Technische Analyse "To Go"

Technische Analyse im Energiehandel – Module 1 bis 3

18. bis 20. März 2026 in Düsseldorf und als Online-Webinar

Vorteile von Liniencharts

Analyst:
Stefan Küster

Liniencharts sollten idealerweise auf Schlusskursen basieren, da diese den Preis widerspiegeln, auf den sich der Markt am Ende des Handelstages tatsächlich geeinigt hat. Im Strommarkt werden zwar häufig Settlementpreise verwendet, hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, da es sich um „alte Preise“ handelt. Durch die Konzentration auf Schlusskurse wird die intraday-Volatilität weitgehend herausgefiltert, wodurch Trends klarer und ohne störendes Kursrauschen sichtbar werden. Trendbrüche lassen sich auf Schlusskursbasis deutlicher erkennen und gelten – auch gemäß der Dow-Theorie – als signifikanter, zumal Liniencharts keine Gaps aufweisen.

Dadurch eignen sie sich besonders gut für langfristige Analysen und strategische Entscheidungen und sind für Investoren meist relevanter als für kurzfristig agierende Trader. Liniencharts wirken insgesamt ruhiger, klarer und strukturierter und helfen dabei, das „große Bild“ zu erfassen. Zudem lassen sich mit ihnen Unterstützungs- und Widerstandszonen sauber identifizieren, ohne von kurzfristigen Ausschlägen wie im Candlestick-Chart abgelenkt zu werden. Ein Ausbruch auf Schlusskursbasis signalisiert, dass sich der Markt bis Handelsschluss auf ein neues Preisniveau festgelegt hat, was als verlässlicher gilt als intraday-Ausreißer und die Wahrscheinlichkeit einer anschließenden nachhaltigen Kursbewegung erhöht.