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DailyTrading - CO2
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Technische Analyse im Energiehandel Module 1, 2 und 3

15 bis 17. September in Düsseldorf und online

Rounding-Bottom noch unbestätigt

Stefan Küster
2026-08-07 10:04 am
Seit Anfang April bewegt sich der EUA-Dezember-Future in einem weiterhin intakten mittelfristigen Aufwärtstrendkanal. In der zweiten Julihälfte zog die Volatilität im Zuge der Debatten über die ETS-Reformen merklich an. Am 22. Juli markierte der Kontrakt bei 86,91 Euro/t CO2 ein neues Trendhoch. Da der dynamische Anstieg von hohem Handelsvolumen getragen wurde, war er zunächst als bullish einzuordnen. Danach setzte allerdings eine ausgedehnte technische Gegenbewegung ein, in deren Verlauf der Future am Mittwoch bis auf 80,54 Euro/t CO2 nachgab. Damit ist ein erheblicher Teil des vorangegangenen Aufwärtsimpulses abgebaut, ohne dass der übergeordnete Aufwärtstrend bisher formell verletzt oder gebrochen wurde. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die zentrale Unterstützungszone um 80 Euro/t CO2, in der die psychologisch bedeutsame runde Marke, die Unterkante des Aufwärtstrendkanals und die steigende 50-Tage-Linie bei 80,4 Euro/t CO2 zusammentreffen. Charttechnisch schafft dieses Kumulationsniveau gute Bedingungen für eine Preisstabilisierung und eine Erholung, zumal die zuletzt ausgebildeten Dojis darauf hindeuten, dass den CO2-Bären zunehmend die Kraft fehlt. Als erstes positives Signal wäre ein Ausbruch über die jüngsten Tageshochs bei 82,80 Euro/t CO2 zu werten. Der Erholungsimpuls könnte sich dann bis zum oberen Bollinger Band bei 85,3 Euro/t CO2 ausdehnen. Oberhalb davon wäre der Weg zum Trendhoch bei 86,91 Euro/t CO2 und womöglich zu neuen Hochs frei. Fällt der Kontrakt hingegen unter 80 Euro/t CO2, verschlechtert sich das charttechnische Bild deutlich. Ein Test der 200-Tage-Linie von oben (78,32 Euro/t CO2) sowie des unteren Bollinger Bandes (78,7 Euro/t CO2), die beide um 78,3 Euro/t CO2 verlaufen, wäre dann die wahrscheinliche Folge.

Tageskerzen in Form von Dojis

Stefan Küster
2026-08-06 9:20 am
Der EUA-Dezember-Future bewegt sich seit Anfang April in einem intakten mittelfristigen Aufwärtstrendkanal. In der zweiten Julihälfte nahm die Volatilität infolge der Diskussionen um die ETS-Reformen deutlich zu. Am 22. Juli erreichte der Kontrakt mit 86,91 Euro/t CO2 ein neues Trendhoch. Der dynamische Kursanstieg wurde von einem hohen Handelsvolumen begleitet und war damit zunächst bullish zu bewerten. Anschließend setzte jedoch eine langanhaltende technische Gegenbewegung ein, die den Future am Mittwoch bis auf 80,54 Euro/t CO2 zurückführte. Damit wurde ein wesentlicher Teil des vorherigen Aufwärtsimpulses korrigiert, ohne dass der bestehende Aufwärtstrend bislang formell verletzt oder beendet wurde. Im Fokus steht nun die zentrale Unterstützungszone um 80 Euro/t CO2. Dort fallen die psychologisch wichtige runde Marke, die Unterkante des Aufwärtstrendkanals sowie die steigende 50-Tage-Linie bei 80,3 Euro/t CO2 zusammen. Aus charttechnischer Sicht bietet dieser Kumulationsbereich gute Voraussetzungen für eine Preisstabilisierung und Gegenbewegung, zumal die letzten Tageskerzen in Form von Dojis erkennen lassen, dass den CO2-Bären allmählich die Kraft ausgeht. Ein erstes positives Signal wäre ein Anstieg über die jüngsten Tageshochs bei 82,80 Euro/t CO2. In diesem Fall könnte sich der Erholungsimpuls bis zum oberen Bollinger Band bei 85,3 Euro/t CO2 fortsetzen. Darüber wäre der Weg zum Trendhoch bei 86,91 Euro/t CO2 und möglicherweise zu neuen Hochs freigelegt. Unterhalb von 80 Euro/t CO2 trübt sich das charttechnische Bild deutlicher ein. Ein Test der 200-Tage-Linie von oben und des unteren Bollinger Bandes, die beide im Bereich von 78,3 Euro/t CO2 liegen, wäre dann die wahrscheinliche Folge.

Erholungsbewegung hätte gute Chancen

Stefan Küster
2026-08-04 2:56 pm
Der EUA Dezember Future befindet sich seit Anfang April in einem intakten mittelfristigen Aufwärtstrendkanal. Dabei zeigte sich der Future in der zweiten Juli-Hälfte besonders volatil. Grund waren die ETS-Reformen, die der Markt im Rahmen von bemerkenswerten Kurskapriolen zu verarbeiten hatte. Am 22.07. stieg das Verschmutzungsrecht bis auf das aktuelle Trendhoch bei 86,91 Euro/t CO2. Dieser Anstieg erfolgte sehr dynamisch und unter einem hohen Handelsvolumen, was bullish zu interpretieren ist. In den Handelstagen danach wurde die kräftige Preisreaktion korrigiert. Dazu ging es am gestrigen Tag bis auf 80,57 Euro/t CO2 hinab, die 80-Euro-Marke gerät also schon wieder in unmittelbare Reichweite. Neben der psychologischen Signalkraft dieser Marke befinden sich hier zudem sowohl die untere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals (79,91 Euro/t CO2) als auch die steigende 50-Tage-Linie (80,24 Euro/t CO2). An diesem Kumulations-Support angelangt, steht für die CO2-Bullen also einiges auf dem Spiel und eine Erholungsbewegung wäre zu erwarten. Denn unterhalb dieser Marke wäre ein Test der steigenden 200-Tage-Linie von oben anzunehmen. Diese verläuft am Montag bei 78,22 Euro/t CO2 und fällt zusammen mit den Juni/Juli-Tiefs bei 78,31 Euro/t CO2. Da das untere Bollinger Band (77,73 Euro/t CO2) auch nicht mehr weit entfernt ist, handelt es sich folglich direkt um den nächsten stabilen Auffangbereich. Um der oben thematisierten potenziellen Erholungsbewegung Nachdruck zu verleihen, wäre ein Preisanstieg über die letzten Tageshochs bei 82,80 Euro/t CO2 vonnöten. Gelingt den CO2-Bullen dieser Befreiungsschlag, könnte ein bullisher Impuls in Richtung oberes Bollinger Band bei 85,43 Euro/t CO2 die charttechnische Folge sein. In jedem Fall wäre der Weg in Richtung Trendhoch bei 86,91 Euro/t CO2 erneut freigelegt.

EUAs trotz euphorischer Aktienmärkte verhalten

Stefan Küster
2026-08-03 12:55 pm
Der EUA Dezember Future bewegt sich im Stundenchart seit Beginn der KW 31 in einer klar abgegrenzten Trading-Range. Die untere Begrenzung verläuft bei 81,03 Euro/t CO2, während auf der Oberseite die Marke bei 82,80 Euro/t CO2 einen kurzfristig entscheidenden Widerstand bildet. Solange sich die Notierung innerhalb dieser Bandbreite bewegt, ist der Markt neutral zu bewerten. Am Freitag der vergangenen Woche testete das Verschmutzungsrecht noch die Oberkante der Seitwärtszone und der Kurs prallte erneut von dieser ab, woraufhin es am Montag der KW 32 erwartungsgemäß zu einem Test der Unterkante kommt. Hier stabilisiert sich der EUA-Future und kann sich bislang nicht eindeutig von diesem Support nach oben hin absetzen. Dies verwundert, da die Aktienmärkte durchaus euphorisch in die neue Handelswoche gestartet sind. Der deutsche Aktienindex DAX hat ein neues Rekordhoch bei 26.027 Punkten erzielt und steht 1,5 Prozent im Plus. Auch der EuroStoxx 50, zu dem die EUAs überwiegend hoch korreliert sind, steht über 1 Prozent im Plus. Ein preislicher Rückgang unter den Support bei 81,03 Euro/t CO2 wäre zwar als Verkaufssignal zu interpretieren, die unmittelbare Fallhöhe erscheint jedoch zunächst begrenzt. Bereits im Bereich der psychologisch wichtigen Marke von 80 Euro/t CO2 ist mit neuem Kaufinteresse zu rechnen. Erst unterhalb von 80 Euro/t CO2 würde sich das technische Bild deutlicher eintrüben und weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 78,76 Euro/t CO2 eröffnen. Oberseitig würde ein nachhaltiger Anstieg über 82,80 Euro/t CO2 das technische Bild dagegen aufhellen und ein kurzfristiges Kaufsignal generieren. In diesem Fall wäre der Weg in Richtung 84,50 Euro/t CO2 frei. Dort verläuft das 61,8%-Fibonacci-Retracement der seit dem 23. Juli laufenden kurzfristigen Abwärtsbewegung. Dieser Bereich stellt damit das nächste zentrale Kursziel und gleichzeitig eine potenzielle Widerstandszone dar.

Doppelter Doji "Inside-Day"

Stefan Küster
2026-07-31 10:09 am
Nach der starken Rally vom Tief bei 76,92 Euro/t CO2 bis zum Hoch bei 86,91 Euro/t CO2 in der letzten Handelswoche korrigierten die Preise in den letzten Handelstagen deutlich. Der steile, rot gestrichelte Abwärtstrend wurde gebrochen, woraufhin der Technische Analyst die Erwartung haben kann, dass die Preise ihren Aufwärtstrend wieder fortsetzen können. Dazu kam es beim EUA Dez. Future in den letzten Handelstagen zu einer interessanten Abfolge von Candlestick-Mustern. Zunächst wurde am Mittwoch ein „Inside-Day“ ausgeprägt. Bei dieser Kerzenformation liegt die komplette Tagesspanne innerhalb der Spanne des Vortages, das Tageshoch also unterhalb des Vortageshochs und das Tagestief oberhalb des Vortagestiefs, was für eine abnehmende Volatilität und ein Kräftegleichgewicht zwischen CO2-Käufern und Verkäufern spricht. Da dem Muster vier Verlusttage vorausgegangen sind, deutet es auf ein Nachlassen des Verkaufsdrucks und eine mögliche kurzfristige Trendwende hin, die allerdings erst mit einem Schlusskurs oberhalb des Inside-Day-Hochs bei 82,8 Euro/t CO2 bestätigt wäre. Im Handel am Donnerstag wurde ein klassischer Doji gebildet. Ein Doji ist eine Kerzenformation, bei der Eröffnungs- und Schlusskurs nahezu identisch sind und damit die Unentschlossenheit zwischen Käufern und Verkäufern widerspiegeln. Nach einem ausgeprägten Abwärtstrend kann ein Doji auf nachlassende Dynamik und eine mögliche Trendwende hindeuten. Zeitgleich befindet sich der Doji innerhalb der „Inside-Day-Hoch-Tief-Spanne“. Die aktuelle Lage ist also kurzfristig neutral innerhalb dieser Spanne zu werten. Gelingt es den CO2-Bullen, den doppelten „Inside-Day“ bullish aufzulösen, also einen Tagesschlusskurs oberhalb von 82,80 Euro/t CO2 herbeizuführen, wäre mit einem preislichen Hochlauf bis zum oberen Bollinger Band bei 85,50 Euro/t CO2 zu rechnen. Unterhalb des mittleren Bollinger Bandes (81,61 Euro/t CO2) und insbesondere unterhalb des Inside-Day-Tiefs bei 81,03 Euro/t CO2 könnte die psychologische 80-Euro-Marke in Kombination mit der grünen unteren Trendkanalbegrenzung (79,7 Euro/t CO2) mitsamt 50-Tage-Linie (80,1 Euro/t CO2) für Handelsinteresse sorgen.
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