Technische Analyse "To Go"

Technische Analyse im Energiehandel – Module 1 bis 3

18. bis 20. März 2026 in Düsseldorf und als Online-Webinar

Der MACD am Beispiel der EUAs - mehr als nur ein Trendindikator!

Analyst:
Stefan Küster

Viele Trader nutzen den MACD als klassischen Trendfolge-Indikator. Doch in starken Marktphasen kann er noch mehr leisten. Wusstet ihr, dass er auch als Oszillator eingesetzt werden kann? 
Im beigefügten Chart des EUA-Dez-Futures sieht man deutlich:
Immer wenn der MACD extreme negative Werte erreicht (deutlich unterhalb der Nulllinie), folgte in der Vergangenheit eine spürbare Gegenbewegung im Markt.
Was bedeutet das?
Ab bestimmten Extremlevels verhält sich selbst ein Trendindikator wie ein Oszillator.
Er zeigt nicht nur Trendrichtung, sondern auch überverkaufte oder überkaufte Zustände.
Wichtig dabei:
Ein überverkaufter Markt ist kein automatisches Kaufsignal.
Er signalisiert lediglich, dass die Abwärtsdynamik statistisch ausgereizt sein könnte.
Gerade im Terminmarkt (z. B. EUA Front Year) können solche Extremzonen Hinweise auf:
- nachlassenden Verkaufsdruck
- Short-Covering
-technische Erholungen
geben.
Die entscheidende Frage ist daher nicht:
„Ist der MACD unter -3?“
Sondern:
„Zeigt der Markt zusätzlich Stabilisierung im Preisverlauf?“

Trendindikatoren können bei Extremwerten zu Timing-Tools werden.