Technische Analyse "To Go"

Vorstellungsrunde Candlesticks - "High-Wave-Candle" im Strommarkt
Candlestick-Charts stellen im Vergleich zu Liniencharts neben dem Schlusskurs auch Eröffnungs-, Hoch- und Tiefkurse dar und liefern damit deutlich mehr Informationen über das Marktgeschehen. Aufgrund ihrer hohen visuellen Aussagekraft haben sie sich als zentrales Werkzeug der Technischen Analyse etabliert. Aus einzelnen Kerzen sowie aus Kombinationen mehrerer Kerzen lassen sich Hinweise auf Marktstimmung, Trendstärke und mögliche Wendepunkte ableiten.
Jede Kerze repräsentiert die Kursentwicklung innerhalb einer definierten Zeitperiode. Der Kerzenkörper zeigt die Spanne zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs und signalisiert über Farbe und Länge die Kräfteverhältnisse zwischen Käufern und Verkäufern. Ein langer Kerzenkörper weist auf starken Kauf- oder Verkaufsdruck hin, ein kurzer Körper auf eine ausgeglichene Marktsituation mit nachlassender Trenddynamik.
Sind Eröffnungs- und Schlusskurs identisch, entsteht ein sogenannter Doji, der eine Pattsituation zwischen Bullen und Bären signalisiert. Ausgeprägte obere und untere Schatten deuten auf hohe Unsicherheit und starke intraperiodische Schwankungen hin. Solche Kerzenformen treten häufig in Übergangsphasen auf und erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Trendpausen oder Richtungswechsel.
Candlestick-Signale sollten stets im Kontext des übergeordneten Trends interpretiert und mit weiteren technischen Instrumenten kombiniert werden, um belastbare Handelsentscheidungen abzuleiten.
Im dargestellten Chart ist ein High-Wave-Candlestick zu sehen. Ein High-Wave-Candlestick ist eine Kerzenformation mit kleinem Kerzenkörper und langen oberen sowie unteren Schatten. Er zeigt starke Kursschwankungen innerhalb einer Periode, jedoch keinen klaren Sieger zwischen Käufern und Verkäufern. Die Formation signalisiert hohe Unsicherheit.

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