafte Entlastungsfaktoren
2026-09-07 12:40 pm
Die Lage am Erdgasmarkt hat sich zuletzt weiter zugespitzt, weil sich der Sommer unweigerlich dem Ende zuneigt und das Zeitfenster für die Befüllung der Speicher immer kleiner wird. Auch Bundeskanzler Merz hat die niedrigen Speicherstände inzwischen thematisiert, was wiederum den Druck auf die ohnehin schon kritisch beäugte Wirtschaftsministerin Reiche erhöhte. Dies ist deshalb der Fall, weil in den meisten Analyseszenarien die Europäische Union mit Lagerbeständen in den Winter starten wird, die auf oder nahe dem niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt liegen. Niedrige Bestände erhöhen wiederum die Wahrscheinlichkeit wetterbedingter Preisspitzen, zumal wenn die EU unter Zeitdruck versucht, sich zusätzliches LNG am Spotmarkt zu sichern. Diesem Szenario will sich zwar niemand aussetzen, doch woher sollen die benötigten Mengen an Erdgas zu einem einigermaßen akzeptablen Preis kommen?
Defense Visual Information Distribution Service (Public Domain)
Nahost eskaliert erneut – Speicherlücke und Wartungen stützen Energiemärkte
2026-08-31 12:25 pm
Die jüngste Eskalation im Nahen Osten rückt die Straße von Hormus zum Wochenstart erneut in den Fokus der Energiemärkte. Gleichzeitig sorgen niedrige Gasspeicherstände, die beginnende norwegische Wartungssaison und anhaltende Einschränkungen bei den LNG-Flüssen für zusätzliche Aufmerksamkeit.
U.S. Navy (Public Domain)
Speicherlücke wird zum Politikum – Nahostkonflikt bleibt ungelöst
2026-08-24 12:55 pm
Historisch niedrige Gasspeicherstände rücken zunehmend in den politischen Fokus, während der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter eskaliert. Gleichzeitig sorgen niedrige Rheinpegel, Einschränkungen der französischen Kernkraftflotte und Probleme bei Raffinerieprodukten für zusätzlichen Druck auf die Energiemärkte. Trotz einzelner Entlastungssignale bleibt das Gesamtbild für Gas, Strom, Öl und Kohle bullish.
Quelle: Wikimedia / JKremona©
Gesamtlage bleibt angespannt – Kein Ausweg am Golf, eher eine neue Normalität
2026-08-17 4:40 pm
Dass die fundamentalen Herausforderungen nicht zu leugnen seien, hat sich in der KW 33 bestätigt. Die physische Angebotskrise in Europa verschärfte sich über die Woche deutlich, von Frankreichs Kernkraft über die Wasserkraft in halb Europa bis zum Rhein, und gipfelte in Rumäniens komplettem Reaktorstillstand. Geopolitisch zeichnet sich statt einer Lösung eine Art Verstetigung des Status quo ab. Irans Außenminister Araqchi erklärte am Samstag, eine Entscheidung über die Wiederaufnahme direkter Verhandlungen mit den USA sei noch nicht gefallen, während US-Präsident Trump mit einer möglicherweise dauerhaften Seeblockade gegen den Iran droht und seine Wähler bereits auf anhaltend hohe Kraftstoffpreise vorbereitet, im Laufe der Woche sollen zudem weitere Sanktionen gegen Teheran in Kraft treten. Das liest sich weniger nach einer kurzfristigen Öffnung der Meerenge als nach der Bereitschaft, sich mit einer teureren, aber kontrollierten Durchfahrt dauerhaft zu arrangieren.
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