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Die Energy Market Drivers (EMD) und der Recap sind Bestandteile des DailyReports. Wie angekündigt, erscheinen die EMDs und der Recap ab sofort in der Rubrik Fundamentale Analyse unter DailyReport. Falls Sie noch kein DailyReport Kunde sind, melden Sie sich bei Carsten Theede (theede@enerchase.de) für einen kostenlosen Testzeitraum.

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Energy Market Drivers am 03.09.2025: Streiks belasten weiter – CoT-Daten im Fokus

2025-09-03 9:20 am
Analyst:

Gegen 9 Uhr notieren die Energiemärkte kaum verändert gegenüber dem Vortag.

Bullishe Faktoren

Die planmäßigen Wartungen in Norwegen reduzieren weiter das Gasangebot in Europa. Zuletzt aber keine neuen ungeplanten Verzögerungen.

Streik in Frankreich belastet Stromerzeugung aus Wasser- und Kernkraftwerken. Der Streik erhöht die Verunsicherung am Markt und entzieht Angebot am kurzen Ende. Er wirkt somit bullish, insbesondere, wenn es eine Verlängerung geben sollte. Darüber wird am Donnerstag entschieden. Allerdings gibt es noch keine Auswirkungen am französischen LNG-Terminal Dünkirchen.

Chinesisches LNG-Terminal in Beihai wird gemieden. Nicht-chinesische Händler sind angewiesen, nicht an dem Terminal anzulanden (Details siehe Recap). War der erste Kauf nur ein „Testballon“ und die Sanktionen werden nun doch wirksam? Bislang blieb eine offizielle US-Reaktion allerdings aus und die Meldung bezieht sich auf nicht-chinesische Unternehmen.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat laut Reuters Sanktionen gegen ein Netzwerk verhängt, das iranisches Öl mit irakischem vermischte und als irakisches Öl exportierte, um Sanktionen zu umgehen.

Ab Freitag wieder unterdurchschnittliches Windaufkommen in Deutschland bis voraussichtlich 10. September. Auch danach sehen die aktuellen Prognosen nur Wind im Bereich des langjährigen Mittels.

Der CoT-Report der EUAs zeigte für die KW 34 einen Aufbau der Netto-Long-Position. Der Rückgang der Netto-Long-Position in KW 33 dürfte somit insbesondere auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein. In den letzten Wochen zeigte sich im Trend ein Aufbau von Netto-Long-Positionen der Investmentfonds. Sollte sich dies weiter bestätigen, wäre die bullish für die EUAs.

Bearishe Faktoren

Über das Wochenende und am kommenden Montag wird mit deutlich mehr PV-Erzeugung gerechnet als saisonal üblich. Ab dem kommenden Dienstag geht die PV-Erzeugung allerdings merklich zurück.

Rekordhohes LNG-Angebot aus den USA.

Das Sentiment der Spekulanten im TTF Gasmarkt hat sich zuletzt weiter eingetrübt und Investmentfonds haben laut CoT-Daten nun auch verstärkt Short-Positionen aufgebaut. In KW 35 fielen die TTF Gaspreise weiter preislich zurück, so dass sich der Abbau der Netto-Long-Position bestätigen dürfte und die zunehmende Skepsis gegenüber steigenden Gaspreisen der „starken Hände“ bestätigen.

Neutrale Faktoren

Derzeit keine Kapazitätsauktionen für den Gasspeicher angekündigt.

Vorläufige Einschätzung: 

Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass derzeit zwar einige temporäre bullishe Themen aufkommen (Wartungen in Norwegen, Streiks in Frankreich). Strukturell bleibt insbesondere der Gasmarkt aber auskömmlich versorgt. Die US-Reaktion auf den chinesischen LNG-Kauf aus der sanktionierten russischen Anlage bleibt jedoch abzuwarten und könnte in den nächsten Tagen zu Volatilität führen. Heute bleiben wir voraussichtlich neutral, mehr dazu in unserem finalen Fazit um 10 Uhr.

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DailyReport Recap vom 02.09.2025: Schwächere Entwicklung am Dienstag

2025-09-02 7:10 pm
Analyst:
Dennis Warschewitz

Am Dienstag haben die Gas-, EUA- und Stromnotierungen unisono nachgegeben. Erdöl und Kohle haben mit Stand 18:30 Uhr zugelegt. Die europäischen Aktienmärkte gerieten am Dienstag deutlich unter Druck. Der Dax verlor 2,3 Prozent und fiel unter die Marke von 24.000 Punkten. Gleichzeitig zog der Goldpreis deutlich an, gestützt durch Zinssenkungserwartungen in den USA, einen schwächeren US-Dollar. Steigende Renditen bei europäischen Staatsanleihen verunsichern die Märkte zusätzlich.

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Strom Q4 Base arbeitet an Bodenbildung

2025-09-02 2:30 pm
Analyst:
Stefan Küster

Das Strom Q4 Base arbeitet derzeit an einer Bodenbildung in Form eines rechtwinkligen aufsteigenden Dreiecks. Überwindet der Future nachhaltig den Horizontalwiderstand bei 91,24 Euro/MWh, wird die untere Umkehr komplettiert und Preiszuwächse in Richtung 95 Euro/MWh könnten die Folge sein. Ein Rückfall unter die untere steigende Begrenzung des Dreiecks (kurzfristiger Aufwärtstrend bei 88,21 Euro/MWh), wäre kurzfristig bearish zu werten, woraufhin Preisabgaben bis zum Trendtief bei 85,44 Euro/MWh erwartet werden dürfen.

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Temporäre Angebotsausfälle treiben Gasmarkt

2025-09-02 2:00 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Das gesunkene Preisniveau am LNG-Markt (minus 25 Prozent seit Mitte Juni) hat insbesondere in Asien zuletzt zu einem kurzzeitigen Nachfrageanstieg geführt. So wurden die japanischen LNG-Speicher im August kräftig aufgefüllt. In Südkorea kam eine hitzebedingte Nachfrage hinzu. China zeigt dagegen weiterhin strukturell keinen Anstieg der Nachfrage. Im Gegenteil: Im August wird zum Vorjahresmonat ein erneuter Rückgang der LNG-Importe erwartet, was der zehnte Monatsrückgang im Vergleich zum Vorjahr wäre. Auf der Angebotsseite zeigten die jüngsten Entwicklungen zudem, dass die von den USA verhängten Strafzölle gegenüber Indien bislang keine abschreckende Wirkung auf die Käuferseite haben. Erstmals hat China LNG aus dem sanktionierten russischen Arktisprojekt „Arctic LNG 2“ gekauft. Für den europäischen Markt bedeutet dies eine Angebotsentlastung. Je mehr russisches LNG – auch über Umgehungsstrukturen – asiatische Abnehmer findet, desto geringer ist der direkte Wettbewerb Europas um flexible LNG-Ladungen auf dem Weltmarkt. Es mehren sich allerdings die kurzfristig bullishen Themen. Während in Norwegen Wartungen laufen, kommen Streiks in Frankreich hinzu und auch bei den Wartungen selber treten offenbar Probleme auf. Dafür steigen die LNG-Lieferungen aus den USA. Die aktuellen bullishen Themen sind aus unserer Sicht aber nicht struktureller Natur, sondern vorübergehend.

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Energy Market Drivers vom 02.09.2025: Streiks und Wartungsverzögerungen

2025-09-02 9:15 am
Analyst:

Bullishe Faktoren

Die norwegischen Wartungen reduzieren weiter das Gasangebot, nun treten offenbar Verzögerungen um sechs Tage bei den Wartungen am Gasfeld Troll auf.

In Frankreich streiken Arbeiter von EDF, der Streik ist für drei Tage geplant, weitere Aktionen könnten im Laufe des Monats folgen. Hintergrund sind geplante Haushaltskürzungen. Erwartet werden auch streikbedingte Einschränkungen am LNG-Terminal Dünkirchen (Frankreich) des belgischen Betreibers Fluxys.

Gestern durchbrachen die EUAs die wichtige Chartmarke bei 73,3 Euro/t CO2 und erzeugten damit ein bullishes Signal.

Die Compliance-Frist bei den EUAs läuft Ende September aus. „Last-Minute-Käufe“ von Anlagenbetreibern könnten die Kurse stützen.

Die LNG-Lieferungen aus USA nehmen in dieser Woche deutlich zu.

Bearishe Faktoren

Erster LNG-Verkauf aus sanktionierter Anlage Arctic LNG 2. LNG-Tanker Arctiv Mulan hatte Regasifizierungsterminal von PipeChina in Binhai Guangxi erreicht und entladen. Weitere Schiffe sind auf dem Weg von Arctic LNG 2 nach Asien.

Die Windeinspeisung nimmt ab morgen deutlich zu und setzt die Strom Spotpreise unter Druck.

Neutrale Faktoren

Russland will perspektivisch mehr Gas nach China liefern. Der Energiekonzern Gazprom hat ein bindendes Abkommen zum Bau der Pipeline „Power of Siberia 2“ unterzeichnet, die über die Mongolei nach China führen soll. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Gaslieferungen über zwei zusätzliche Transportwege auszuweiten.

Vorläufige Einschätzung:  Es mehren sich die kurzfristig bullishen Themen. Während in Norwegen Wartungen laufen, kommen Streiks in Frankreich hinzu und auch bei den Wartungen selber treten offenbar Probleme auf. Dafür steigen die LNG-Lieferungen aus den USA. Die aktuellen bullishen Themen sind nicht struktureller Natur, sondern vorrübergehend. Wir werden heute neutral.

Unser finales Fazit zur Preisentwicklung am heutigen Tag erhalten Sie um 10 Uhr!

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DailyReport Recap vom 01.09.2025: Wartungen in Norwegen angelaufen – Streiks in Frankreich

2025-09-01 8:10 pm
Analyst:
Dennis Warschewitz


Nach einer überwiegend rückläufigen Preisentwicklung in der Vorwoche sind die Energiemärkte am Montag mit Zuwächsen in die neue Woche und damit in den September gestartet. Die seit langem eingeplanten Wartungen der norwegischen Gasanlagen haben begonnen und stützen den Gas Spotmarkt, der um 3,8 Prozent zulegte. Zu Beginn der Woche fällt die Windenergieproduktion zudem unterdurchschnittlich aus. Die EUAs haben sich mit plus 1,9 Prozent ebenfalls deutlich fester präsentiert. Dies stützte auch die Stromnotierungen.

EUAs durchbrechen wichtige Chartmarke
Mit dem Durchbuch durch die 73,30 Euro/t CO2 Marke haben die EUAs am Montag ein bullishes Signal generiert. Am Ende schlossen sie bei 74,31 Euro/t CO2. Zuletzt hatten sich schon die spekulativen Marktteilnehmer bullisher positioniert, wie anhand des CoT-Reports der Börse ICE Endex ersichtlich war. Möglicherweise haben diese das Ende der Abgabefrist am 30.9. im Blick. Zu der sogenannten Compliance Deadline müssen Anlagenbetreiber im EU-ETS ihre Zertifikate für die Emissionen des Vorjahres einreichen und entwerten. Ob dieses in der Vergangenheit oftmals bullishe Event in diesem Jahr jedoch die gleiche Relevanz hat wie in den Vorjahren, ist fraglich. Zudem lassen die Compliance-Käufe bereits einige Wochen vor der Deadline wieder nach, da Unternehmen ungern bis zum letzten Tag abwarten. Zudem dürften viele Anlagenbetreiber durch die konjunkturelle Schwäche ohnehin keinen allzu großen Bedarf zum Nachjustieren haben.

Norwegische Wartungen reduzieren Gasangebot
Die norwegischen Wartungsarbeiten an den Gasanlagen laufen nun auf Hochtouren, sie haben am 30. August begonnen. Aktuell ist die Fördermenge um 118 Mio. Kubikmeter reduziert, wie Daten von Gassco zeigen. Unter anderem werden die Anlagen bzw. Gasfelder Troll, Sleipner, Kollsnes und Aasta Hansteen gewartet. Die Arbeiten laufen gemäß Planung noch bis zum 18. September auf dem aktuellen Niveau und nehmen dann sukzessive bis zum 16. Oktober ab. Am 11. September wird der Wartungsausfall mit 131 Mio. Kubikmetern für einen Tag eine Spitze erreichen. Ab dem 17. Oktober werden keine wartungsbedingten Ausfälle mehr erwartet.
Unsere Einschätzung: Am Spotmarkt reduziert sich das Gasangebot durch die Wartungen und stützt die Preise. Allerdings steigen die LNG-Importe aus den USA in der Woche deutlich, was die Wartungen kompensiert. Die Effekte der Wartungen sind am Terminmarkt weitgehend eingepreist, erhöhen aber kurzfristig das Risiko von abrupten Preisausschlägen, falls weitere Probleme auf der Angebotsseite auftreten.

Dreitägiger Streik bei EDF wegen geplanter Haushaltskürzungen
Wie Reuters am 30. August berichtete, wollen Beschäftigte des französischen Energieversorgers EDF ab dem Abend des 1. September für drei Tage die Arbeit niederlegen. Der Ausstand richtet sich gegen geplante Haushaltskürzungen der Regierung unter Premierminister Francois Bayrou. Weitere Protestaktionen sind bereits für den 10. und 18. September angekündigt. Die Streiks fallen in eine Phase politischer Unsicherheit, da Bayrou am 8. September eine Vertrauensabstimmung ansetzt, während die Opposition mit einem Sturz seiner Minderheitsregierung droht.
Unsere Einschätzung: Durch die Streiks kann es zu Produktionsausfällen kommen, was für den Strommarkt am kurzen Ende bullish ist. Die politische Situation in Frankreich kann sich angesichts der Ereignisse weiter zuspitzen und es ist nicht auszuschließen, dass es ein spannender Herbst in Frankreich wird. Die Streikgefahr in Frankreich ist generell höher als etwa in Deutschland.

Kohleausstieg schreitet schneller voran als geplant
Die Bundesnetzagentur sieht im Jahr 2025 kein weiteres Kohleverfeuerungsverbot vor, da das gesetzlich vorgesehene Ziel für 2028 bereits durch freiwillige Marktstilllegungen erreicht wurde. Die Versorgungssicherheit bleibt durch die Einbindung stillgelegter Kraftwerke in die Netzreserve gewährleistet. Seit 2024 erfolgt die Stilllegung ohne Entschädigung, wobei ältere Anlagen bevorzugt stillgelegt werden. Insgesamt wurden bislang 10,7 Gigawatt Leistung über Ausschreibungen und 1,4 Gigawatt über Verbote aus dem Markt genommen.
Unsere Einschätzung: Die Bedeutung von Gas zur Stromerzeugung in wind- und sonnenschwachen Phasen nimmt damit weiter zu. Mittelfristig können auch Batteriespeicher in solchen Phasen zur Versorgung beitragen, aber hier ist zunächst noch ein deutlicher Ausbau erforderlich, so dass die Effekte erst später in diesem Jahrzehnt zu sehen sein werden. Zudem sollen weitere Gaskraftwerke zugebaut werden, um den wachsenden Strombedarf durch Elektrifizierung in Verkehr und Wärme und KI-Anwendungen in den nächsten Jahren zu decken. Das wird die Gasnachfrage hochhalten.

Weitere Nachrichten:

Reformstau bei Stromspeichern bremst Energiewende
Im Interview mit ntv vom 29. August 2025 kritisiert Energieexpertin Katharina Johannsen die komplizierten und uneinheitlichen Genehmigungsverfahren für Batteriespeicher in Deutschland. Etwa 900 Verteilnetzbetreiber mit jeweils eigenen Regeln behindern den schnellen Ausbau, obwohl die Nachfrage hoch ist. Besonders auf kommunaler Ebene fehle es an Transparenz und digitaler Infrastruktur: „Gerade auf der untersten Ebene wissen viele Netzbetreiber nicht, was passiert.“ Die fehlende Koordination führt zu einem Übermaß an Speicheranfragen, von denen viele nie realisiert werden, obwohl Speicher entscheidend für die Netzstabilität sind. Johannsen fordert eine tiefgreifende Reform des Netzanschlussverfahrens, um Speicherkapazitäten sinnvoll und effizient ins Stromsystem zu integrieren.

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EU-Gasspeicher: Nettoeinspeisungen fallen seit Montag

2025-08-29 2:46 pm
Analyst:
Richard Henke

Seit Montag, dem 25. August, sind die EU-weitenNettoeinspeisungen in die Gasspeicher täglich zurückgegangen und liegen lautAGSI-Daten heute auf dem niedrigsten Stand seit dem 21. Mai. Zuvor bewegte sichdie Einspeisung über längere Zeit auf weitgehend konstantem Niveau.Haupttreiber sind der vorgezogene Wartungsbeginn am Troll-System (rund 12 Mio.m³/Tag weniger Exporte) und der verzögerte Wiederanlauf in Ormen Lange, die diePipelinezuflüsse nach Nordwesteuropa belasten. In der Wartungsphase werden dieNominierungen zudem konservativer gefahren, was die grenzüberschreitendenFlüsse weiter dämpft. Parallel hat Asien zuletzt mehr LNG importiert, fürAugust werden insbesondere in Japan und Südkorea höhere Importmengen erwartet.Hintergrund waren gesunkene Preise und die Auffüllung von LNG-Speichern. Insgesamttreffen geringere norwegische Zuflüsse und eine zuletzt festere asiatischeLNG-Nachfrage zusammen und hinterlassen Spuren in der europäischenGaseinspeicherung.

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JKM-LNG-Preis im Abwärtstrend

2025-08-29 2:29 pm
Analyst:
Stefan Küster

Asiatische LNG-Spotpreise weiter unter Druck
Die JKM-Notierungen für LNG in Asien setzen ihren Abwärtstrend fort und markierten zuletzt ein Tief bei 10,915 USD/mmbtu. Belastend wirken sowohl die anhaltend schwache Nachfrage als auch ein zunehmendes Angebot, insbesondere durch zusätzliche Mengen aus dem russischen Projekt Arctic LNG 2.

Steigendes Angebot verstärkt Abwärtspotenzial
Wie im WeeklyCall skizziert, resultiert aus dieser Angebotsausweitung weiteres Abwärtspotenzial für die Preise. Zusätzliche LNG-Kapazitäten aus den USA (Plaquemines) sowie aus Kanada erhöhen den Druck auf die Spotmärkte zusätzlich.

Europa mit komfortabler Versorgungslage
Auch in Europa bleibt die Versorgungslage entspannt: Die LNG-Importe verharren auf hohem Niveau, während der Gasverbrauch schwach ausfällt. Parallel steigen die Füllstände der Gasspeicher kontinuierlich. Unterstützt wird diese Entwicklung durch einen sich verbessernden Winter-Sommer-Spread für 2026, was auf ein entspannteres Marktumfeld hindeutet.

Was sagt die Charttechnik?
Der LNG-Preis zur Lieferung im Oktober befindet sich im intakten mittelfristigen Abwärtstrend. Solange die Notierungen unterhalb der Trendlinie verbleiben, sind weitere Preisabgaben zu erwarten. Die nächsten Supports liegen bei 10,915 USD/mmbtu und 10,18 USD/mmbtu sowie 10 USD/mmbtu (psychologisch wichtige Marke). Steigt der LNG-Preis hingegen über 11,55 USD/mmbtu, wäre der mittelfristige Abwärtstrend beendet, womit kurzfristige Preisanstiege in Richtung 12 USD/mmbtu und 12,23 USD/mmbtu verbunden sein könnten. 

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Strom Cal 26 Base mit Bodenbildung im Stundenchart

2025-08-29 1:18 pm
Analyst:
Stefan Küster

Das Strom Frontjahr Base hat im Stundenchart eine kleine Bodenbildung durchlaufen und ist damit aus Sicht der Formationsanalyse kurzfristig bullish zu werten.

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Energy Market Drivers vom 29.08.2025: Erster LNG-Kauf aus sanktionierter Anlage?

2025-08-29 9:05 am
Analyst:

Erster LNG-Kauf aus sanktionierter Anlage?

Die Energiemärkte eröffnen am Freitag gemischt. Strom und Gas notieren leicht im Minus, die EUAs stabilisieren sich etwas.

Bullishe Faktoren

Norwegens Gasimporte sind um 12 Mio. Kubikmeter/Tag gesunken, da die Wartung in Troll einen Tag früher als geplant begonnen hat. Ormen Lange verzeichnet nach der Komplettabschaltung am Mittwoch Anlaufverzögerungen mit einem aktuellen Ausfall von 7 Mio. Kubikmeter/Tag. Die Behebung wird bis morgen erwartet.

Eskalation im Ukrainekrieg nimmt weiter zu und die diplomatischen Aussichten auf ein Kriegsende trüben sich weiter ein. Bundeskanzler Merz rechnet nicht mehr mit einem baldigen Treffen zwischen Putin und Selenskij, entgegen früherer Signale nach Gesprächen mit Trump. Unterdessen verurteilte Trump den jüngsten russischen Raketenangriff auf die Ukraine, bei dem mindestens 15 Menschen starben und mehrere Gebäude beschädigt wurden, darunter das British Council in Kiew und EU-Büros.

Die Wall Street erreichte am Donnerstag neue Rekordstände, obwohl Nvidia mit seinen Quartalszahlen hinter den hohen Erwartungen zurückblieb. Der Markt wertete positiv, dass die Investitionen in KI-Infrastruktur weiter hoch bleiben. In Asien folgten chinesische Aktien der US-Rally, während sich die übrigen Märkte uneinheitlich zeigten.

Bearishe Faktoren

Erster LNG-Kauf von sanktionierter Anlage Arctic LNG 2? Die Arctic Mulan befindet sich am Terminal Beihai und wäre die erste LNG-Entladung des russischen Projektes. Die Strafzölle gegenüber Indien erzielen also bislang keine abschreckende Wirkung auf die Käuferseite. Für den europäischen Markt wäre dies eine Angebotsentlastung.

Am Wochenende pendeln sich die Temperaturen in Deutschland bei 18–20 Grad Celsius ein, ohne dass ein markantes Hitzeereignis zu erwarten ist. Die Windkraft bleibt zunächst schwach, zieht aber ab Monatsbeginn deutlich an und erreicht in der kommenden Woche Spitzenwerte von über 20 GW. Die PV-Auslastung in Deutschland zeigt über das Wochenende und den Wochenstart stabile Tagespeaks. Damit bleibt die Solarproduktion konstant hoch im Sommerbereich, ohne größere Schwankungen.

Indien beabsichtigt laut Medienberichten, seine russischen Rohölimporte im September trotz 50-prozentiger US‑Zölle zu erhöhen. Hintergrund ist, dass russische Exporteure nach Angriffen auf Raffinerien und Produktionsausfällen größere Preisnachlässe gewähren.

Japans Industrieproduktion ist im Juli um 1,6 Prozent zum Vormonat gesunken, stärker als erwartet (Prognose: minus 1,0 Prozent). Auch der Einzelhandelsumsatz enttäuschte mit nur plus 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Erwartung: plus 1,8 Prozent) und verstärkt Konjunktursorgen.

Neutrale Faktoren

In Deutschland werden wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht – Einzelhandelsumsatz (8:00 Uhr), Arbeitslosenzahlen (9:55 Uhr) und erste Inflationsschätzung (14:00 Uhr). Erste Hinweise liefert die Teuerung aus den Bundesländern ab 10:00 Uhr. Aus den USA werden zudem Zahlen zu den amerikanischen Konsumausgaben erwartet.

Vorläufige Einschätzung

Die fundamentale Lage hat sich im Vergleich zum Vortag nicht wesentlich verändert. Wenn sich der LNG-Kauf aus dem sanktionierten Projekt Arctic LNG 2 bestätigt, würde dies die zuletzt angedeutete Angebotsentspannung unterstreichen. Auch weitet Indien voraussichtlich seine Energiekäufe aus Russland aus. Vor dem Wochenende könnten die jüngsten Kursrücksetzer allerdings zu verstärkten Hedging-Aktivitäten führen und die Notierungen stützen. Wir bleiben voraussichtlich bei unserer bearishen Gesamteinschätzung, halten eine kurzfristige Stabilisierung aber für möglich. Unser finales Fazit zur Preisentwicklung am heutigen Tag erhalten Sie um 10 Uhr!

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DailyReport Recap vom 28.08.2025: Energiepreise weiter unter Druck – Erster LNG-Kauf aus sanktionierter Anlage?

2025-08-28 7:00 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Am Donnerstag hielt die Bärenstimmung an den Energiemärkten an und Strom, Gas und CO2 verzeichneten Abschläge. Für Aufsehen sorgten Meldungen, dass China damit beginnen könnte, LNG von der mit Sanktionen belegten russischen Anlage Arctic LNG 2 zu kaufen.

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Preisexplosion am Intraday-Markt

2025-08-28 3:35 pm
Analyst:

Am 26.08. kam es im Intradayhandel zu einer Preisexplosion: zwischen 19:00 und 20:00 Uhr entstand bei gleichzeitig hoher Last eine markante Kerbe in der Einspeisung der Erneuerbaren. Kurz darauf stieg die Einspeisung wieder, was eher auf einen kurzfristigen Fehler in der Windprognose oder eine lokale Flaute hindeutet und nicht auf strukturelle Ausfälle. In diesem Zeitfenster lagen die Preise außergewöhnlich hoch, der Day-Ahead-Preis für Stunde 20 lag bei 180,17 Euro/MWh und der Intraday Benchmark ID1 für Stunden-Kontrakte erreichte 910,48 Euro/MWh. Noch extremer zeigte sich der Markt bei den Viertelstunden-Kontrakten, wo der ID1 1.620,02 Euro/MWh erreichte. Zur Einordnung: die Benchmarks ID1 und ID3 sind volumengewichtete Durchschnittspreise aller im kontinuierlichen Intradayhandel abgeschlossenen Geschäfte in den letzten ein bzw. drei Stunden vor Lieferbeginn und dienen als kurzfristige Referenz. Die ausgeprägte Spanne zwischen Day-Ahead und Intraday belegt die plötzliche Knappheit durch die Lücke bei den Erneuerbaren und unterstreicht, wie wichtig Flexibilität geworden ist, etwa durch Batteriespeicher, Pumpspeicher, schnell regelbare Kraftwerke und grenzüberschreitende Flüsse, um solche Preisspitzen zu glätten. Die Gefahr einer erneuten Extremspitze wie am 26.08. ist heute und morgen insgesamt gering, in den Abendstunden bleibt ein moderates Aufwärtsrisiko, weil PV wegfällt und der Wind voraussichtlich nur begrenzt zulegt. Tagsüber werden keine besonders niedrigen Preise erwartet da die EE-Einspeisung gedämpft ist und damit das allgemeine Preisniveau fest bleibt.

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Indien erhöht russische Ölimporte trotz US-Druck

2025-08-28 2:30 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Laut einem Reuters-Bericht plant Indien im September, seine Ölimporte aus Russland um 10 bis 20 Prozent zu steigern, da russische Exporteure nach Angriffen auf Raffinerien und Produktionsausfällen größere Preisnachlässe gewähren. So sind etwa 17 Prozent der inländischen Raffineriekapazität durch ukrainische Drohnenangriffe außer Betrieb Indische Raffinerien profitieren von den niedrigeren Kosten für russisches Öl, das seit 2022 westliche Märkte verloren hat, und decken damit rund 40 Prozent des indischen Bedarfs.

Im August importierte Indien 1,5 Millionen Barrel pro Tag russisches Öl, was etwa 1,5 Prozent des weltweiten Angebots entspricht.

Die Rabatte für Ural-Öl weiteten sich im September auf 2 bis 3 US-Dollar pro Barrel gegenüber Brent aus, nachdem sie im August nur 1,50 US-Dollar betrugen.

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Arctic LNG 2 trotzt Sanktionen

2025-08-28 1:30 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Das sanktionierte Arctic LNG 2 Projekt von Novatek hat im August die Gasförderung auf ein Rekordniveau gesteigert und durchschnittlich fast 15 Millionen Kubikmeter pro Tag erreicht, zeitweise sogar über 25 Millionen Kubikmeter pro Tag.Die Anlage, zentral für Russlands Ziel, die LNG-Produktion bis 2030 zu verdreifachen, gewinnt an Bedeutung, da Pipelineexporte nach Europa eingebrochen sind. Seit Juni haben fünf sanktionierte Tanker LNG-Ladungen übernommen und sind in Richtung Asien unterwegs, die konkreten Zielhäfen und Käufer sind aber bislang unklar.

Das Projekt war im Dezember 2023 mit einer Tagesproduktion von 13,7 Millionen Kubikmetern gestartet und steigert seither kontinuierlich seine Kapazitäten.

Aktuell bewegt sich das Schiff „La Perouse“ laut Schiffverfolgungsdaten Richtung Anlage, womit eine sechste Exportladung in diesem Jahr möglich wäre.

Unsere Einschätzung: Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass die von den USA verhängten Strafzölle gegenüber Indien bislang keine abschreckende Wirkung auf die Käuferseite haben. Für den europäischen Markt bedeutet dies eine Angebotsentlastung. Je mehr russisches LNG – auch über Umgehungsstrukturen – asiatische Abnehmer findet, desto geringer ist der direkte Wettbewerb Europas um flexible LNG-Ladungen auf dem Weltmarkt.

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Gasförderung Chinas steigt kontinuierlich weiter an

2025-08-28 1:21 pm
Analyst:
Stefan Küster

Die Grafik zeigt, dass Chinas inländische Erdgasproduktion zwischen 2010 und 2025 deutlich gestiegen ist, von 39 Mio. Tonnen (2010) auf 112 Mio. Tonnen (2025, Januar–Juli). Dieser Zuwachs entspricht einer fast dreifachen Steigerung innerhalb von 15 Jahren. Besonders auffällig ist die beschleunigte Produktionsdynamik seit 2016, mit jährlichen Zuwächsen zwischen 5 und 7 Mio. Tonnen.

Bedeutung für China

China versucht, seine Abhängigkeit von Energieimporten, insbesondere von LNG, zu verringern. Die eigene Gasförderung dient der Versorgungssicherheit, Kostenstabilisierung und strategischen Unabhängigkeit. Der starke Ausbau der Gasförderung reduziert die Notwendigkeit, immer größere Mengen LNG am Weltmarkt einzukaufen, insbesondere in Zeiten geopolitischer Unsicherheit oder hoher LNG-Spotpreise.

Auswirkungen auf den globalen LNG-Markt

Für den globalen LNG-Preis hat dieser Trend eine preisdämpfende Wirkung. LNG ist ein global gehandelter Rohstoff mit hoher Preissensitivität gegenüber Nachfrage- oder Angebotsänderungen. Chinas wachsende Eigenproduktion bedeutet:

  • Reduzierte Importnachfrage: China bleibt zwar einer der größten LNG-Importeure, könnte aber mittelfristig weniger Wachstum in der Importnachfrage zeigen.

  • Preisabschwächungspotenzial: Eine geringere Nachfrage aus China, dem zentralen Nachfragetreiber, entlastet den Markt und könnte Preissteigerungen abmildern.

  • Regionale Entspannung: Besonders asiatische Spotpreise (JKM) könnten sich schwächer zeigen, da weniger Wettbewerb um knappe LNG-Ladungen entsteht.

Fazit

Der kontinuierliche Anstieg der chinesischen Erdgasproduktion wirkt strukturell preisberuhigend auf den globalen LNG-Markt. Zwar bleibt China ein dominanter LNG-Importeur, aber das Wachstum der Eigenförderung begrenzt den Preisdruck, insbesondere in Zeiten hoher Nachfrage in Europa oder Asien.

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Energy Market Drivers am 28.08.2025: Russische Arctic LNG 2-Anlage produziert auf Rekordniveau – Krieg in Ukraine eskaliert weiter

2025-08-28 9:15 am
Analyst:

Am heutigen Donnerstag notieren die Energiemärkte bislang im Minus.

Bullishe Faktoren

Russland greift ukrainische Energie- und Gasinfrastruktur massiv an. Nach Angriffen in der Nacht auf Mittwoch wurden auch in der Nacht auf Donnerstag mit Drohnen Energie- und Gasinfrastruktur in sieben ukrainischen Regionen attackiert, was die ukrainische Energieversorgung vor dem Winter schwächt.

Russische Telegram-Kanäle melden derweil einen ukrainischen Angriff auf die Raffinerie Novokuibyshevsk in der Oblast Samara, was von Seiten der Ukraine bestätigt wurde. Auch in der Afipsky-Raffinerie in der südrussischen Region Krasnodar ist nach einem Drohnenangriff Feuer ausgebrochen, wie lokale Behörden am Donnerstag mitteilten.

Investmentfonds weiter bullish auf EUAs. Laut aktuellem CoT-Report wurde die Netto-Long-Position in der Vorwoche von 20,2 Mio. t auf 25,8 Mio. t erhöht.

Die norwegischen Gasflüsse sinken weiter leicht bedingt durch Wartungen. Die maximalen Wartungsausfälle für dieses Wartungsfenster werden ab dem 30. August erreicht und bis zum 18. September bestehen. Die Wartungen sind zwar seit langem geplant, verringern aber das Angebot am Spotmarkt und wirken so stützend. Der Markt ist in der Wartungsphase zudem anfällig für zusätzliche Störungen und kann volatil auf Nachrichten reagieren.

Unterdurchschnittliche Erneuerbare stützen heute und morgen, ehe ab kommender Woche wieder Wind (leicht überdurchschnittlich) und PV (unterdurchschnittlich) in Summe im Normalbereich erwartet wird.

Bearishe Faktoren

Das LNG-Angebot in Europa steigt in dieser Woche im Vergleich zu letzter Woche.

Russlands Arctic LNG 2-Projekt hat die Gasproduktion in diesem Monat auf ein Rekordniveau gesteigert, die Erdgasproduktion betrug im August durchschnittlich fast 15 Millionen Kubikmeter pro Tag. Seit Juni hat die Anlage LNG-Ladungen auf fünf Tanker verladen die in Richtung Asien fahren.

Das Sentiment der Spekulanten trübt sich bei TTF Gas laut jüngsten CoT-Daten weiter ein und die Investmentfonds bauen nun auch verstärkt Short-Positionen auf. Dies unterstreicht die zunehmende Skepsis gegenüber steigenden Preisen im Gasmarkt.

Neutrale Faktoren

Das Sentiment am US-Finanzmarkt bleibt bullish, gestern wurde abermals ein Allzeithoch im S&P 500 markiert. Die europäischen Aktienmärkte kommen da derzeit angesichts von politischen Risiken und des Zollkonflikts nicht mehr mit.

Heute steht eine weitere Kapazitätsauktion für den Gasspeicher Rehden an. Zuletzt waren die Auktionen wenig erfolgreich, das Einspeichern in Rehden ist für die Marktteilnehmer offenbar nicht attraktiv genug.

Vorläufige Einschätzung

Auf den ersten Blick überwiegen heute zahlenmäßig die bullishen Faktoren. Allerdings werden wir voraussichtlich bei unserer bearishen Gesamteinschätzung bleiben, weil die bearishen Faktoren aus unserer Sicht stärker ins Gewicht fallen. Mehr dazu in unserem Fazit um 10 Uhr.

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DailyReport Recap vom 27.08.2025: Deutliche Rückgänge am Mittwoch – Kurzes Ende fester

2025-08-27 8:00 pm
Analyst:
Dennis Warschewitz

Am Strom Terminmarkt gingen die Notierungen am Mittwoch deutlich zurück. Getrieben wurde der Rückgang von sinkenden Gas- und CO2-Preisen. Am Strom Spotmarkt legten die Preise dagegen zu, da für die kommenden Tage deutlich weniger Wind- und Solarstrom prognostiziert wird.

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Interpretation CoT-Report EUA-Markt (ICE Endex / Stand: 22.08.2025)

2025-08-27 12:00 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Laut aktuellem CoT-Report mit Datenstand 22.08.2025 zeigt sich bei den Investmentfonds eine Gegenbewegung zur Vorwoche. Die Long-Positionen wurden von 60,1 Mio. t auf 63,6 Mio. t (plus 3,6 Mio. t; plus 5,9 Prozent) leicht ausgebaut, während die Short-Positionen von 39,9 Mio. t auf 37,8 Mio. t (minus 2,0 Mio. t; minus 5,1 Prozent) zurückgingen. Dadurch erhöhte sich die Netto-Long-Position von 20,2 Mio. t auf 25,8 Mio. t (plus 5,6 Mio. t; plus 27,7 Prozent).

Interpretation:

Im Vergleich zur KW 33, die einen Rückgang der Long-Positionen und einen gleichzeitigen Aufbau der Shorts zeigte, stellt die aktuelle Entwicklung eine Bestätigung der Wochen davor dar und die Investmentfonds setzen eher auf steigende CO2-Preise. Der Rückgang der Netto-Long-Position in KW 33 dürfte somit insbesondere auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein.

Ein CO2-Händler kann diese Signale als Anlass nehmen, eine Long-Bias beizubehalten. Ein Anstieg über die wichtige Widerstandsmarke bei 73,35 Euro/t CO2 beim EUA-Dez-25 sollte den Aufbau von Netto-Long-Positionen verstärken.

Hinweis: Dies stellt eine einseitige Interpretation dar und beleuchtet keine weiteren marktbeeinflussenden Faktoren zum EUA-Markt!

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Interpretation CoT-Report TTF Gas (ICE Endex / Stand: 22.08.2025)

2025-08-27 12:00 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Trotz eines Wochenanstiegs um 4,8 Prozent beim TTF Gas Cal 26 zeigt der aktuelle CoT-Report mit Stichtag 22.08.2025, dass die Investmentfonds erneut die Netto-Long-Position deutlich reduziert haben. Zwar wurden die Long-Positionen nur leicht von 314,9 TWh auf 312,5 TWh reduziert (minus 2,5 TWh; minus 0,8 Prozent). Auf der Short-Seite kam es dagegen zu einem deutlichen Ausbau von 233,5 TWh auf 247,6 TWh (plus 14,1 TWh; plus 6,0 Prozent). Dadurch sank die Netto-Long-Position von 81,4 TWh auf nur noch 64,8 TWh (minus 16,6 TWh; minus 20,3 Prozent).

Interpretation:

Das Sentiment der Spekulanten trübt sich somit weiter an und die Investmentfonds bauen nun auch verstärkt Short-Positionen auf. Dies unterstreicht die zunehmende Skepsis gegenüber steigenden Preisen im TTF-Markt.

Ein Gashändler sollte diese Entwicklung als Signal für weiter erhöhte Abwärtsrisiken interpretieren und Long-Positionen konsequent absichern. Ein nachhaltiger Rückfall unter die 30-Euro-Marke würde den Verkaufsdruck verstärken und den weiteren Aufbau von Short-Engagements begünstigen.

Hinweis: Dies stellt eine einseitige Interpretation dar und beleuchtet keine weiteren marktbeeinflussenden Faktoren im TTF-Gasmarkt!

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Zusätzliche Zölle für Indien seit heute in Kraft

2025-08-27 9:15 am
Analyst:

Bullishe Faktoren

Geopolitisches Risiko Ukrainekrieg, Angriffe auf Energieinfrastruktur.

Bearishe Faktoren

50 Prozent-Zölle für Warenimporte aus Indien in die USA seit heute in Kraft. Indien scheint sich dem Druck nicht zu beugen und weiter russisches Öl zu importieren. Somit bleibt russisches Öl weiter auf dem Weltmarkt.

Neutrale Faktoren

Der September zeichnet sich durch einen Übergang in eine frühherbstlich-kühle Witterung aus, mit reduziertem Hitzerisiko, stabilerer Solarausbeute nur in der ersten Monatshälfte und einem insgesamt volatilen, aber tendenziell anziehenden Windbild. Dies stützt grundsätzlich die Preise, die Prognosen sind aber seit Tagen am Markt bekannt, daher neutral.

Die Veröffentlichung der jüngsten CoT-Daten steht wieder an (Datenstand: 22. August). In der zweiten Hälfte der vergangenen Handelswoche kam es zu starkem Kaufdruck, was auf einen Aufbau von Netto-Long-Positionen schließen lässt. Die Spekulanten dürften auf wichtigen charttechnischen Unterstützungen Positionen eröffnet haben. Ein Stimmungswechsel wäre daran noch nicht festzumachen.

US-Diplomatin Natalie A. Baker meldete starkes Interesse amerikanischer Firmen an Pakistans Öl- und Gasprojekten, nachdem Präsident Trump von „massiven Reserven“ gesprochen hatte. Experten zweifeln diese an, da seit Jahren keine großen Funde gemacht wurden und internationale Konzerne sich zurückgezogen haben.

Beim gestrigen Besuch des kanadischen Premierministers Mark Carney in Berlin ging es im Gespräch mit Kanzler Merz auch um mögliche LNG-Exporte Kanadas nach Europa. Allerdings fehlt derzeit die nötige Infrastruktur an Kanadas Ostküste. Carney erklärte es zur obersten Priorität seiner Regierung, diese Infrastruktur auszubauen.

Morgen steht eine Kapazitätsauktion für den Gasspeicher Rehden an. Die bisherigen Auktionen im August verliefen gemischt, teilweise wurden keine Kapazitäten nachgefragt. 

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DailyReport Recap vom 26.08.2025: Gemischtes Bild am Dienstag

2025-08-26 7:15 pm
Analyst:
Dennis Warschewitz

Am Dienstag haben die Gaspreise deutlich nachgegeben. Aufgrund festerer EUAs blieben die Stromnotierungen jedoch nahezu unverändert. Erneut waren es vor allem politische Meldungen, die für Aufsehen sorgten.

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Relative Stärke beim Strom Cal 28 Base

2025-08-26 2:30 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Bemerkenswert ist derzeit die relative Stärke des Strom Cal 28 Base, was auf zunehmende Last durch etwa Rechenzentren, Kohlekraftwerksabschaltungen und zu wenig gesicherten Kraftwerkszubau zurückzuführen ist (Strukturrisikoaufschlag). Im indexierten Preisverlauf seit drei Monaten weist der Kontrakt einen Anstieg um über 4,4 Prozent auf, während Strom Cal 27 Base (plus 1,3 Prozent) und Strom Cal 26 Base (minus 3,4 Prozent) deutlich dahinter rangieren

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Energy Market Drivers am 26.08.2025: Erneute Zoll-Drohungen von Donald Trump

2025-08-26 9:05 am
Analyst:

Bullishe Faktoren

Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Ukrainekrieg nehmen zu. Besonders kritisch sind die Ausfälle am Ust-Luga-Terminal, das ein zentraler Exporthub für Naphtha, Kerosin und Gasoil ist. Die Angriffe erhöhen die geopolitische Unsicherheit und könnten zu Angebotseinschränkungen führen.

Die LNG-Importe nach Europa, inklusive Türkei, sind vergangene Woche erneut gesunken, da Asien (insbesondere Japan und Südkorea) deutlich mehr LNG nachfragt und Importe dort ein 18-Monatshoch erreicht haben. Obwohl die europäische Versorgungslage aktuell stabil bleibt, könnten verstärkte LNG-Ströme und ein stärkerer LNG-Preiswettbewerb mit Asien kurzfristig die europäischen Gaspreise stützen.

Mehrere Wartungen an norwegischen Gasfeldern und Verarbeitungsanlagen stehen an, darunter Nyhamna, Kollsnes, Troll, Ormen Lange und Aasta Hansteen. Insgesamt könnten dadurch bis Mitte September signifikante Kapazitäten vom Markt genommen werden, was die Versorgungslage in Europa temporär anspannen dürfte. Ohne ungeplante Ausfälle und Ausweitungen der Wartungen sollte der Effekt aber begrenzt sein, da die Wartungen jährlich stattfinden und bereits lange bekannt sind.

Bearishe Faktoren

Trump droht europäischen Ländern mit neuen Zöllen, falls diese ihre Digitalsteuern nicht zurücknehmen. Zusätzlich erwägt die US-Regierung Sanktionen gegen EU-Vertreter im Zusammenhang mit dem Digital Services Act, was die transatlantischen Handelsbeziehungen belasten könnte. Neue Handelskonflikte zwischen den USA und der EU würden die wirtschaftlichen Aussichten für Europa verschlechtern.

Die nukleare Verfügbarkeit in Frankreich stieg zuletzt auf rund 75 Prozent, da mehrere Reaktoren aus der Wartung zurückkehrten. Nach Angaben von EDF wurden Belleville 1 (1.310 MW) und Tricastin 2 (915 MW) von der Liste potenziell längerfristig betroffener Anlagen gestrichen. Damit gelten sie nicht mehr als Risiko für Ausfälle durch Spannungsrisskorrosion. Zusätzlich verlängerte EDF die Abschaltung von Cattenom 3 (1,3 GW) um zwei Tage bis Samstag, 23:00 CET.

Die Wettermodelle zeigen einen moderaten Temperaturverlauf, während die Windkraft nach einer kurzen Schwächephase deutlich zunimmt und die PV-Einspeisung leicht zurückgeht. Insgesamt deutet der Trend auf eine höhere Verfügbarkeit erneuerbarer Erzeugung gegen Monatsende hin. Das Risiko von weiteren Hitzewellen nimmt ab.

Die französische Minderheitsregierung von Premierminister Bayrou steht vor dem Aus, da mehrere Oppositionsparteien angekündigt haben, die Vertrauensfrage im September abzulehnen. Ein Regierungssturz könnte Reformprojekte verzögern und die wirtschaftliche Unsicherheit in Frankreich erhöhen.

Neutrale Faktoren

Trump hat die Fed-Gouverneurin Lisa Cook wegen angeblich falscher Angaben bei Hypothekenanträgen entlassen. Die Entlassung könnte Unsicherheit über die zukünftige Geldpolitik verstärken, da Spannungen zwischen Regierung und Notenbank wachsen.

Rückblick
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DailyReport Recap vom 25.08.2025: Ölpreis stabilisiert sich weiter

2025-08-25 7:00 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Am Montag starteten die Energiemärkte mit überwiegend moderaten Preisbewegungen bei Strom, Gas und CO2-Zertifikaten in die neue Handelswoche. Deutlich dynamischer zeigten sich dagegen die Kohle- und Ölpreise, wo sich stärkerer Kaufdruck zeigte.

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Wenn Charttechnik auf Statistik trifft: Strompreis im Zangengriff von Gas & CO2

2025-08-22 1:00 pm
Analyst:
Tobias Waniek

In der aktuellen Handelswoche kam es zu einem spannenden Zusammenspiel fundamentaler und charttechnischer Kräfte zwischen Strom, Gas und CO2:

Statistisch betrachtet, lassen sich seit Jahresbeginn rund 90 Prozent der Preisbewegungen im Strom Cal 26 Base durch TTF Gas Cal 26 (48,1 Prozent) und EUA-Dez-25 (44,4 Prozent) erklären, wie eine Regressionsanalyse der logarithmischen Renditen zeigt.

Charttechnisch kam es bei Gas und CO2 zu kräftigen Rebounds an den Unterstützungen um 30 Euro/MWh bzw. 70 Euro/t CO2, deren Aufwärtsbewegungen jedoch jeweils an den Widerständen bei rund 33 Euro/MWh bzw. 73 Euro/t CO2 stoppt. Das Strom Cal 26 Base überwand in diesem Umfeld statistisch nahezu zwangsläufig die Marke von 85 Euro/MWh.

Ausgehend vom Tief bei 82,70 Euro/MWh hätte das Strom Cal 26 Base angesichts des Anstiegs von TTF Gas Cal 26 (plus 7,46 Prozent) und EUA Dez-25 (plus 3,5 Prozent) statistisch einen Return von rund plus 5,1 Prozent erreichen können und damit im Bereich von 86,9–87,0 Euro/MWh landen sollen. Auffällig ist jedoch, dass die Aufwärtsbewegung exakt am mittleren Bollinger Band bei aktuell 86,1 Euro/MWh stoppte und die charttechnische Barriere ihre Wirkung entfaltete.

Fazit: Sollten TTF Gas und CO2 an ihren Widerständen abprallen, wird auch der Strompreis zurückzufallen und die 85-Euro-Marke könnte wieder unterschritten werden.

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Aktienmärkte anfällig für eine Korrektur, mit Auswirkungen auf EUAs und Strom

2025-08-22 9:50 am
Analyst:
Stefan Küster

Die Aufmerksamkeit richtet sich heute auf Wyoming, wo die Rede von Fed-Chef Jerome Powell im Rahmen des Jackson-Hole-Symposiums erwartet wird. Marktteilnehmer erhoffen sich Hinweise auf den weiteren Kurs der Geldpolitik. Gleichzeitig hatte zuletzt Fed-Mitglied Hammack die Erwartungen an eine baldige Lockerung relativiert: Auf Basis der jüngsten Konjunkturdaten sehe sie derzeit keinen Anlass für eine Zinssenkung im September.

Parallel dazu nehmen die Schwankungen an den Finanzmärkten zu. Der Volatilitätsindex (VIX) verzeichnete in dieser Woche gleich zweimal deutliche Anstiege und signalisiert damit eine erhöhte Unsicherheit. Der Fear & Greed Index bewegte sich zeitweise im Bereich extremer Risikobereitschaft, bevor er wieder in Richtung Vorsicht tendierte. Diese Indikatoren deuten auf eine fragile Marktstimmung hin, die in Abhängigkeit von den Signalen aus Jackson Hole weiter an Sensitivität gewinnen dürfte.

Das Chartbild für den S&P 500 zeigt sich zudem zunehmend fragil. Der Aufwärtstrend gerät ins Stocken und wird anfällig für eine Korrektur. Erkannt werden kann dies an der negativen Divergenz des MACD im Vergleich zum Index. Eine negative Divergenz liegt vor, wenn der Index weiter steigt und neue Hochs markiert, während der MACD-Indikator bereits fallende Hochs zeigt. Das signalisiert, dass die Aufwärtsdynamik des Marktes nachlässt, obwohl die Kurse im Primärchart noch zulegen. Technisch gesehen weist dies auf ein nachlassendes Momentum hin, was als Warnsignal zu verstehen ist. Die negative Divergenz gilt häufig als Vorzeichen für eine bevorstehende Korrektur. Es ist jedoch kein sicheres Verkaufssignal, sondern ein Hinweis auf steigendes Risiko und die Notwendigkeit engerer Risikoüberwachung.

Eine stärkere Korrektur an den amerikanischen Aktienmärkten, was dann auch Europa und Deutschland (DAX) betreffen würde, dürfte sich auch bei den Energie-Commodities zeigen. Die EUAs könnten in diesem Szenario unter Druck geraten und somit auch bei Strom zu Preisabgaben führen. 

Rückblick
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Energy Market Drivers am 22.08.2025: Stockende Ukraine-Verhandlungen - Trump an der Seitenlinie?

2025-08-22 9:00 am
Analyst:

Bullishe Faktoren

Trump zieht sich vorerst aus den Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine zurück. Ein trilaterales Treffen soll erst nach einem persönlichen Treffen zwischen Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj stattfinden. Vorerst will Trump keine direkte Rolle spielen.

USA und EU einigen sich auf Zolldeal. Kurzfristiger bullisher Effekt, da weitere Eskalation im Zollstreit abgewendet wurde. Mittel- bis langfristig erhöhen sich aber die Belastungen, was angesichts schwacher Konjunkturdaten in der EU zusätzlich belastend wirkt.

Asiatische LNG-Importe zuletzt angestiegen und wirken kurzfristig bullish. Der starke Anstieg ist vor allem preisgetrieben und weniger aus einer strukturell steigenden Nachfrage. Bisher fehlen klare konjunkturelle Signale für eine nachhaltige Erholung der chinesischen Gasnachfrage.

Wartungen in Norwegen. Die Gasflüsse werden sich wartungsbedingt in den nächsten Wochen reduzieren. Das Risiko von ungeplanten Verlängerungen oder Ausfällen stützt die Notierungen. Die Einschränkungen sind ansonsten am Markt aber bekannt.

Angriffe auf Energieinfrastruktur im Ukrainekrieg nehmen zu. Russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine. Zudem war die Druschba-Pipeline kurzzeitig außer Betrieb. 

Bearishe Faktoren

Deutsche Wirtschaft schrumpft stärker als erwartet. Gegenüber der Schnellmeldung vom 30. Juli hat das Statistische Bundesamt das deutsche BIP-Ergebnis für Q2 nach unten korrigiert, von minus 0,1 Prozent auf minus 0,3 Prozent. Als Ursache benennen die Statistiker die Industrie.

In Frankreich kommt es in der aktuellen Woche noch zu vereinzelten Einschränkungen der KKW-Flotte. Aber der kommenden Woche erhöht sich laut REMIT-Meldungen die verfügbare Kapazität aber wieder.

Neutrale Faktoren

Notenbanksymposium in Jackson Hole. Insbesondere die Rede von Fed-Chef Jerome Powell am Nachmittag wird mit Spannung erwartet. Hinweise auf die weitere Zinspolitik dürften die Volatilität erhöhen. 

Die Wettermodelle bestätigen ein warmes Monatsende, jedoch mit reduziertem Hitzerisiko; beim Wind zeigt sich Ende August eine Schwächephase, bevor es zum Monatswechsel wieder anzieht. Solar bleibt auf hohem Niveau, allerdings mit leicht niedrigeren Peaks. Am Wochenende steigt vor allem am Sonntag durch negative Residuallast das Risiko für stark negative Preise deutlich an.

Rückblick
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DailyReport Recap vom 21.08.2025: USA und EU einigen sich auf Zolldeal – Kritik an Ungleichgewicht

2025-08-21 6:30 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Der Rebound der Energiemärkte setzte sich am Donnerstag fort. Für Schlagzeilen sorgte die Einigung im Zollstreit zwischen der EU und den USA. Allerdings wird das Ungleichgewicht im Abkommen kritisiert.

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Welt: Stimmungsaufhellung im August

2025-08-21 4:04 pm
Analyst:
Andreas Speer

Die heutigen vorläufigen Ergebnisse der Einkaufsmanagerindizes (PMI) für August hielten überwiegend positive Überraschungen parat. An eine sehr gute Stimmung bei den Befragten in Indien hat man sich ja schon gewöhnt – hier legte der PMI von 59,1 auf 59,8 Punkte zu und zieht damit weiterhin einsam seine Bahnen -, aber auch in Japan, Deutschland und Frankreich gab es eine überraschende und nicht einmal geringe Stimmungsaufhellung im Verarbeitenden Gewerbe zu verzeichnen. Folglich stieg auch der EU-PMI des Verarbeitenden Gewerbes von 49,8 auf 50,5 Punkte, der höchste Wert seit Juni 2022. Vor allem die Komponente „Produktion“ legte deutlich auf ein 41-Monats-Hoch zu und - etwas überraschend - auch diejenige für die Auftragseingänge. Dagegen gingen die Beschäftigung und Exportaufträge leicht zurück. Weniger positiv war auch der Anstieg des zusammengesetzten Inputpreisindex – insbesondere getrieben durch den Dienstleistungssektor. Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich verbesserte sich der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe auf 49,9 Punkte, ebenfalls der höchste Wert seit Juni 2022. Die Einkaufsmanagerindizes haben sich damit im Umfeld unsicheren geopolitischen Hintergrunds (Zölle) im August als widerstandsfähig erwiesen, was grundsätzlich zuversichtlich stimmt. Es ist allerdings noch früh für ein endgültiges Urteil, da das Handelsabkommen zwischen der EU und den USA – einschließlich eines Basiszolls von 15 % – Ende Juli und bislang auch nur mündlich vereinbart wurde. Zudem deuten die PMIs zwar auf eine höhere konjunkturelle Auslastung, aber sicherlich nicht auf Wachstum hin und schon gar nicht auf eine Hochkonjunktur im Euroraum. Dafür spricht auch der Rückgang in Großbritannien auf 47,3 Punkte. Erfreulich war auch, dass sich der US-PMI im August spürbar und zwar um 3,5 auf 53,3 Punkte verbesserte, während der Konsens lediglich von 49,5 Punkten ausging. Auch hier haben die Befragten die Zollproblematik zunächst einmal gut weggesteckt. Unter dem Strich ist damit positiv festzuhalten, dass die Weltwirtschaft zwar eine geringere Taktzahl im zweiten Halbjahr an den Tag legt, ein abruptes Abrutschen in eine Rezession mit dem heutigen Tag aber unwahrscheinlicher geworden ist.

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Energy Market Drivers am 21.08.2025: Wartungen in Norwegen beginnen – Russland greift westliche Ukraine an

2025-08-21 9:10 am
Analyst:

Nach dem bullishen Vortag eröffnen die Energiemärkte am Donnerstag kaum verändert. Die fundamentalen Faktoren zeigen keine wesentlichen Veränderungen. Diese Woche endet außerdem die politische Sommerpause - das EU-Parlament wird am 25. August zurückkehren. Der Ukrainekrieg dürfte den politischen Diskus weiter bestimmen.

Bullishe Faktoren

Ukrainekrieg spitzt sich weiter zu

Laut Medienberichten kommt es derzeit zu den stärksten russischen Angriffen auf die Ukraine seit mehreren Wochen. Dabei werden auch westliche Gebiete der Ukraine angegriffen, eine Fabrik eines US-Elektronikherstellers wurde getroffen. Polen ließ daher zeitweise Flugzeuge zum Schutz des eigenen Luftraums aufsteigen. Der Einsatz der polnischen Luftwaffe und verbündeter Streitkräfte ist beendet, zeigt aber das derzeitige Eskalationspotential.

Frankreich: Ungeplanter Ausfall in Tricastin 4

Der französische Versorger EDF hat am Mittwoch den 915 MW-Reaktor Tricastin 4 nach einem automatischen Stopp vom Netz genommen. Der Ausfall dauert voraussichtlich bis Freitag, 00:00 CET. Laut EDF führen Mitarbeiter derzeit technische Analysen durch, um die Ursache zu klären.

Norwegische Wartungen beginnen

In Norwegen steht das nächste Wartungsfenster vor der Tür. Dabei kommt es zeitweise zu Einschränkungen von rund 125 Millionen Kubikmeter/Tag, allerdings nur für einzelne Tage. Die größeren Wartungen sind bis Mitte/Ende September beendet. Dies sorgt für ein verknapptes Gasangebot. Ohne ungeplante Einschränkungen sind die Auswirkungen allerdings begrenzt.

Bearishe Faktoren

Wettertrend: Kühler, kurze Windspitze, stabile PV-Einspeisung

Die Temperaturmodelle bestätigen weiterhin die Abkühlung bis zum Wochenende, zeigen aber nun ein etwas klareres Minimum um den 23.–24. August bei rund 14–15 Grad Celsius. Im Windbereich bleibt die Spitze am Freitag mit über 20 GW bestehen, danach fällt die Produktion deutlicher als zuvor prognostiziert ab, bevor ab dem 27. August wieder eine Erholung einsetzt. Bei der PV-Einspeisung zeigt sich kaum Veränderung: die Tagesauslastung bleibt stabil im Bereich 35–45 Prozent, mit Spitzen um 50 Prozent an klaren Tagen. Insgesamt hat sich der Trend zu kühleren Temperaturen, kurzer Windspitze und stabiler PV-Produktion bestätigt.Über das Wochenende sind wieder negative Preise möglich. Die Residuallast ist am Samstagmittag noch leicht positiv, während sie am Sonntag mittags klar in den negativen Bereich kippt (bis minus 6 GW).

Norwegische Öl- und Gasproduktion übertrifft Prognosen

Norwegische Öl- und Gasproduktion übertrifft Prognosen. Die norwegische Offshore-Behörde (Norwegian Offshore Directorate, NOD) hat für Juli Förderzahlen veröffentlicht, die auf eine insgesamt robuste Produktionslage hinweisen. Die kombinierte Öl- und Gasproduktion lag mit 0,672 Millionen Standardkubikmetern pro Tag um 3,9 Prozent über der offiziellen Prognose. Allerdings ging die Gesamtförderung im Jahresvergleich um 2,9 Prozent zurück.

CoT-Reports EUAs und TTF Gas zeigen Abbau von Longs

Erneuter Rückgang der Netto-Long-Positionen im TTF Gasmarkt. Der kräftige Long-Abbau bei gleichzeitigem leichten Short-Aufbau zeigt eine weitere Verschlechterung des Sentiments. Nach der bereits schwachen Vorwoche intensivieren die Spekulanten den Abbau der Long-Positionierung, wodurch die Marktstimmung zunehmend negativ geprägt ist.

Spekulanten bauen Long-Positionen bei EUAs ab. Der gleichzeitige Long-Abbau und Short-Aufbau signalisiert eine deutliche Abschwächung des zuvor bullischen Sentiments. Nach der starken Long-Positionierung in der Vorwoche zeigen die Investmentfonds eine Risikoanpassung, wodurch das bullishe Marktbild geschwächt wird.

Japanischer Industrie-PMI bleibt unter 50 – Produktion schrumpft weiter

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in Japan stieg im August leicht auf 49,9 Punkte (Juli: 48,9), blieb jedoch den zweiten Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50. Die Industrieproduktion schrumpfte erneut, belastet insbesondere durch die schwächere Nachfrage aus dem Ausland infolge von US-Zöllen. Damit signalisiert die Umfrage ein weiter fragiles Umfeld für Japans Industrie. Japan importiert einen erheblichen Anteil des weltweiten LNG. Eine schwächere Nachfrage aus Japan macht somit mehr Spot-LNG für Europa verfügbar.

Neutrale Faktoren

Indiens Nayara Energy nutzt „Dark Fleet“ für russisches Öl

Der unter EU-Sanktionen stehende indische Raffineriekonzern Nayara Energy greift zunehmend auf eine sogenannte „Dark Fleet“ zurück, um russisches Rohöl zu importieren und verarbeitete Produkte zu exportieren. Laut LSEG-Daten erhielt Nayara im August mindestens sieben Frachten Urals mit je rund 700.000 Barrel auf sanktionierten Tankern wie Centurion oder Mars 6. Auch für den Export von Benzin und Gasoil nutzt das Unternehmen Schiffe, die unter EU-Sanktionen stehen – teils unter neuen Namen.

Potenzielle Morning-Star-Formation beim TTF Gas Sept.-Future

Seit Anfang der Woche bildet sich beim TTF Gas Sept-Future eine Morning-Star-Formation aus. Die Morning-Star-Formation ist ein bullishes Umkehrsignal in der Candlestick-Analyse, das typischerweise nach einem Abwärtstrend auftritt. Diese kräftige Gegenbewegung nach oben wurde am Mittwoch der KW 34 vollzogen, muss auf Tagesbasis allerdings noch durch einen Anstieg über 32,38 Euro/MWh bestätigt werden (Hoch der “Mutterkerze” und gebrochener Abwärtstrend).

Fed-Protokolle: Mehrheit gegen Zinssenkung

Die Juli-Protokolle der US-Notenbank zeigen, dass eine deutliche Mehrheit der Fed-Mitglieder für die Beibehaltung des Leitzinses im Korridor von 4,25–4,50 Prozent gestimmt hat. Nur Fed-Vizechefin Michelle Bowman und Gouverneur Christopher Waller plädierten für eine Senkung um 25 Basispunkte, um einer drohenden Schwäche am Arbeitsmarkt entgegenzuwirken. Damit kam es erstmals seit 1993 vor, dass mehr als ein Fed-Gouverneur gegen die offizielle Zinsentscheidung votierte. Insgesamt bleibt die Fed-Mehrheit jedoch auf Kurs einer vorsichtigen Zinspolitik. Nun kommen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming von Donnerstag bis Samstag führende Notenbanker und Ökonomen zusammen.

Rückblick
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DailyReport Recap vom 20.08.2025: Energiemärkte fester – spekulativer Druck auf TTF und EUAs

2025-08-20 8:00 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Am Mittwoch haben sich die Energiemärkte insgesamt fester präsentiert. Insbesondere der Gasmarkt zeigte Kursanstiege von 2,6 Prozent (TTF Gas Cal 26) bis 3,4 Prozent (TTF Gas September). Auch der Strommarkt stieg um 1,1 Prozent (Strom Cal 26 Base) bis 1,3 Prozent (Strom September Base) an. Der EUA-Dez-25-Future schloss dagegen „nur“ 0,3 Prozent im Plus.

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Potenzielle Morning-Star-Formation beim TTF Gas Sept.-Future

2025-08-20 4:42 pm
Analyst:
Stefan Küster

Rückblick
Der TTF Gas Sept.-Future befindet sich seit dem Juni-Hoch vom 23.06. bei 43,72 Euro/MWh in einem intakten mittelfristigen Abwärtstrend, gekennzeichnet durch fallende Hochs und fallende Tiefs. Der Abwärtstrend beförderte den Gas-Leitkontrakt am Anfang der KW 34 bis auf die 30-Euro-Marke hinab, was einem Preisverfall von 31 Prozent entspricht. Dass die 30-Euro-Marke zuletzt gehalten hat und derzeit gekauft wird, ist eine Art selbsterfüllende Prophezeiung. Der rein psychologische Support könnte in den nächsten Tagen durch weitere charttechnische Signale Bestätigung erhalten. 

Ausblick
Denn seit Anfang der Woche bildet sich beim TTF Gas Sept-Future eine Morning-Star-Formation aus. Die Morning-Star-Formation ist ein bullishes Umkehrsignal in der Candlestick-Analyse, das typischerweise nach einem Abwärtstrend auftritt. Sie besteht aus drei oder vier Kerzen: einer langen roten Kerze (starker Abverkauf), gefolgt von einer kleinen Kerze (Doji / Short Body Candle, Zeichen der Unsicherheit) und schließlich einer langen grünen Kerze (kräftige Gegenbewegung nach oben). Diese kräftige Gegenbewegung nach oben wird am Mittwoch der KW 34 vollzogen, muss auf Tagesbasis allerdings noch bestätigt werden. Gemeinsam deutet diese Kerzenfolge mit einem Kaufsignal seitens des Stochastik-Oszillators darauf hin, dass die Bären ihre Dominanz verlieren und die Bullen kurzfristig die Kontrolle übernehmen könnten.

Fazit
Ein Gashändler könnte die Morning-Star-Formation, wenn sie final durch einen Anstieg über 32,38 Euro/MWh bestätigt wird (Hoch der “Mutterkerze” und gebrochener Abwärtstrend), als mögliches bullishes Umkehrsignal interpretieren. Bestehende Short-Positionen könnten abgesichert oder geschlossen werden. Gleichzeitig könnten Long-Einstiege überdacht werden, jedoch erst nach einer klaren Bestätigung durch eine bullishe Folgekerze. Dabei ist es entscheidend, die fundamentalen Treiber wie Wetterprognosen, Speicherstände oder geopolitische Entwicklungen eng mit einzubeziehen. Ein konsequentes Risikomanagement mit Stop-Loss-Orders bleibt unerlässlich, um Fehlsignale abzufedern.

Rückblick
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Interpretation CoT-Report EUA-Markt (ICE Endex / Stand: 15.08.2025)

2025-08-20 11:00 am
Analyst:
Tobias Waniek

Laut aktuellem CoT-Report mit Datenstand 15.08.2025 haben die Investmentfonds im EUA-Markt ihre Long-Position von 66,0 Mio. t auf 60,1 Mio. t reduziert (minus 8,9 Prozent). Gleichzeitig wurde die Short-Position von 37,1 Mio. t auf 39,9 Mio. t leicht ausgebaut (plus 7,4 Prozent). In Summe ergibt sich damit ein Rückgang der Netto-Long-Position um 8,6 Mio. t auf nun 20,2 Mio. t (minus 30,0 Prozent).

Interpretation:

Der gleichzeitige Long-Abbau und Short-Aufbau signalisiert eine deutliche Abschwächung des zuvor bullischen Sentiments. Nach der starken Long-Positionierung in der Vorwoche zeigen die Investmentfonds eine Risikoanpassung, wodurch das bullishe Marktbild geschwächt wird.

Ein CO2-Händler sollte diese Entwicklung als Warnsignal interpretieren und bestehende Long-Positionen absichern. Ein Rückfall unter die Marke von 70 Euro/t CO2 würde den Verkaufsdruck verstärken und die Wahrscheinlichkeit weiterer Short-Engagements der Spekulanten erhöhen.

Hinweis: Diese Einschätzung basiert ausschließlich auf der CoT-Entwicklung und berücksichtigt keine weiteren marktbeeinflussenden Faktoren im EUA-Markt.

Rückblick
Ausblick
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Interpretation CoT-Report TTF Gas (ICE Endex / Stand: 15.08.2025)

2025-08-20 11:00 am
Analyst:
Tobias Waniek

Laut aktuellem CoT-Report mit Datenstand 15.08.2025 haben die Investmentfonds ihre Long-Position im TTF-Gasmarkt von 336,9 TWh auf 314,9 TWh reduziert (minus 6,5 Prozent). Auf der Short-Seite kam es parallel zu einem leichten Aufbau von 231,5 TWh auf 233,5 TWh (plus 0,9 Prozent). In Summe ergibt sich damit ein erneut starker Rückgang der Netto-Long-Position um 23,98 TWh auf nun 81,41 TWh (minus 22,8 Prozent). Zum Vergleich: In der Woche zum 20.06.2025 betrug die Netto-Long-Position noch 189,56 TWh.

Interpretation:

Der kräftige Long-Abbau bei gleichzeitigem leichten Short-Aufbau zeigt eine weitere Verschlechterung des Sentiments. Nach der bereits schwachen Vorwoche intensivieren die Spekulanten den Abbau des Long-Exposure, wodurch die Marktstimmung zunehmend negativ geprägt ist.

Ein Gashändler sollte diese Entwicklung als klares Signal für weiter erhöhte Abwärtsrisiken interpretieren und Long-Positionen konsequent absichern. Ein nachhaltiger Rückfall unter die 30-Euro-Marke würde den Verkaufsdruck verstärken und den weiteren Aufbau von Short-Engagements begünstigen.

Hinweis: Diese Einschätzung basiert ausschließlich auf der CoT-Entwicklung und berücksichtigt keine weiteren marktbeeinflussenden Faktoren im TTF-Gasmarkt.

Rückblick
Ausblick
Widerstände
Unterstützungen

Mögliche Korrektur am Aktienmarkt dürfte auf die Rohstoffpreise abfärben

2025-08-20 9:14 am
Analyst:
Andreas Speer

Wie vor einigen Wochen im Weekly-Call angesprochen, war es in der Vergangenheit nicht unüblich, dass die Aktienmärkte in Deutschland (in den USA ist dies weit weniger stark ausgeprägt) von Ende Juli bis Ende September gerne einmal eine ausgedehnte Korrekturphase durchlaufen. Dies ist in den beiden Graphiken mit dem jeweils grauen Linienverlauf nachgezeichnet. Am aktuellen Rand ist dies zwar noch nicht der Fall, wobei sich vor allem der DAX – anders als der MDAX – sogar noch etwas stärker gegen einen möglichen Abstieg stemmt. Es ist aber nach wie vor sehr wohl im Bereich des Möglichen, zumal die Bewertungen in Summe alles andere als günstig sind. Dazu braucht es natürlich aber auch einen Auslöser. Dieser könnte entweder von der bevorstehenden Rede des US-Notenbankvorsitzenden Jerome Powell auf dem Jackson Hole Economic Symposium der Kansas City Fed am Freitag kommen, mit der er allzu großen Leitzinssenkungshoffnungen einen Riegel vorschiebt oder aber von enttäuschenden Wirtschaftsdaten. Wenn es so kommen sollte, dass die Aktienmärkte eine spürbare Korrekturphase durchlaufen, dürfte dies die fossilen Energieträger, vor allem aber die EUAs, die nun schon länger eine hohe Korrelation zum DAX aufweisen und sich somit vom Erdgas gelöst haben, nicht unberührt lassen, zumal die Rohstoffe ja ohnehin einen angeschlagenen Eindruck machen.

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Energy Market Drivers vom 20.08.2025: Europäische Bodentruppen in der Ukraine?

2025-08-20 9:10 am
Analyst:

Bullishe Faktoren

Der Handelsberater von US-Präsident Donald Trump, Peter Navarro, sagte, Indien müsse den Kauf von russischem Rohöl einstellen. In einem Artikel in der Financial Times schrieb Navarro, wenn Indien „als strategischer Partner der USA behandelt werden will, muss es anfangen, sich auch so zu verhalten“. Sollte dies umgesetzt werden, würde das russische Ölangebot für den Weltmarkt sinken. Die USA planen bei einer Fortsetzung der Käufe die Zölle für Indien auf 50 Prozent anzuheben. Die Daten der Importe zeigen, dass Indiens Ölimporte aus Russland im Juli zurückgingen, nachdem sie im Vormonat sprunghaft angestiegen waren. Neben geringeren Preisnachlässen ist dies auch auf eine geringere Nachfrage während der Monsunzeit zurückzuführen. Dies führt laut LSEG aber dazu, dass chinesische Raffinerien 15 Ladungen russischen Öls für die Lieferung im Oktober und November gekauft haben.

Die Lage im Ukrainekrieg bleibt dynamisch. Bloomberg berichtet, dass in dieser Woche ein Paket von Sicherheitsgarantien für die Ukraine konkreter werden soll, wobei die europäischen Staats- und Regierungschefs darauf setzen, die Unterstützung von Präsident Donald Trump für einen Plan mit europäischen Truppen zu nutzen. Europäische Beamte diskutieren einen Plan, britische und französische Truppen im Rahmen eines Friedensabkommens in die Ukraine zu entsenden, wobei etwa zehn Länder bereit sind, Streitkräfte in das vom Krieg heimgesuchte Land zu schicken. Die Bedingungen der Garantien sollen „in den kommenden Tagen, vorzugsweise noch in dieser Woche“ festgelegt werden, so Antonio Costa, Präsident des Europäischen Rates. Dies könnte zu steigenden Spannungen mit Russland führen.

Der französische Energieversorger EDF hat die Wiederinbetriebnahme seines Kernkraftwerks Cattenom 3 (Leistung: 1,3 GW) verschoben. Wie das Unternehmen am späten Dienstagabend mitteilte, bleibt der Reaktor nun bis zum 28. August um 00:00 Uhr MEZ außer Betrieb. Die Anlage war bereits im Mai für reguläre Wartungsarbeiten heruntergefahren worden, ursprünglich war eine Rückkehr ans Netz für den 25. August vorgesehen.

Bearishe Faktoren

Die US-Regierung hat ihre Handelsbeschränkungen für Stahl und Aluminium deutlich ausgeweitet. Nach Angaben des Handelsministeriums unterliegen nun 407 weitere Produktkategorien einem Strafzoll von 50 Prozent. Betroffen sind unter anderem Komponenten für Windkraftanlagen, Mobilkräne, Bulldozer, Eisenbahnwaggons, Pumpen sowie Möbel. Grundlage ist der Stahl- und Aluminiumanteil sogenannter abgeleiteter Produkte. Die Maßnahme trat nach Veröffentlichung im Federal Register am Montag offiziell in Kraft. Dies kann mittel- bis langfristig zu einer Verteuerung von Stahl- und Aluminiumprodukten in den globalen Lieferketten führen und nachfragedämpfend wirken.

Norwegisches Gasangebot und globale LNG-Exporte bleiben hoch. Die Auswirkungen der größeren Wartungen in Norwegen ab den nächsten Tagen bis Mitte September dürfte daher begrenzt sein. Zudem hat bei Freeport LNG nach einem technischen Ausfall am Sonntag eine der drei Verflüssigungsanlagen (Train 1) wieder den Betrieb aufgenommen.

CoT-Report TTF Gas. Die Spekulanten haben zuletzt ihre Netto-Long-Position deutlich zurückgefahren. Mit dem starken Verkaufsdruck zum Ende der KW 33 dürfte sich dies fortgesetzt haben.

Neutrale Faktoren

Veröffentlichung der CoT-Reports steht an. In der vergangenen Woche bestätigte der Report den Aufbau von Netto-Long-Positionen der Spekulanten bei CO2. Die Kursschwäche zum Abschluss der KW 33 könnte den Trend gebremst haben. 

Die Modelle bestätigen den deutlichen Temperaturrückgang bis zum 22. August, womit das Risiko einer erneuten Hitzephase vorerst gering bleibt. Ab Monatsende ist zwar ein moderater Anstieg erkennbar, ein nachhaltiges Hochsommer-Risiko zeichnet sich jedoch nicht ab. Bei den Erneuerbaren zeigt sich für den 22. August eine ausgeprägte Windspitze, gefolgt von einer mehrtägigen Flaute und erst ab dem 26. August wieder einer Erholung. Die PV-Einspeisung bleibt dagegen auf stabilem Sommerniveau, mit nur leichten Schwankungen zwischen 35–50 Prozent Auslastung. Insgesamt deutet der Trend auf hohe Volatilität bei der Windproduktion, während die stabile PV-Generation die Effekte teilweise abfedert.

Die US-Notenbank (Fed) legt die Protokolle ihrer jüngsten Sitzung vom 29. und 30. Juli vor. Anleger erwarten sich daraus Aufschluss über die Diskussionen rund um den weiteren Zinspfad für dieses Jahr. Trotz wiederholter Forderungen von Präsident Donald Trump nach Zinssenkungen beließ die Fed den Leitzins unverändert in einer Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent.

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DailyReport Recap vom 19.08.2025: Energiemärkte treten auf der Stelle

2025-08-19 7:00 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Die Energiemärkte zeigten am Dienstag kaum Veränderung. Die „Ergebnisse“ des Alaska-Gipfels sind eingepreist und nun geht es um mögliche Fortschritte der nächsten Gespräche.

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Kurzfristige Freeport LNG Störung behoben

2025-08-19 6:00 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Nach einem technischen Ausfall am Sonntag scheint am Dienstag eine der drei Verflüssigungsanlagen (Train 1) der US-amerikanischen Freeport LNG-Anlage in Texas wieder den Betrieb aufgenommen zu haben. Die Gaszufuhr stieg laut LSEG-Daten auf 2,0 Milliarden Kubikfuß pro Tag, verglichen mit 1,2 Milliarden am Vortag und leicht über dem Wochendurchschnitt.

Unsere Einschätzung: Da die Unterbrechung nur wenige Tage dauerte und der Betrieb fast wieder auf Normniveau ist, war und ist der preisliche Einfluss begrenzt. Längere Ausfälle würden das Gasangebot in Europa jedoch verknappen.

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LNG-Nachfrage in China sinkt weiter durch Marktreformen in Guangdong

2025-08-19 3:30 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Laut einem Bloomberg-Bericht könnte sich die LNG-Nachfrage in China weiter eintrüben. Hintergrund ist eine Marktreform in Guangdong. Die Reformen umfassen eine Erhöhung der Zahlungen für Gaskraftwerke, die in Bereitschaft bleiben, bei gleichzeitiger Kürzung der Subventionen für die tatsächliche Verbrennung des Brennstoffs, sodass sich der Einsatz der Kraftwerke verändern könnte und sich die Nutzungsstunden für gasbefeuerte Kraftwerke reduziert. In der Region wird mehr Strom durch Gaskraftwerke erzeugt als in den vier nächstgrößten Regionen zusammen. Allerdings spielt Gas in Chinas Strommix mit nur 3,3 Prozent eine untergeordnete Rolle. Chinas Importe von Flüssigerdgas sind in den ersten sieben Monaten des Jahres bereits um 19 Prozent zurückgegangen, unter anderem wegen schwacher industrieller Nachfrage und Umlenkung der Lieferungen in lukrativere Märkte.

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Energy Market Drivers am 19.08.2025: Erneuter Eklat im Weißen Haus ausgeblieben

2025-08-19 9:00 am
Analyst:

Bullishe Faktoren

US-Präsident Donald Trump sagte am Freitag, es gebe keine unmittelbaren Pläne, China für den Kauf von russischem Öl zu bestrafen. Allerdings könne man über Vergeltungszölle „in zwei oder drei Wochen“ nachdenken. Das vorläufige Ausbleiben sekundärer Sanktionen nimmt kurzfristig das Risiko einer abrupten Angebotsverknappung. Die Andeutung möglicher Maßnahmen „in zwei oder drei Wochen“ schafft jedoch Unsicherheit für die nähere Zukunft. In dem Zeitraum ist nun ein Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Staatsoberhaupt Wladimir Putin angedacht.

Bearishe Faktoren

US‑Präsident Donald Trump hat nach Gesprächen in Washington mit Wolodymyr Selenskyj und europäischen Spitzenpolitikern Kremlchef Wladimir Putin zu direkten Verhandlungen mit der Ukraine gedrängt – mit anschließender trilateraler Runde. Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und Sondergesandter Steve Witkoff koordinieren die möglichen Treffen. Selenskyj signalisierte Gesprächsbereitschaft zu Territorialfragen, betonte aber Sicherheitsgarantien als Teil jedes Deals. NATO‑Chef Mark Rutte hob hervor, dass in den kommenden Tagen Details dazu erarbeitet werden. Laut Bundeskanzler Friedrich Merz könnte ein Putin‑Selenskyj‑Treffen binnen zwei Wochen stattfinden, während Emmanuel Macron eine rasche Festlegung der Modalitäten in Aussicht stellte.

Zudem versprach US-Präsident Donald Trump dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Unterstützung bei Sicherheitsgarantien für eine mögliche Friedensregelung. Details blieben jedoch vage, während Selenskyj ankündigte, entsprechende Vereinbarungen in den kommenden zehn Tagen schriftlich festzuhalten. Parallel bot die Ukraine an, US-Waffen im Wert von rund 90 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Trotz der deutlich freundlicheren Atmosphäre im Vergleich zum gescheiterten Oval-Office-Treffen im Februar blieb ein Durchbruch aus.

Der russische Präsident Wladimir Putin unterzeichnete am Freitag ein Dekret, das es ausländischen Investoren, darunter dem US-Ölkonzern Exxon Mobil, ermöglichen könnte, Anteile am Öl- und Gasprojekt Sachalin-1 zurückzugewinnen. Zum anderen wurden in Washington Überlegungen bekannt, russische nuklearbetriebene Eisbrecher für den Transport von Material und LNG im Rahmen von Projekten in Alaska einzusetzen. Nun sind laut Bloomberg mehrere Flüssigerdgastanker auf dem Weg nach Asien von einer russischen Exportanlage, die von den USA mit Sanktionen belegt wurde. Damit wird Washingtons Entschlossenheit auf die Probe gestellt, den Handel trotz der jüngsten Gespräche zu unterbinden.

Laut Bloomberg könnte sich die LNG-Nachfrage in China weiter eintrüben. Hintergrund ist eine Marktreform in Guangdong. In der Region wird mehr Strom durch Gaskraftwerke erzeugt, als in den vier nächstgrößten Regionen zusammen. Die Reformen umfassen eine Erhöhung der Zahlungen für Gaskraftwerke, die in Bereitschaft bleiben, bei gleichzeitiger Kürzung der Subventionen für die tatsächliche Verbrennung des Brennstoffs, so dass sich der Einsatz der Kraftwerke verändern könnte und sich die Nutzungsstunden für gasbefeuerte Kraftwerke reduziert.

Neutrale Faktoren

Die aktuellen Wettermodelle bestätigen den deutlichen Temperaturrückgang für Deutschland in den kommenden Tagen bis zum 22. August. Zudem werden kurzfristig hohe Windeinspeisungen erwartet, mit Spitzenwerten von 20–22 GW am Freitag. Anschließend fällt die Produktion aber wieder zurück. Die PV-Einspeisung erreicht heute laut Prognosen mit 53 Prozent Auslastung ihr Maximum. Die Abkühlung entlastet die Sorgen um weitere Einschränkungen der französischen Kernkraftwerke. Allerdings zeigt sich die Einspeisung der Erneuerbaren nur zeitweise hoch.

Chinesische Raffinerien haben ihre Urals-Käufe im August auf rund 75.000 Barrel/Tag gesteigert, fast doppelt so viel wie im Jahresdurchschnitt. Die Exporte nach Indien fielen dagegen stark auf 400.000 Barrel/Tag, verglichen mit 1,18 Mio. Barrel im Schnitt. Hintergrund ist die Verdopplung der US-Zölle auf indische Importe, während China von einem Handelsstillstand mit Washington profitiert. Laut Marktbeobachtern haben chinesische Käufer bereits 10–15 Ladungen für Oktober und November gebucht. Zwei Tanker mit jeweils 1 Mio. Barrel liegen aktuell vor der Küste bei Zhoushan.

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DailyReport Recap vom 18.08.2025: Energiemärkte bleiben im Zeichen globaler Spannungen

2025-08-18 7:00 pm
Analyst:
Tobias Waniek

Am Montag setzte sich an den Energiemärkten zunächst der Abverkauf nach dem schwachen Wochenausklang der Vorwoche fort. Am Strom- und insbesondere CO2-Markt kam es anschließend aber zu Kaufdruck - der EUA-Dez-25-Future ging 1,6 Prozent fester aus dem Handel. Das TTF Gas Frontjahr konnte die Tagestiefs zwar auch nicht halten, schloss aber 0,6 Prozent im Minus.

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Marktpsychologie und Charttechnik am Gasspotmarkt

2025-08-18 2:51 pm
Analyst:
Stefan Küster

Am physischen Spotmarkt für Gas sollte Charttechnik eigentlich keine Rolle spielen, weil die Preisbildung dort fast ausschließlich durch fundamentale Faktoren bestimmt wird. Angebot und Nachfrage hängen unmittelbar von physischen Gegebenheiten ab: Wetterbedingungen, Speicherfüllstände, Pipeline- und LNG-Zuflüsse oder technische Störungen. Diese Faktoren sind kurzfristig und oft sprunghaft, sodass klassische Muster aus der Charttechnik kaum Aussagekraft besitzen. Hinzu kommt, dass Spotmärkte regional fragmentiert sind. Dadurch entstehen Preissprünge, die nicht dem „Trendverhalten“ entsprechen, das Charttechnik eigentlich voraussetzt. Aus rein analytischer Sicht ist es daher naheliegend, dass Technische Analyse an einem Gas-Spotmarkt nicht geeignet ist, um Preisbewegungen zuverlässig vorherzusagen.

Trotzdem wird Charttechnik in der Praxis am Gasspotmarkt häufig angewendet, wie das aktuelle Beispiel am Chart zum TTF Gas Day-Ahead eindrucksvoll zeigt. Dies aus mehreren Gründen: Erstens dient die TA vielen Händlern als zusätzliches Werkzeug, um Orientierung in einem ansonsten stark von Unsicherheit geprägten Markt zu gewinnen. Zweitens wirkt sie über die Psychologie der Marktteilnehmer: wenn genügend Trader dieselben Unterstützungs- und Widerstandsniveaus beobachten, können diese Marken kurzfristig tatsächlich Einfluss auf den Preis haben. Dass die 30-Euro-Marke zunächst hält und gekauft wird, ist also lediglich eine Art selbsterfüllende Prophezeiung. Drittens sind Spot- und Terminmärkte eng miteinander verknüpft. Da im Terminhandel Charttechnik weit verbreitet ist, übertragen sich deren Effekte über Arbitrage und Hedging teilweise auch auf den Spotmarkt. Schließlich spielt auch Gewohnheit eine Rolle: Trader, die aus anderen Märkten kommen, wenden bekannte Werkzeuge an, selbst wenn deren Prognosekraft eigentlich geringer sein müsste.

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EU-Einspeicherung kommt unverändert gut voran

2025-08-17 3:26 pm
Analyst:
Andreas Speer

Mitte Juli hatten wir eine einfache Berechnung an dieser Stelle veröffentlicht, mit der wir abgeschätzt haben, wann das 90%-Speicherziel der EU in diesem Jahr erreicht sein würde. Damals schrieben wir unter anderem: „Wir haben nun die einfache Annahme getroffen, dass die Befüllung der EU-Speicher ab dem 25. Juni wie im Durchschnitt ab Anfang Mai verläuft („fiktiver Verlauf ab 26.6.2025“: gestrichelte orange Linie). Demnach würde der Wert von 90% am 8. Oktober erreicht werden (senkrechte orange Linie). Der tatsächliche Verlauf nach dem 25. Juni (etwas dickere Linie in orange) zeigt am aktuellen Rand, dass unsere damalige Annahme derzeit sogar übertroffen wird. So gesehen scheinen die Bedenken, ob das Speicherziel erreicht werden kann, aus heutiger Sicht etwas überzogen. Dies gilt umso mehr, als sich die vorherigen „Prognosen von Hitzewellen“ in der Form nicht (mehr) bewahrheiten dürften und die LNG-Nachfrage Chinas nach wie vor verhalten ist, was die vergleichsweise niedrigen TTF-Notierungen zum jetzigen Zeitpunkt mit erklären könnte.  Ein Grund für Entspannung ist gleichwohl (noch) nicht angezeigt.“ Diese Beschreibung würden wir gerne an dieser Stelle wiederholen, wobei die Warnung am Ende des Textes mittlerweile obsolet geworden ist. Diese wurde ohnehin mehr oder weniger der Vollständigkeit halber bzw. aus Risikoerwägungen heraus eingefügt. Schon damals war diese nicht mehr sonderlich realistisch. Die Dynamik der Einspeicherung war bislang sogar höher als von uns damals unterstellt (fette orange Linie verläuft oberhalb der gestrichelten orangen Linie), so dass - mit Stand 15.8. in Höhe von 73,3% - das 90%-Ziel wohl schon früher als am 8. Oktober erreicht wird. Das gilt aber nur für den Fall, dass die Speicherbetreiber im Gefühl des „sicheren Sieges“ nicht plötzlich in ihren Anstrengungen nachlassen. In Deutschland kann dagegen mit einem aktuellen Speicherstand in Höhe von 66,1% das 90%-Ziel wohl nicht mehr (ganz) erreicht werden. Aber an schlechten Nachrichten - vor allem aus der Wirtschaft – gab es in den letzten Jahren ja leider keinen Mangel, auch wenn man sich an solche nie gewöhnen sollte.

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KKW-Einschränkungen über Wochenende hinaus

2025-08-15 11:30 am
Analyst:
Tobias Waniek

Mehrere französische Kernkraftwerke sind weiterhin wetter- und umweltbedingt in ihrer Leistung begrenzt oder vollständig abgeschaltet. Diese Einschränkungen gelten über das Wochenende und teils darüber hinaus und reduzieren die verfügbare Erzeugungskapazität spürbar. Konkret fahren Bugey 2, Tricastin 4, Golfech 1 und St. Alban 1 mit reduzierter Leistung, während Tricastin 3 und Gravelines 3 in diesem Zeitraum vollständig vom Netz sind.

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